Papst verurteilt in Irland das Versagen der Bischöfe in Missbrauchsskandalen

Franziskus sagt, er teilt die Empörung der Menschen über die verantwortlichen Würdenträger – Appell an Bewusstsein für eine Völkerfamilie, zu der auch Flüchtlinge gehören.

UBLIN – Die Wut über das Versagen der Bischöfe in den weltweiten Missbrauchsskandalen ist gerechtfertigt, und er selber teile die Empörung der Gläubigen: Das hat Papst Franziskus zum Auftakt seines Besuchs des Weltfamilientreffens in Irland gesagt.

„Was die Schwächsten betrifft, so kann ich nicht umhin, den schweren Skandal anzuerkennen, der in Irland durch den Missbrauch junger Menschen durch Mitglieder der Kirche verursacht wurde, die für ihren Schutz und ihre Bildung verantwortlich sind“, so der Pontifex am 25. August 2018 im Schloss von Dublin.

„Das Versäumnis der kirchlichen Autoritäten – Bischöfe, Ordensoberhäupter, Priester und andere -, diese abscheulichen Verbrechen angemessen anzugehen, hat zu Recht Empörung hervorgerufen und bleibt eine Quelle des Schmerzes und der Schande für die katholische Gemeinschaft“. Er fügte hinzu: „Ich selbst teile diese Gefühle.“

Wie schon in seinem Brief an das Volk Gottes zur Missbrauch- und Vertuschungskrise knüpfte Franziskus in seiner – immer wieder vom Manuskript abweichenden – Rede demonstrativ an die Leistungen seines Vorgängers im Kampf gegen Missbrauch an. Papst Benedikt XVI. habe nicht nur gefordert, „dass als Antwort auf diesen Vertrauensbruch Maßnahmen ergriffen werden, die »wirklich dem Evangelium gemäß, gerecht und effektiv« sind (vgl. Hirtenbrief an die Katholiken in Irland, 10)“, sagte der argentinische Pontifex nun in Dublin, und fuhr fort:

„Sein freimütiges und entschlossenes Eingreifen dient weiterhin als Ansporn für die Bemühungen der kirchlichen Verantwortungsträger, die Fehler der Vergangenheit zu beheben und strenge Regeln zu erlassen, um sicherzustellen, dass sie sich nicht wiederholen“.

Was Franziskus selber tun wird, der ja als Bischof von Rom die entscheidende Verantwortung für den Umgang mit dieser Krise schultert, um diese anzupacken und hoffentlich dauerhaft zu lösen: Das war bereits vor seiner Ankunft zur Schlüsselfrage des Weltfamilientages geworden.

Ausgelöst durch Skandale in den USA, Chile, Honduras, Australien und anderen Ländern, ist die Krise auch und gerade in Irland ein brennendes Problem, weil auf der einst so katholischen Insel das Vertrauen in die Kirche massiv erschüttert worden ist.

Missbrauchs-Opfer, Kardinäle und viele andere haben gefordert, dass schuldige Kardinäle und Bischöfe ihr Amt verlieren und in schweren Fällen laisiert werden müssen. Wenn nötig, müsse auch das Kirchenrecht aktualisiert werden, forderte etwa Marie Collins, wie CNA Deutsch berichtete.

In seiner Rede im Schloss von Dublin erinnerte Franziskus an die Rolle von Familien – die ja Anlass seiner Reise nach Irland sind – und sprach über das Thema, dass ihn wie wenig andere am herzen liegen: die Migrationskrise. Auch Flüchtlinge seien Teil der „Vielvölkerfamilie“ der Welt, so der Papst.

„Wie notwendig wäre in allen Bereichen des politischen und gesellschaftlichen Lebens die Wiedererlangung des Bewusstseins dafür, dass wir eine wahre Völkerfamilie sind!“

Die Flüchtlinge seien dabei die „vielleicht beunruhigendste“ Herausforderung für das Gewissen, sagte Franziskus. (CNA Deutsch)

Papst sagt, er bete für jene, die ihn „Häretiker“ nennen

 

VATIKANSTADT – Papst Franziskus hat im vergangenen Monat gegenüber Jesuiten in Chile gesagt, dass er bereit sei, mit Leuten zu diskutieren, die nicht seiner Meinung sind – aber nicht mit Menschen, die ihm Häresie vorwerfen, auch wenn er für diese bete.

„Wenn ich Widerstand wahrnehme, versuche ich Dialog zu führen, wenn Dialog möglich ist“,

so Franziskus laut einem nun veröffentlichten Bericht des Jesuiten-Magazins „La Civiltà Cattolica“ über sein privates Treffen mit 90 jesuitischen Ordensbrüdern am 16. Januar – dem ersten Tag seiner Reise nach Chile und Peru.

Der Papst sagte demzufolge weiter, dass „ein gewisser Widerstand von Leuten“ komme, „die glauben, dass sie die wahre Lehre haben, und Dir vorwerfen, Häretiker zu sein.“

„Wenn ich in dem, was diese Leuten sagen oder schreiben, nichts geistlich Gutes finde, bete ich einfach für sie. Ich bedaure das, aber verharre nicht in diesem Gefühl… „, so Franziskus.

Bei dem Treffen beantwortete der Papst die Frage, welchen Widerstand er während seines Pontifikats erlebt, und wie er darauf reagiert habe.

„Im Angesicht von Schwierigkeiten sage ich niemals, dass es ein ‚Widerstand‘ ist, denn das würde bedeuten, den Prozess der Unterscheidung aufzugeben“, sagte Franziskus. Damit würde man aber „das Quentchen Wahrheit“, welches oft den Kern des Konflikts ausmache, verwerfen.

Deshalb, so der Pontifex weiter, frage er oft, was die andere Person denke. Dies helfe ihm dabei, Dinge in Zusammenhang zu bringen, die auf den ersten Blick „wie Widerstand erscheinen, aber in Wirklichkeit eine Reaktion darstellen, die aus einem Missverständnis heraus entsteht, aus der Tatsache, dass einige Dinge wiederholt, besser erklärt werden müssen…“.

Franziskus stellte weiter fest, dass Missverständnisse oder Konflikte manchmal seine eigene Schuld seien, zum Beispiel wenn er etwas für offensichtlich halte oder einen gedanklichen Sprung mache, ohne den Gedankengang gut zu erklären in der Annahme, dass der andere seine Argumentation verstanden habe.

„Ich realisiere, dass mein Gegenüber, wenn ich zurückgehe und es besser erkläre, dann sagt: ‚Ah, ja, alles klar …‘ Kurz gesagt, es ist sehr hilfreich, den Sinn des Konflikts gut zu untersuchen“.

Franziskus erklärte, dass er, wenn es echten Widerstand gibt, Bedauern empfinde. Die Versuchung, sich dem Wandel zu widersetzen, sei etwas, was ein jeder irgendwann schon mal erlebt habe.

Dazu gehöre für ihn auch Widerstand gegen das Zweite Vatikanische Konzil und Versuche, dieses „zu relativieren“ oder „zu verwässern“, so Franziskus zu den Jesuiten.

Er sei sich bewusst, dass es „Kampagnen“ gegen das II. Vatikanische Konzil gebe, lese aber nicht die Webseiten „dieses sogenannten Widerstandes“.

„Ich weiß, wer ich bin, ich kenne die Gruppen, aber ich lese sie nicht, meiner geistigen Gesundheit zuliebe. Wenn es etwas sehr Ernstes gibt, werde ich darüber informiert, damit ich es weiß“, so Franziskus. „Das ist eine Enttäuschung, aber wir müssen weitermachen.“


(CNA Deutsch)

Papst: „Kirche muss überall präsent sein

Die Kirche muss „überall dort präsent sein, wo die Menschen leben: in ihren Städten, ihren Häusern, an ihren Arbeitsplätzen“.

Stefan von Kempis – Vatikanstadt.

Auf immer neue Weise soll sie versuchen, „Gottes Segen an seine ganze Schöpfung zu übermitteln“. Das schreibt Papst Franziskus in einem Brief an das Päpstliche Theologische Institut für Ehe und Familie.

Das Institut, das an der Päpstlichen Lateranunversität angesiedelt ist und von Franziskus vor kurzem neu eingerichtet wurde, hat einen neuen Lehrstuhl geschaffen. Er ist nach der Konzilserklärung Gaudium et Spes benannt, dem herausragenden Text zum Thema Kirche in der Welt von heute. Das gibt dem Papst die Gelegenheit, Gaudium et Spes ausführlich zu würdigen. Sein „wertvolles Erbe“ bestehe in einem „missionarischen Impuls“, der auch nach Jahrzehnten noch spürbar sei. Auch mit seiner Aufmerksamkeit für das „Evangelium der Familie“ bleibe Gaudium et Spes bahnbrechend.

“ Räume zu Begegnung und Dialog schaffen ”

Während des synodalen Wegs, der 2016 zu Franziskus Schreiben „Amoris Laetitia“ über eine Neuausrichtung der Ehe- und Familienpastoral führte, hat das Institut kaum eine Rolle gespielt. Manche sahen es als Gralshüter der Lehren Johannes Pauls II., der es einst gegründet hat, und beschrieben es als eine Art Gegenspieler zu der von Franziskus gewollten Neujustierung.

Franziskus erinnert in seinem Brief kurz an den synodalen Weg und an „Amoris Laetitia“, hält sich dabei aber nicht lange auf. Er sei „zuversichtlich“, dass das Institut „angesichts der neuen pastoralen Herausforderungen, auf die die christliche Gemeinschaft antworten muss, in vorderster Linie stehen“ werde.

Dem Bund zwischen Mann und Frau kommt in der Darstellung des Papstes weiterhin „eine außerordentliche anthropologische und soziale Relevanz“ zu. Besonders wichtig sei es, dass die Kirche „Räume zu Begegnung und Dialog“ schaffe, um ihre Lehre zu Ehe und Familie in der heutigen Lebenswirklichkeit der Menschen wirklich präsent zu machen. (vatican news)

Papst Franziskus: Hypokrisie wird immer deutlicher

Zu Beginn des Pontifikates von Franziskus sprach der Papst immer wieder davon, dass er für offene Diskussionen zu wichtigen kirchlichen Themen stehe und die Communio stärken wolle. Doch die Realität im Pontifikat des Papstes spricht eine andere radikale Sprache.

Zur Erinnerung – der Fall Kardinal Müller

 Anfang Juli 2017 verlängerte der Papst die fünfjährige Amtszeit von Kardinal Müller als Präfekt der Glaubenskongregation nicht. Als einzige fadenscheinige Begründung gegenüber Müller sagte der Papst:

„Ab sofort werden nur noch Amtszeiten von fünf Jahren zugelassen“.

Diese unbekannte und neue Regelung hätte somit einen Monat später den italienischen Kardinal Gianfranco Ravasi seines Amtes als Präsidenten des Päpstlichen Rates für die Kultur treffen müssen – hat sie aber nicht! Ravasi ist heute noch Dikasterienleiter des betreffenden Päpstlichen Rates.

Kardinal Müller hat in mehreren öffentlichen Äußerungen Kritik am Papst geübt. Sei es das Nachsynodale Apostolische Schreiben „Amoris laetitia“ oder die ungerechte, eines Papstes eigentlich nicht würdige Umgangsweise, mit den Dubia-Kardinälen. Hat der Papst nun im Fall Müller schlicht und einfach die Unwahrheit gesagt, oder ist er unaufrichtig, scheinheilig, und vortäuschend? Darf man dem Papst Hypokrisie vorwerfen?

Franziskus duldet keine Kritik

Müller ist jedoch alles andere als ein Einzelfall. Oftmals hinter den Kulissen der Öffentlichkeit werden unliebsame Kritiker aus ihren kirchlichen bzw. theologischen Ämtern entfernt. So neulich erst an einer großen italienischen Universität geschehen. Der Vatikanist Marco Tosatti berichtet von zwei Fällen an der renommierten Katholischen Universität vom Heiligen Herzen (Università Cattolica del Sacro Cuore) von Mailand. Hier wurden zwei Wissenschaftler von der Liste der Mitarbeiter der Universität gestrichen. Bereits im November hatten beide eine Abmahnung der Universität erhalten. Begründet wurde diese Maßnahme mit der Unterschrift der Wissenschaftler unter die „Correctio filialis gegen die Verbreitung von Häresien“ gegen Papst Franziskus. Unbekannt ist allerdings, ob beide Wissenschaftler auf Anweisung des Papstes oder durch vorauseilenden Gehorsam der Universitätsverantwortlichen vor die Tür gesetzt wurden. Zum Schutz der Wissenschaftler hat Marco Tosatti die Namen nicht veröffentlicht. Dieser aktuelle Vorfall zeigt:

„Wer nicht für den Papst ist, ist gegen ihn“.

und das sind die Konsequenzen. Die vom Papst anfangs propagierte offene Diskussion in seinem Pontifikat wird mehr und mehr zur Maskerade, eben zur Hypokrisie. Seit den Bischofssynoden 2014 und 2015, deren Ausfluss „Amoris laetitia“ war, haben viele Kirchenmänner und Theologen diese Wahrheit zu spüren bekommen.

„Wer nicht auf Kurs bleibt, fliegt raus“.

Papst Franziskus muss sich vorwerfen lassen, weder Kritik zu vertragen noch sich dieser auch nur im Ansatz zu stellen. Schweigen ist keine Lösung – Kritiker zu eliminieren auch nicht. (vh)

Papst Franziskus erklärt, warum er Interviews gibt

VATIKANSTADT – Papst Franziskus erklärt in einem neuen Buch, warum er Interviews gibt. Und warum er die Gewohnheit, sie nicht zu geben, als er noch Erzbischof von Buenos Aires in Argentinien war, abgelegt hat.

Der Pontifex spricht darüber im Buch „Adesso fate le vostre domande“ („Jetzt könnt ihr eure Fragen stellen“), in dem Jeusitenpater Antonio Spadaro, Chefredakteur der Zeitschrift La Civilta Cattolica, die von den Jesuiten herausgegeben wird, verschiedene, größtenteils schon bekannte Interviews gesammelt hat.

Im Vorwort erinnert sich Papst Franziskus, dass er „in Buenos Aires ein bisschen Angst vor den Journalisten hatte. Ich dachte, sie könnten mich in Schwierigkeiten bringen und deshalb habe ich keine Interviews gegeben. Aber eines Tages habe ich mich von Francesca Ambrogetti überzeugen lassen und an das Gute gedacht, dass dadurch geschehen könnte.“

Francesca Ambrogetti und Sergio Rubin sind die Journalisten, die El Jesuita geschrieben haben, die erste genehmigte Biographie von Jorge Mario Bergoglio, dem damaligen Erzbischof von Buenos Aires.

„Als ich dann Papst war, kam Pater Antonio Spadaro und bat mich um ein Interview. Meine spontane Reaktion war Unsicherheit, so wie in der Vergangenheit, und ich sagte Nein. Später spürte ich, dass ich Vertrauen haben konnte, dass ich vertrauen musste. Und ich akzeptierte“, so weiter Papst Franziskus.

Dann erklärt er, was er über die Pressekonferenzen denkt, die er auf der Rückkehr von seinen internationalen apostolischen Reisen gewährt: „Nach diesem ersten Interview im August 2013 kamen die anderen, auch die im Flugzeug, wenn ich von apostolischen Reisen zurückkomme. Auch da, bei den Reisen, schaue ich den Leuten gerne in die Augen und antworte ehrlich auf die Fragen.“

„Ich weiß, dass ich vorsichtig sein muss und hoffe, es zu sein. Ich bete immer zum Heiligen Geist, bevor ich die Fragen anhöre und antworte. Und so, wie ich die Klugheit nicht verlieren darf, darf ich auch das Vertrauen nicht verlieren“, fährt er fort.

„Ich weiß, dass mich das verletzlich machen kann, aber das ist ein Risiko, das ich eingehen will. Die Interviews haben für mich immer pastoralen Wert. Alles, was ich tue, hat pastoralen Wert, auf eine Weise oder auf die andere“, betont er.

„Wenn ich dieses Vertrauen nicht hätte, würde ich keine Interviews geben, das ist mir selber sehr klar. Es ist eine Art der Kommunikation in meinem Dienst. Und ich verbinde die Gespräche bei den Interviews mit der täglichen Form meiner Predigten in Santa Marta, das sozusagen meine ´Pfarrei´ ist.“

Der heilige Vater erläutert auch, dass er „diese Kommunikation mit den Leuten“ brauche. In Santa Marta, der Kapelle in der er jeden Tag die Heilige Messe feiert, „kommen 25 Personen aus einer römischen Pfarrei, zusammen mit anderen. Ich brauche diese direkte Kommunikation mit den Leuten wirklich.“

„Ein Interview zu geben ist nicht, wie an den Lehrstuhl zu gehen: Es bedeutet, sich mit Journalisten zu treffen, die dir oft die Fragen der Leute stellen. Was ich gerne mache, ist mit kleinen Zeitschriften oder Tageszeitungen zu reden. Da fühle ich mich in meinem Element. Denn in diesen Fällen höre ich wirklich die Fragen und die Sorgen der normalen Leute.“

Franziskus hebt hervor, dass er in den Interviews versucht, „spontan zu antworten; bei einem Gespräch will ich verständlich sein. Ich benutze auch eine einfache, volksnahe Sprache. Für mich sind die Interviews ein Dialog, keine Unterrichtsstunde.“

„Deshalb bereite ich mich nicht vor. Manchmal bekomme ich die Fragen schon vorher, aber ich lese sie fast nie und denke dann darüber nach. Es fällt mir einfach nichts ein. Andere Male, im Flugzeug, stelle ich mir die Fragen vor, die kommen könnten. Aber um zu antworten, muss ich den Personen begegnen und ihnen in die Augen schauen. Ja, ich fürchte immer noch, missverstanden zu werden. Aber – ich wiederhole – dieses pastorale Risiko will ich eingehen.“ (CNA Deutsch)

Kardinal Müller: „Keinen Bruch zwischen den Päpsten herbeireden“

Kardinal MüllerKardinal Gerhard Ludwig Müller warnt davor, die beiden Päpste Benedikt XVI. und Franziskus gegeneinander auszuspielen. Man müsse „damit leben lernen, dass beide unterschiedliche Geschichten und Prägungen haben“. Der amtierende wie der emeritierte Papst stünden im Dienst des einen Christus, eine seriöse Interpretation müsse „den Zusammenhang sehen und nicht einen Bruch herbeireden“, sagte der Präfekt der vatikanischen Glaubenskongregation im Gespräch mit Radio Vatikan. Müller hat zur Frage der beiden Päpste im vergangenen Jahr bei Herder eine Aufsatzsammlung mit dem Titel „Benedikt und Franziskus“ vorgelegt und äußerte sich nun anlässlich des Erscheinens der italienischen Übersetzung des Buches. Gudrun Sailer sprach mit dem deutschen Kurienkardinal.

Müller: „Wir haben zum ersten Mal in der Kirchengeschichte denn Fall, dass zwei legitime Päpste leben. Natürlich ist nur Papst Franziskus der Papst, aber Benedikt ist der emeritierte und insofern doch auch noch irgendwie verbunden mit dem Papsttum. Diese einzigartige Situation muss geistlich-theologisch bewältigt werden, wie, dazu gibt es unterschiedliche Meinungen. Ich habe gezeigt, dass bei aller Unterschiedlichkeit der Personen und Charaktere, die naturnotwendig gegeben ist, doch auch die innere Verbindung sichtbar zu machen ist.“

RV: Und worin besteht diese innere Verbindung der Päpste, aller Päpste eigentlich?

Müller: „Es geht immer um das Bekenntnis zu Jesus Christus, das ist die ratio essendi, der Grund überhaupt, warum es das Papsttum gibt, dass die Kirche in der Einheit in Christus zusammengehalten, zusammengeführt wird, aber beide tun das von ihrer Herkunft her. Papst Benedikt von der professionalen Laufbahn her und ist ein ganz außergewöhnlich talentierter Theologe, Papst Franziskus kommt von seiner südamerikanischen Erfahrung her, und bereichert dann unsere Sichtweise und lenkt unsere Aufmerksamkeit auf die Armen, die an den Rändern stehen, an die Peripherien geht er, das war uns theoretisch alles klar – aber das von seiner eigenen Lebenserfahrung her ins Gesamtbewusstsein einzubringen, ist doch eine providentielle Fügung, ein Wink des Heiligen Geistes, den wir dankbar aufnehmen.“

RV: In diesem Jahr haben beide Päpste wiederholt öffentlich übereinander gesprochen. Nicht nur Franziskus über Benedikt, sondern auch umgekehrt: wir erinnern uns an die Feier des Priesterjubiläums von Benedikt oder sein Interviewbuch. Da kam viel gegenseitige Wertschätzung zum Ausdruck, und das schien auf etwas zu antworten. Was entgegnen Sie besorgten Katholiken, die am liebsten die Unterschiede zwischen den beiden Päpsten betont haben möchten?

Müller: „Es gibt da zwei extreme Interpretationsrichtungen. Die einen betonen den Unterschied fast bis zu einem Gegensatz hin, die anderen sagen, [es gebe keine Unterschiede]. Ich glaube, dass beide Extreme überziehen.

Für eine seriöse Interpretation ist es wichtig, den Zusammenhang zu sehen und nicht einen Bruch herbeizureden. Und eben auch damit leben lernen, dass beide unterschiedliche Geschichten und Prägungen haben, andere geistige Mentalitäten mit sich bringen. Viele neigen dazu, daraus Gegensätze abzuleiten. Es wird oft auch an mich die Frage herangetragen, was die beiden Päpste unterscheidet, und aus jeder Antwort von mir werden dann von beiden Extremen Argumente gesucht für ihre Seite. Aber in meiner Position muss ich solche extremen Positionen einfach zurückweisen. Wir sollen uns nicht darauf kaprizieren, hier Unterschiede und Gemeinsamkeiten [zwischen Benedikt und Franziskus] hervorzuheben, sondern sagen, beide stehen im Dienst des einen Christus.“

RV: Was schenken die beiden Päpste im Doppelpack der Kirche?

Müller: „Beide üben ein Amt aus, das sie sich nicht selber gegeben haben, das sie auch nicht selber definieren können, das ja schon „de-finiert“ ist, von Christus selber, auch so wie es sich ausgelegt hat im Glaubensbewusstsein der Kirche. Und jeder erfährt ja im päpstlichen Amt, so wie in jedem anderen kirchlichen Amt, dass es eine große Last ist, die man nur mithilfe der Gnade tragen kann.

Jeder Mensch ist überfordert, wenn er der Repräsentant Christi sein soll. Aber beide bringen auf ihre Weise, mit ihrer Persönlichkeit, mit ihrer Geschichte, ihr besonderes Charisma in den Petrusdienst ein. Man soll das nicht gegeneinander stellen und vergleichen, wer ist besser, wer hat mehr Besucher bei den Audienzen auf dem Petersplatz, das ist die falsche Herangehensweise. Man sollte hier von der Theologie der Charismen ausgehen.

Wir sind im Glauben davon überzeugt, dass Franziskus vom Heiligen Geist eingesetzt ist, zwar von den Kardinälen gewählt, aber das Konklave ist nur das Instrument der Wahl. Letztlich ist er von Christus selber eingesetzt, und zwar so, wie er ist, mit seiner Herkunft von Lateinamerika, mit den politischen und sozialen Verwerfungen, mit der Erfahrung der Armut von riesigen Bevölkerungsschichten, und war verbunden mit der ganzen Entwicklung der Kirche in Lateinamerika der letzten 50 Jahre, Medellin, Puebla, Aparecida, die geistigen, intellektuellen, spirituellen Aufbrüche und Bewegungen, das prägt jeden, und das ist das Besondere – dass er die Kirche durch seine Persönlichkeit in das Gesamtleben der universalen Kirche einbringen kann. Deshalb wäre es wichtiger darauf zu schauen, was beide uns zu sagen haben und wie beide der Kirche gedient haben bzw. dienen, statt das vergleichend, auf- und abwertend gegeneinander zu stellen.

Wenn ich dazu gefragt werde, muss ich natürlich sagen, dass Benedikt in besonderer Weise ein Theologe ist, das aber nicht in Abgrenzung zu anderen, sondern um ihn zu charakterisieren, das ist eine Tatsache, die niemand leugnen kann, dieser Gabe ist ihm nicht gegeben worden von Gott, um auf Kosten anderer groß herauskommen, sondern sie demütig einzubringen, und ähnlich macht es Papst Franziskus, dass er seine Gaben demütig einbringt für die Kirche und nicht sich selber auf Kosten anderer heraushebt, das wäre kontraproduktiv zu jedem kirchlichen Dienst. Paulus hat uns das Bild geschenkt vom einen Leib mit den vielen Gliedern, und dass die Vielheit die Ganzheit nicht zerstört, sondern aufbaut.“

RV: Wir haben in Franziskus erstmals einen Papst mit vielen Zuschreibungen. Johannes Paul II. war im „Nebenberuf“ Dichter, Benedikt Theologe, Franziskus ist neben seinem Papstamt aber anscheinend noch viel mehr: Beichtvater, Dorfpfarrer, Gewerkschaftsredner, Sozialarbeiter, Diplomat, und so fort. Teilen Sie die Einschätzung, dass diese Vielfalt, das gewissermaßen Unpäpstliche an diesem Papst, nicht wenige Katholiken überfordert?

Müller: „Jeder Papst muss auch versuchen, die Einseitigkeit seiner persönlichen Lebensgeschichte zu überwinden. Benedikt hat nicht nur dogmatische Themen angegangen, in „Deus Caritas erst“ wendet er sich auch der Caritas als Einrichtung zu und hat sie doch sehr auch gefördert. Aber Franziskus lässt sich bis jetzt noch nicht auf ein einziges Etikett festlegen. Das ist vielleicht gut so, denn sonst würde er durch ein solches Klischee eingeengt. Vielleicht macht er das auch gezielt, dass er diesen Etikettierungen entkommt und sich nicht in eine Schublade drängen lässt.“ (rv)

Ausblick Mexiko: Furcht, Flucht, Franziskus

MexikoPapst Franziskus wird vom 12. bis 18. Februar Mexiko besuchen. Das nordamerikanische Land steht derzeit vor allem wegen dem Drogenkrieg und der Ermordung einer frisch gewählten Bürgermeisterin in den Schlagzeilen. Hinzu kommt die Migrationsfrage: einerseits wandern viele Mexikaner aus ihrem Land aus, andererseits ist Mexiko ein Durchgangsland für viele Lateinamerikaner, die in die USA auswandern wollen.

Das sind Themen, die dem Papst am Herzen liegen und auch bei seinem Besuch ansprechen wird. Prälat Bernd Klaschka ist Hauptgeschäftsführer des Lateinamerika-Hilfswerkes Adveniat. Er kennt persönlich Mexiko sehr gut, da er mehrere Jahre in dem Land gelebt und geholfen hat. Im Gespräch mit Mario Galgano geht er auf die Herausforderungen Mexikos ein sowie auf die Erwartungen zum Papstbesuch.

Mindestens 100.000 Tote im Drogenkrieg

Der Drogenkrieg hat in den vergangenen Jahren mindestens 100.000 Menschen das Leben gekostet. Die jüngste Ermordung einer Bürgermeisterin, wenige Stunden nach ihrer Amtseinführung durch Drogenbanden, hat der Welt gezeigt, dass es sich um einen brutalen und menschenverachtenden Krieg handelt. „Die Ermordung der Bürgermeisterin zeigt, dass die Drogenkartelle sehr großen Wert darauf legen, an der Basis Einfluss zu haben“, erläutert Klaschka. Diese kriminellen Gruppierungen greifen nach brutalen Mitteln, um ihre „Geschäfte“ zu sichern. „Sie schrecken vor Nichts zurück“, fügt Klaschka an. Die derzeitige Gewaltwelle gegen Politiker sei auch mit den nächsten Wahlen im Sommer verbunden. Damit wollen sie den Politikern aufzeigen, wer das Sagen habe.

92 Prozent sind Katholiken

Mexiko ist für die strikte Trennung von Staat und Kirche bekannt sowie für die gewalttätige Christenverfolgung in den 1930er Jahren. Dennoch geben heute mehr als 92 Prozent der Mexikaner an, katholisch zu sein. „Vor allem die Volksfrömmigkeit ist sehr verbreitet“, sagt der Adveniat-Geschäftsführer. So befindet sich in Mexiko auch eines der größten katholischen Wallfahrtsorte der Welt: die Marienpilgerstätte Guadalupe. Insgesamt gebe es aber derzeit eine gute Zusammenarbeit, auch wenn es ab und an Spannungen zwischen Kirchenvertretern und Politikern gebe, so Klaschka.

Zwei Seiten der Migration

Neben der Gewaltwelle durch den Drogenkrieg spielt die Migrationsfrage eine zentrale Rolle im Alltag der Mexikaner. Wie Klaschka betont, gebe es zwei Seiten zu beachten: einerseits seien Millionen von Mexikaner im Ausland – vor allem in den USA – und das führe auch zu familiären Spannungen und Problemen. Hier habe es jedoch seit einigen Jahren auch Hirtenbriefe und Projekte der Mexikanischen und US-Bischofskonferenzen gegeben. Andererseits gilt Mexiko auch als Transitland für Migranten aus Zentralamerika. Hier unterstütze Adveniat bischöfliche Projekte, um den Flüchtlingen beizustehen. „Unser großes Anliegen ist hier vor allem die Kindermigration“, unterstreicht Klaschka. Adveniat habe sogar dem mexikanischen sowie dem US-Präsidenten dazu angeschrieben.

Große Erwartungen an Papstbesuch

Papst Franziskus könne vor allem durch seine Präsenz und seine klaren Worte viel bewirken, ist Klaschka überzeugt. Der Besuch in Mexiko werde bestimmt die Freude der Mexikaner aufzeigen, aber auch auf die Probleme in dem Land hinweisen. Deshalb sei der Papstbesuch als Hoffnungszeichen für ein friedliches und solidarisches Mexiko zu werten.

Hintergrund

Die Mexiko-Reise von Papst Franziskus ist sein vierter Besuch auf dem amerikanischen Kontinent nach Brasilien (2013), Ecuador, Paraguay und Bolivien (2015) sowie Kuba und USA (2015). Sechs Großstädte will der Pontifex im Rahmen seiner sechstägigen Visite besuchen, darunter die Hauptstadt Mexiko-Stadt, deren Vorstadt Ecatepec, die Städte Tuxtla Gutierrez und San Cristobal de Las Casas im südlich gelegenen Bundesstaat Chiapas, die Drogenkartell-Hochburg Morelia sowie die nördliche Grenzstadt Ciudad Juarez. Der Besuch steht unter dem Motto „Missionar der Barmherzigkeit und des Friedens“. (rv)

Turkson bei COP-21: „Wir dürfen nicht blind bleiben“

Kardinal TurksonDie ethische Orientierung für das Gemeinwohl und Solidarität müsse die Menschheit vereinen: „Wir dürfen nicht blind bleiben.“ Kurienkardinal Peter Turkson pochte in seinem Vortrag auf die Verantwortung aller Menschen. Der Präsident des Päpstlichen Rates für Gerechtigkeit und Frieden wies mehrmals auf die Bedeutung der Umweltenzyklika des Papstes hin und appellierte an alle Menschen: „Wir haben nur ein zu Hause, ein gemeinsames zu Hause, und wir müssen alle dafür sorgen.“ Der Klimawandel könne nicht von einzelnen Staaten limitiert werden. Die Herausforderungen, denen sich die Welt stellen müsse, seien „komplex“ und „erschreckend“, da neben vielen anderen Bereichen die Sektoren Finanzen, Technologie und Umweltwissenschaften zu berücksichtigen seien, so Turkson. Dialog könne Veränderungen und Vertrauen bei den Verhandlungen schaffen.

Der Vatikan hatte im Vorfeld der Klimakonferenz COP-21 in Paris mehrmals betont, dass die Erwartungen an den Gipfel hoch seien. Ein Scheitern der Konferenz wäre eine Katastrophe für die Menschheit, so Papst Franziskus. Eine Delegation des Heiligen Stuhls nimmt an COP-21 teil und bringt vor allem die Perspektiven aus Laudato si in die Diskussion ein. Die Umweltenzyklika wurde vom Papst dezidiert mit Blick auf den Klimagipfel geschrieben. Franziskus fordert, „die Auswirkungen des Klimawandels zu lindern, die Armut zu bekämpfen und die Menschenwürde zum Blühen zu bringen“. (rv)

Kardinal Tagle schreibt Caritas Brief über „Laudato sì“

Kardinal TagleDer Präsident von Caritas Internationalis, Kardinal Luis Antonio Tagle, hat einen Brief an die Caritas-Gemeinschaft über Papst Franziskus' Enzyklika Laudato Si´ geschrieben. In der Enzyklika erinnere Franziskus die Menschen daran, Konsum durch einen Sinn für Aufopferung zu ersetzen, Geldgier durch Großzügigkeit und Verschwendung durch einen Geist des Teilens. „Wir sind aufgerufen, uns von allem Schweren, Negativen und Verschwenderischen zu befreien und mit unser globalen Familie in Dialog zu treten“, schreibt der philippinische Kardinal.

Kardinal Tagle hebt in dem Brief hervor, dass die Mitarbeiter der Caritas ein Band der Solidarität mit den Ärmsten haben und denjenigen, die vom Klimawandel betroffen sind, ihre Würde zurückgeben. „Als Caritas und als Mitglieder der Menschheitsfamilie spielen wir alle eine Rolle in dieser ökologischen Revolution, zu der uns Papst Franziskus eingeladen hat“, so der Kardinal. Die Organisationen müssten noch besser zusammenarbeiten und sich bei der Arbeit gegenseitig unterstützen. (rv)

Franziskus in Südamerika: Das Reiseprogramm

BolivienNeun Tage, drei Länder, 21 Reden, Hunderttausende Menschen: Papst Franziskus begibt sich am Sonntag auf seine bisher längste Auslandsvisite. Radio Vatikan hat einen detaillierten Blick ins Reiseprogramm geworfen. Die Zeitdifferenz beträgt in Ecuador 7 Stunden, in Bolivien und Paraguay 8 Stunden; die im Folgenden angegebenen Zeiten sind römische Ortszeit.

Sonntag, 5. Juli

9:00 Uhr: Abflug vom römischen Flughafen Fiumicino nach Ecuador

22:00 Uhr Ankunft in der ecuadorianischen Hauptstadt Quito und Empfang durch den Präsidenten der Republik

Montag, 6. Juli

17:30 Uhr: Franziskus besucht – nach einem weiteren Alitalia-Flug von einer knappen Stunde – in der Stadt Guayaquil das Heiligtum der Göttlichen Barmherzigkeit.

18:45 Uhr: Heilige Messe in Guayaquil

21:15 Uhr: Mittagessen an einer von Jesuiten geführten Schule mit den dort wirkenden 20 Patres und dem päpstlichen Gefolge

Dienstag, 7. Juli

00:10 Uhr: Rückflug nach Quito

02:00 Uhr: Höflichkeitsbesuch beim Präsidenten Ecuadors in Präsidentenpalast Carondolet

03:00 Uhr: Besuch in der Kathedrale von Quito

16:00 Uhr: Treffen mit den Bischöfen Ecuadors

17:30 Uhr: Heilige Messe im Parque del Bicentenario

23:30 Uhr: Begegnung mit der Welt der Schule und der Universität an der Päpstlichen Katholischen Universität Ecuadors

Mittwoch, 8. Juli

00:55 Uhr: Vor der Kirche San Francisco in Quito: Überreichung der Stadtschlüssel

01:00 Uhr: Begegnung mit der Zivilgesellschaft

02:00 Uhr: Private Besichtigung der Jesuitenkirche „Iglesia de la Compania“ mit dem Marienbild der „Virgen Dolorosa“

16:30 Uhr: Besuch im Altenheim der Missionarinnen der Nächstenliebe in Tumbaco, einem Vorort Quitos

17:30 Uhr: Treffen mit Priestern, Ordensleuten und Seminaristen im nationalen Marienheiligtum „El Quinche“ rund 30 km vor Quito

18:45 Uhr: Abschiedszeremonie auf dem Flughafen von Quito

22:15 Uhr: Ankunft auf dem Flughafen von La Paz. Der Präsident Boliviens empfängt Papst Franziskus. Auf dem Weg zum Präsidentenpalast, wo im Anschluss der Höflichkeitsbesuch stattfinden wird, hält der Papst kurz an der Stelle an, wo zu Zeiten der Diktatur der Jesuit Luis Espinal ermordet wurde.

00:00 Uhr: Höflichkeitsbesuch beim Präsidenten Boliviens, Evo Morales

Donnerstag, 9. Juli

01:00 Uhr: In der Kathedrale von La Paz trifft Franziskus die Autoritäten Boliviens, Freiwillige und das Diplomatische Corps

02:00 Uhr: Franziskus fliegt in die Stadt Santa Cruz de la Sierra. Dort übernachtet er in der privaten Residenz des emeritierten Erzbischofs von Santa Cruz, Kardinal Julio Terrazas. (Die Apostolische Nuntiatur, in der Päpste sonst auf Reisen nächtigen, befindet sich in der Hauptstadt La Paz)

16:00 Uhr: Heilige Messe und Eröffnung des V. Nationalen Eucharistischen Kongresses auf dem Platz Cristo Redentore in Santa Cruz

22:00 Uhr: Begegnung mit Priestern, Ordensleuten und Seminaristen in der von Salesianern Don Boscos geführten Schule „Coliseo di Don Bosco“ in Santa Cruz

23:30 Uhr: Papst Franziskus beteiligt sich am II. Welttreffen der Volksbewegungen auf dem Messegelände „Expo Feria“

Freitag, 10. Juli

15:30 Uhr: Franziskus besucht das Gefängnis von Santa Cruz-Palmasola

17:00 Uhr: Informelles Treffen mit den Bischöfen Boliviens

19:00 Uhr: Abflug nach Paraguay

21:00 Uhr: Willkommenszeremonie am Flughafen von La Asuncion, der Hauptstadt Paraguays, durch den Präsidenten

Samstag, 11. Juli

00:00 Uhr: Höflichkeitsbesuch beim Präsidenten der Republik, Moracio Manuel Cartes Jara, im Präsidentenpalast

00:45 Uhr: Treffen mit den Autoritäten; die musikalische Untermalung setzt sich aus Stücken der Jesuitenreduktionen Paraguays vom 18. Jahrhundert zusammen

14:30 Uhr: Papst Franziskus besucht das Kinderhospital „Ninos de Acosta Nu“ in Asuncion

16:30 Uhr: Heilige Messe im Marienheiligtum von Caacupe, rund 40 Kilometer vor Asuncion

22:30 Uhr: Treffen mit der Zivilgesellschaft im Sportpalast

Sonntag, 12. Juli

00:15 Uhr: Vesper mit Priestern, Ordensleuten und Seminaristen in der Kathedrale von Asuncion

14:15 Uhr: Franziskus besucht die Bevölkerung von Banado Norte, einem Slum in Asuncion

16:00 Uhr: Heilige Messe im Heiligtum Nu Guazu

19:00 Uhr: Begegnung mit den Bischöfen von Paraguay in der Nuntiatur, anschließend gemeinsames Mittagessen

23:00 Uhr: Treffen mit Jugendlichen

Montag, 13. Juli

01:00 Uhr: Abflug von Asuncion nach Rom

13:34 Uhr: Ankunft auf dem Flughafen von Rom-Ciampino

(rv)