Pakistan: Christin angezündet, weil sie Muslim die Heirat verweigerte

LAHORE – Ein 30-jähriger Mann hat in Pakistan eine junge Christin mit Säure übergossen und angezündet, weil sie sich weigerte, ihren Glauben zu verleugnen, Muslima zu werden und ihn zu heiraten.

Die Zeitung “Pakistan Today” berichtet, die 25-jährige Asma habe in Sialkot im Norden des Landes gearbeitet.

Im Polizeibericht mit den Angaben des Vaters von Asma, Yaqoob Masih, heißt es, dass dieser am 17. April zusammen mit seinem Sohn die jungen Frau in dem Haus, in dem sie arbeitete, besucht hatte. “Wir saßen in einem Gästezimmer, als es an die Tür klingelte. Asma ging, um zu sehen, wer es sei. Nach einiger Zeit hörten wir sie schreien vor Schmerz.”

Als sie hinrannten, um ihr zu helfen, sahen sie, “was geschehen war und den Angeklagten fliehen, während Asma in Flammen stand”.

Sie wurde ins örtlichen Krankenhaus gebracht. Dort sagte sie zu ihrem Vater, dass der Mann sie schon seit einiger Zeit bedränge, ihn zu heiraten, aber sie habe abgelehnt, weil sie nicht zum Islam konvertieren wolle.

Die junge Frau erlitt Verbrennungen an 80 Prozent ihres Körpers und Gesichts und wird in einem Krankenhaus in Lahore behandelt.

Laut Informationen von “Pakistan Today” sagte Inspektor Muhammad Riaz von der örtlichen Polizei, sie hätten den Angeklagten, der sein Verbrechen gestanden habe, festgenommen.

In einer Erklärung beklagte Wilson Chowdhry, Vorsitzender der British Pakistani Christian Association, dass “dieser bösartige Angriff die Wertlosigkeit von christlichen Mädchen offenbart, wie sie sich in der Mentalität vieler muslimischer Männern in Pakistan entwickelt hat.”

“Aufgrund eines nationalen Lehrplans lehren voreingenommene und unehrliche Imame, es gebe einen besonderen Platz im Himmel für diejenigen, die christlichen Mädchen vergewaltigten und bekehrten; viele davon betrachten Frauen dieser Minderheit als Kriegsbeute.”

Chowdhry erklärte, dass “Statistiken zeigen – obwohl Zwangsverheiratung im Jahr 2017 für illegal erklärt wurde – dass jedes Jahr mehr als 700 christliche Mädchen entführt, vergewaltigt und in eine islamische Ehe gezwungen werden. Und es gibt keine Anzeichen, dass es weniger werden.”

Er fügte hinzu: “Die Menschenrechtskommission von Pakistan berichtet, dass im Jahr 2017 insgesamt 143 Frauen Opfer von Säureattacken oder angezündet wurden. (CNA Deutsch)

Chile: Fallen neben Barros noch weitere Bischöfe?

In einem Brief an die chilenische Bischofskonferenz gab Papst Franziskus zu, dass er im Fall von Barros “schwerwiegende Beurteilungs- und Wahrnehmungsfehler” begangen habe, “insbesondere aufgrund des Mangels an wahrheitsgemäßen und ausgewogenen Informationen”.

Vaticanhistory – Martin Marker.

Der Fall Barros hat nicht nur einen schlechten Beigeschmack für die chilenische Bischofskonferenz, auch Papst Franziskus hat hier eine entscheidende Mitschuld an der bisherigen Verfahrensweise. Franziskus beruft sich zwar auf „Mängel der wahrheitsgemäßen und ausgewogenen Informationen“, die ihm zur Verfügung standen, ob dies allerdings so korrekt ist, wird von verschiedenen Quellen stark bezweifelt. Dem Papst wurde vorgehalten, dass ihm der Fall Barros seit Jahren bekannt war.

Der Vatikan Korrespondent Inès San Martin berichtete am Samstag auf „Crux“ über Details zum Fall Barros und mögliche Rücktritte chilenischer Bischöfe.

Da der Termin eines Treffens von chilenischen Bischöfen mit dem Papst am 14. bis 17. Mai immer näher rückt, kommt offensichtlich Bewegung in die Angelegenheit. Bischof Barros selbst, plant an dem Treffen teilzunehmen.

Zur Erinnerung – Bischof Barros ist einer von vier chilenischen Bischöfen denen vorgeworfen wird, pädophile Machenschaften des Paters Fernando Karadima zu mindestens vertuscht und gedeckt zu haben.

Laut „Crux“ sagte der chilenische Kardinal Ricardo Ezzati Andrello S.D.B. (76), Erzbischof von Santiago de Chile, in einer Pressekonferenz am Donnerstag:

“Ich bin kein Richter, um zu sagen, ob Barros tatsächlich vertuscht hat oder nicht, sagte Ezzati, aber “das Wohl des Volkes Gottes bittet um seine Verfügbarkeit”, so wie ich selbst zur Verfügung stehe, wenn das Volk Gottes meinen Rücktritt erbitten würde.“

Die Diözese Osorno, in der Bischof Barros durch Franziskus im Jahr 2015 eingesetzt wurde, hat in einer Erklärung veröffentlicht, dass der Barros „gesundheitliche Probleme“ habe, während er bekräftigte, dass er den Anweisungen des Heiligen Vaters dauerhaft zur Verfügung steht. Weitere Angaben zu seinem Zustand wurden jedoch nicht gemacht.

Bei einer außerordentlichen Versammlung des Klerus von Santiago de Chile in dieser Woche sagte Kardinal Ezzati Andrello:

“Es sei “eine sehr ernste Schuld, den Heiligen Vater falsch informiert zu haben”, aber er bestehe darauf, dass er persönlich “niemanden getäuscht” habe.

Während des Treffens, das Franziskus mit den chilenischen Bischöfen im Mai führen wird, wird er mit ihnen die Schlussfolgerungen teilen, die er nach der Lektüre eines Berichts des Sonderermittlers Erzbischof Charles J. Scicluna von Malta gezogen hat.

Zu den drei anderen Bischöfen neben Barros berichtet „Crux“:

Bischof Horacio Valenzuela, einer der Vier um den pädophilen Priester Karadima, sagte am Montag, dass der Rücktritt von religiösen Führern wie ihm nicht die Antwort auf die Krise sei. Der Bischof von Talca sagte in Bezug auf die Bitte um seinen Rücktritt: “Dies ist nicht der Ort, an dem die Lösung herkommt”, mit der Begründung, dass sie “gemeinsam mit dem Papst beten und sehen müssen, was passiert”. “Wenn er hier eine Veränderung vornimmt, eine Veränderung dort, am Ende, dann ist es der Papst, der die Kirche organisiert”, sagte Valenzuela.“

Bischof Karolina Tomislav Koljatic von Linares wurde ebenfalls von Karadima ausgebildet und verteidigte wie Valenzuela offen seinen Mentor, als die Vorwürfe 2010 veröffentlicht wurden. Beide schickten Briefe an den Vatikan, sprachen gegen die Missbrauchten und verteidigten den Priester Karadima. Nach dem Brief des Papstes sagte er jedoch: “Vielleicht war ich nicht klar genug, um zu verstehen, was [in El Bosque] passierte, und wenn das so ist, muss ich offensichtlich diese Verantwortung übernehmen.”

Neben den genannten Kirchenmännern ist ein weiterer Kardinal in Chile ins Zwielicht geraten. Kardinal Francisco Javier Errázuriz Ossa I.Sch. (84), emeritierter Erzbischof von Santiago de Chile, Vorgänger von Kardinal Ezzati Andrello, ein Mitglied des Kardinalsrates K9, der wiederholt von den Opfern und sogar Mitgliedern seines eigenen Klerus als einer der Verantwortlichen für die Fehlinformation des Papstes herausgegriffen wurde, sagte zu seiner Rolle.

„Als päpstlicher Berater bedeutet das nicht, dass er Francis über die Situation der chilenischen Kirche informieren muss. Es gehört nicht zu unserer Aufgabe, den Papst über die Schwierigkeiten, die möglichen Fehler und Übel, die die Kirche betreffen, zu informieren.”

Auf Twitter beschuldigte das Missbrauchsopfer Juan Carlos Cruz, eines von Karadimas Opfern, Kardinal Errázuriz Ossa zu lügen:

“Jetzt versucht er zu glauben, dass er uns unterstützt”, schrieb Cruz am 13. April. “[Er] hat es NIE getan. Er ist einer von denen, die den Papst belogen haben. Ein miserabler Mann, der heute versucht, für den Scicluna-Bericht auf den Siegeswagen zu steigen. Seine Boshaftigkeit ist bekannt. Er täuscht uns nicht !! “

Sollten die bekannten Vorwürfe der Missbrauchsopfer mit dem Bericht des Sonderermittlers Erzbischof Scicluna übereinstimmen, wird Papst Franziskus einen klaren und angemessenen Schlussstrich ziehen müssen und das kann nur bedeuten, die betreffenden Bischöfe aus ihren Ämtern umgehend zu entfernen.

Sollten Beschuldigungen gegen die Kardinäle Ezzati Andrello und Errázuriz Ossa Bestätigung finden, könnte ihnen Ähnliches wie dem im März diesen Jahres verstorbenen schottischen Kardinal Keith O´Brien drohen. Dieser hatte nach Missbrauchsfällen seine Resignation beim Papst eingereicht und alle Privilegien seiner Kardinalswürde verloren. (vh – mm)

Interkommunion: Papst Franziskus will das Antwortschreiben an die DBK geheim halten

Edwin Pentin enthüllt auf National Catholic Register (NCR) die vom Papst gewünschte Vorgehensweise im Fall der deutschen Interkommunion.

Vaticanhistory – Martin Marker.

Die Kongregation für die Glaubenslehre hat offenbar mit Zustimmung des Heiligen Vaters einen Brief an die deutschen Bischöfe verfasst, in dem sie ihren Vorschlag, einigen protestantischen Eheleuten die heilige Kommunion zu spenden, ablehnt. Laut NCR wünscht Franziskus jedoch, dass der Brief nicht öffentlich gemacht wird.

Quellen aus dem Vatikan und aus Deutschland berichten, dass Erzbischof Luis Ladaria, der derzeitige Pro-Präfekt der Glaubenskongregation, den Brief geschrieben hatte und dass er dem Papst zustimmte. “Es ist eine Ablehnung des Pastoralplans”, sagte eine hochrangige Quelle in der deutschen Kirche unter der Bedingung der Anonymität und fügte hinzu, dass es “keine Unterschiede” zwischen Erzbischof Ladaria und seinem Vorgänger, Kardinal Gerhard Müller, in dieser Angelegenheit gebe.

Gestern berichtet Vaticanhistory unter Bezugnahme auf CNA- Deutsche Ausgabe, dass der Vatikan seine Antwort abgefasst habe, nachdem sieben deutsche Bischöfe unter der Leitung von Kardinal Rainer Woelki aus Köln der Glaubenskongregation letzten Monat geschrieben hatten, der Vorschlag widerspreche den katholischen Doktrin, untergrabe die Einheit der katholischen Kirche und übersteige die Zuständigkeit der Deutschen Bischofskonferenz.

NCR erfuhr, dass nur 13 der 67 deutschen Bischöfe gegen den Vorschlag der Interkommunion stimmten oder sich der Stimme enthielten. Aber der Vorschlag verursachte an anderer Stelle großes Unbehagen: Die Kardinäle Francis Arinze, Gerhard Müller, Walter Brandmüller und Paul Cordes verurteilten diesen Schritt.

Kardinal Müller bezeichnete den Vorschlag als einen “rhetorischen Trick”, der sich an Gläubige richtete, von denen die meisten nicht Theologen sind. Er betonte, dass die interkonfessionelle Ehe “keine Notsituation” sei und dass “weder der Papst noch wir Bischöfe die Sakramente neu definieren können, um geistige Not zu lindern und spirituelle Bedürfnisse zu befriedigen”, da sie “wirksame Zeichen der Gnade Gottes” sind. “

Kardinal Brandmüller sagte, die schwache Opposition der deutschen Bischöfe gegen den Vorschlag sei ein “Skandal, keine Frage”.

Die Gegenstimmen in der Deutschen Bischofskonferenz kamen primär aus Bayern, also aus der kirchlichen Heimat von Kardinal Marx. So gesehen erlebte Marx eine Revolte seiner eigenen Bischöfe.

Edwin Pentin stellt die berechtigte Frage:

“Warum wünscht der Papst, dass der Ablehnungsbrief geheim bleibt? Ein wahrscheinlicher Grund, nach Ansicht einiger Beobachter, ist, weil die Ablehnung der Vorgehensweise der Deutschen Bischofskonferenz der Richtung dieses Pontifikats nicht entspricht.”

Es bleibt abzuwarten, wie der Vatikan nach bekannt werden dieser Details nun weiter verfahren wird.   (vh – mm)

Verboten zum Trotz: Katholische Messe in Saudi-Arabien

„Jeder Mann und jede Frau, junge und alte“ sind dazu aufgerufen „am Dialog und am Austausch teilzunehmen“. Das sagte Kardinal Jean-Louis Tauran während einer Messe, die er am vergangenen Sonntag in der saudi-arabischen Hauptstadt Riad für die kleine katholische Gemeinde in Saudi-Arabien hielt.

Der Vorsitzende des päpstlichen Rates für den interreligiösen Dialog hielt sich für verschiedene Treffen mit hochrangingen muslimischen Führungspersönlichkeiten in der Hauptstadt des Königreichs auf. Auch wollte er die dortigen Christen – unter ihnen hauptsächlich Migranten, die Arbeiten mit wenig Ansehen ausführen – ermutigen und ihnen versichern, dass der Papst und der Heilig Stuhl für sie beten. Obwohl jede nicht-islamische Religionsausübung in Saudi-Arabien verboten ist, feierte er mit der kleinen christlichen Gemeinde eine Messe.

Die stark besuchte Messe wurde vom Kurienbischof und Islamwissenschaftler Miguel Ángel Ayuso Guixot und Vorsitzendem des Islambüros Khaled Akasheh konzelebriert. In seiner Predigt sagte Kardinal Tauran, dass in einem Kontext wie dem Saudi-Arabiens „Religion und Arbeit sich im Dienste des Menschen und der Wahrheit vereinigen können“. In dieser Hinsicht sagte er, er sei davon überzeugt, „dass Christen und Muslime zusammen leben können“, weil, so erklärte er weiter, „wir zur selben Familie Gottes gehören. Und seit Jahrhunderten haben wir es geschafft, friedlich gemeinsam zu leben“. Darüber hinaus schätzen beide Religionen „Tugenden wie Ehrlichkeit, die Fähigkeit zuzuhören, den Sinn für Gastfreundschaft“.

“ Auruf zum Leben in Frieden ”

Nachdem er versichert hatte, dass „wir bereit sind euch in jeder Hinsicht zu helfen, eine gute intellektuelle und berufliche Bildung zu erhalten“, unterstrich er auch, wie „dank des interreligiösen Dialogs im alltäglichen Leben, wir alle spüren, dass wir den gleichen Herausforderungen gegenüberstehen und daher als Gläubige dazu aufgerufen sind, Gott zu gehorchen und in Frieden zu leben und zu arbeiten.“ Im Anschluss lud er die Anwesenden dazu ein, an einer Welt mitzuwirken, die ein Ort sei, an dem man gut leben und die Würde der menschlichen Person immer verteidigen könne. Kultur und Bildung seien die beiden wichtigsten Stützpfeiler einer jeden Gesellschaft, betonte Tauran.

Deshalb wandte sich der Präsident des Dikasteriums für den interreligiösen Dialog an „die Menschen, die hierher kommen, um zu versuchen, ihr Leben zu verbessern“ um daran zu erinnern, dass „wir immer in unserer Menschenwürde und in unseren unveräußerlichen Menschenrechten geachtet werden müssen“. Deshalb freue er sich zu hören, dass die Fortschritte im interreligiösen und interkulturellen Dialog weitergingen. Er fügte hinzu, dass auch der Papst hoffte dass die Religionsfreiheit zunehmend Realität werden. Auf diese Weise, so folgerte er, trügen auch die Migranten dazu bei, ihre Präsenz in dem Land, in dem sie zu Gast seien, zu verändern und ein Ort zu sein, an dem das Gebet an erster Stelle käme, Solidarität eine konkrete Realität sei und Brüderlichkeit das Licht sei, das für alle leuchte.

In Saudi-Arabien leben circa 27 Millionen Menschen, davon sind etwa neun Millionen Einwanderer. Der Islam ist dort Staatsreligion, dennoch leben dort 1,4 Millionen Christen, die ihre Religion aber nicht offen ausleben dürfen und mit Verfolgung rechnen müssen. Open Doors zufolge steht Saudi-Arabien auf dem 12. Platz der Länder mit der stärksten Christenverfolgung.

Kardinal Tauran wird sich noch bis zum 20. April in Saudi-Arabien aufhalten. (vatican news – nv)

Selten: Ein Kurienkardinal in Riad

 

Ein Kardinal in Saudi-Arabien: Schon das ist eine Nachricht für sich. Denn bis heute sind Kreuze oder Messen im Königreich, das die heiligsten Stätten des Islam hütet, bei strengen Strafen verboten.

Stefan von Kempis – Vatikanstadt

Es ist Kurienkardinal Jean-Louis Tauran, der sich vom 14. bis 20. April in der saudischen Hauptstadt Riad aufhält. Der Franzose leitet den Päpstlichen Rat für den interreligiösen Dialog; er wird unter anderem von dem Comboni-Pater Miguel Ángel Ayuso Guixot begleitet, der den zweithöchsten Posten im Dialograt innehat.

Eine Premiere ist Taurans Besuch in Saudi-Arabien nicht: Der Führer der maronitischen Gemeinschaft des Libanon, Kardinal Boutros Béchara Rai, hatte im vergangenen November, auf dem Höhepunkt einer innerlibanesischen Krise, ebenfalls in Riad Gespräche geführt. Dabei war Béchara Rai auch mit König Salman und dem umtriebigen Kronprinzen Mohammed Bin Salman zusammengetroffen.

Solche hochrangigen Termine im Königshaus scheint Kurienkardinal Tauran nicht zu haben. Stattdessen gilt seine Visite vor allem der Muslimischen Weltliga. Der Generalsekretär des Verbands, Scheich Muhammad Abdul Karim Al-Issa, ist im letzten September in Rom vom Papst empfangen worden; Tauran will die Kontakte zur Muslimischen Weltliga enger knüpfen.

Der Vatikanzeitung „L‘Osservatore Romano“ zufolge warb der Kardinal in ersten Gesprächen in Riad für „geistliche Gastfreundschaft“ von Christen und Muslimen untereinander – und für „religiösen Pluralismus“. Fundamentalismus und Extremismus bedeuteten eine „Entstellung“ der Religion; die Verantwortlichen der verschiedenen Religionen sollten sich „besser kennen“, um sich dann auch „stärker anerkennen“ zu können. Es gebe keinen „Zusammenprall der Kulturen“, sondern stattdessen „einen Zusammenprall der Ignoranz und des Radikalismus“, befand Tauran.

Der Gast aus dem Vatikan wohnt, wie die Vatikanzeitung mitteilt, „in einer diplomatischen Struktur“ in der saudischen Hauptstadt. Dort konnte er auch eine kleine Gruppe von Christen treffen, die als ausländische Gastarbeiter in Riad leben. (vatican news)

Australien: Anschuldigungen gegen Kardinal Pell sind „Stoff der Fantasie“

Die australische Zeitung „The Age” berichtete heute über den Sachstand im Fall von Kardinal Pell.

Vaticanhistory – Martin Marker.

Der Verteidiger von Pell, Robert Richter QC, hat am Dienstag Richterin Belinda Wallington gedrängt mehrere historische Anklagepunkte wegen sexuellen Missbrauchs gegen seinen Mandanten fallen zu lassen, anstatt ihn zu verurteilen. Richter betonte, die Behauptungen der Kläger seinen „Stoff der Phantasie“ und die Zeugen nicht glaubwürdig. Der Staranwalt von Pell argumentierte zwei Stunden lang am Rednerpult des Magistrates Court in Melbourne, warum Pell nicht vor Gericht gestellt werden sollte und konzentrierte sich hauptsächlich auf Fehler in der Beweisführung zweier Ankläger.

Pell habe die Beleidigung konsequent bestritten und sei ein unschuldiger Mann, obwohl man versucht habe, “den Ruf seiner Person zu zerstören” betonte Robert Richter. Während seiner Eingabe kritisierte er, dass die Polizei keine wichtigen Zeugen befragt habe, die gegenüber Kardinal Pell einen positiven Beweis erbracht hätten.

Staatsanwalt Mark Gibson SC, sagte, die Beschwerdeführer hätten nie von ihren Vorwürfen gegen Kardinal Pell Abstand genommen. Er sagte, es bestünden Konflikte in den Zeugenaussagen verschiedener Zeugen, aber diese Meinungsverschiedenheiten seien eine Angelegenheit, über die eine Jury zu entscheiden habe, da nichts, worauf Herr Richter Bezug nahm, “einen Beweisfehler” bedeute.

Eigentlich war für den heutigen Tag die Entscheidung der Richterin Belinda Wallington erwartet worden, ob Kardinal Pell sich in einem Gerichtsverfahren verantworten müsse. Doch es kam anders.

Frau Wallington nimmt sich Zeit, um schriftliche und mündliche Berichte des Verteidigungsteams und der Staatsanwaltschaft zu prüfen. Pell muss noch zwei Wochen warten, bevor er erfährt, ob er vor eine Jury eines höheren Gerichts gestellt wird. Richterin Belinda Wallington wird ihre Entscheidung am 1. Mai bekannt geben.

Wenn Frau Wallington anordnet, dass keine ausreichenden Beweise vorliegen, hat der Leiter der Staatsanwaltschaft das Recht, ihre Entscheidung zu überprüfen und eine Angeklagte vor Gericht zu bringen. Die Praxis wird jedoch selten verwendet. (vh – mm)

Chilenische Bischöfe: Papstbrief ein „Zeichen der Hoffnung”

Das ungewöhnliche Mea Culpa des Papstes, das er der chilenischen Bischofskonferenz gesandt hat, erfüllt die Bischöfe „mit Hoffnung”. Er glaube, dass es beim angebotenen Dialog mit dem Papst ein „Vorher“ und ein „Nachher“ in der chilenischen Kirche geben werde, sagte der Generalsekretär der chilenischen Bischofskonferenz, Bischof Fernando Ramos, im Gespräch mit Vatican News.

Christine Seuss und Griselda Mutual – Vatikanstadt

„Das Thema des sexuellen Missbrauchs ist ein sehr ernstes, das nicht nur die Kirche in Chile betrifft“, betont Ramos. „Das ist ein Thema, das auf entschiedene Weise angegangen werden muss und bei dem man vor allem denjenigen zuhören muss, die davon betroffen sind, insbesondere den Opfern.“

Die chilenischen Bischöfe hätten durchaus ein Schreiben des Papstes im Nachgang zur Visitation von Erzbischof Charles Scicluna im Februar erwartet. Pünktlich zur 115. Vollversammlung, die die Bischöfe des Landes vom 9. bis 13. April abhielten, trudelte der Brief nun ein – mit einer Einladung zum Dialog über die Schlussfolgerungen des Missbrauchsermittlers. Das Schreiben trägt das Datum 8. April; das war der Sonntag der Barmherzigkeit.

„Wir haben auf dieser Vollversammlung – von denen wir jedes Jahr zwei haben – eine Bewertung des Besuches des Heiligen Vaters in Chile im Januar angestellt: Licht und Schatten, die Fragen und Herausforderungen, die dieser Besuch für das Leben der Kirche hinterlassen hat. Besonders nachgedacht haben wir über den Prozess der Evangelisierung und unsere Mission, das Wort und die Figur Jesu Christi unseren Mitbürgern zu vermitteln.“

“ Einen etwas weiteren Blick auf die Dinge bekommen ”

Wir erinnern uns: Der Papstbesuch in Chile war durch die entschiedene Absage, die der Papst Kritikern des von ihm ernannten Bischofs von Osorno erteilt hatte, überschattet worden. Bischof Juan Barros wird vorgeworfen, vom Missbrauch Jugendlicher durch seinen Freund und Mentor Pater Karadima in dessen Pfarrei gewusst, diesen aber gedeckt zu haben. Franziskus selbst sah sich auf dem Rückflug von Chile gezwungen, sich für seine Wortwahl zu entschuldigen – eine Entschuldigung, die in dem aktuellen Schreiben an die Bischöfe nochmals verstärkt wird. Er habe „schwerwiegende Fehler“ gemacht, so der Papst, und er wende sich an die Bischöfe des Landes, „um demütig eure Zusammenarbeit und Unterstützung bei der Unterscheidung der Maßnahmen zu erhalten, die kurz- mittel- und langfristig getroffen werden müssen, um die kirchliche Gemeinschaft in Chile wieder herzustellen, den Skandal so gut wie möglich zu verarbeiten und die Gerechtigkeit wiederherzustellen“.

„Als wir den Brief des Heiligen Vaters erhielten, haben wir gerade mit verschiedenen Personen beraten, um einen etwas weiteren Blick auf die Dinge zu bekommen,“ berichtet Bischof Ramos. „In seinem Brief lädt der Papst uns zu einem Treffen nach Rom ein, um gemeinsam die Situation der Kirche in Chile zu analysieren, Lösungen zu suchen und vor allem zu erfahren, was die Schlussfolgerungen von Erzbischof Charles Scicluna sind, der im Februar in Chile war. Er hat dabei verschiedene Menschen angehört, die darum gebeten hatten, ihre Sicht auf Bischof Barros von Osorno darzulegen. In Rom werden wir auch erfahren, zu welchen Entscheidungen der Heilige Vater selbst gelangt ist.“

Der Generalsekretär der Bischofskonferenz betont, dass das Schreiben des Papstes von der chilenischen Bischofskonferenz sehr positiv aufgenommen werde: „Diese Antwort ist eine Einladung zum Dialog, und das erfüllt uns mit großer Hoffnung. Ich glaube, dass wir ausgehend von diesem Dialog mit dem Heiligen Vater ein ,Vorher’ und ein ,Nachher’ in der chilenischen Kirche haben werden.“ (vatican news)

Hintergrund: Warum der Papst „schwere Fehler“ einräumt

 

Franziskus‘ Brief an die chilenischen Bischöfe zum Fall Barros ist einigermaßen präzedenzlos: Höchstens das Schreiben, das Benedikt XVI. 2009 zum Fall Williamson veröffentlichte, lässt sich damit vergleichen. Der deutsche Papst räumte damals im Umgang mit den Piusbrüdern freimütig eine „Panne“ ein, beklagte aber auch „sprungbereite Feindseligkeit“ bei einigen Kritikern. Was steckt nun hinter Franziskus‘ Mea Culpa?

Stefan von Kempis – Vatikanstadt.

Franziskus reagiert auf den Bericht eines von ihm nach Chile entsandten Sonderermittlers, der noch nicht veröffentlicht ist. Aus diesem Bericht des maltesischen Erzbischofs Charles Scicluna ergeben sich offenbar schwerwiegende Mängel und Fehler auch des Papstes beim Umgang mit dem sogenannten Fall Barros.

Dem chilenischen Diözesanbischof Juan Barros wird vorgeworfen, von sexuellem Missbrauch von Jugendlichen durch seinen Freund und Mentor, Pater Fernando Karadima, in dessen Pfarrei gewusst zu haben, diesen aber stillschweigend geduldet zu haben. Der „Fall Karadima“, der im Jahr 2004 öffentlich wurde, hat die Kirche in Chile schwer getroffen, noch immer ist sie mit der Aufarbeitung beschäftigt.

Obwohl er von den Vorwürfen wusste, ernannte Franziskus Anfang 2015 Barros, bisher Militärbischof, zum Diözesanbischof von Osorno im Süden Chiles. Das Aktenstudium hatte ihn offenbar zu der Überzeugung gebracht, Barros sei unschuldig und werde verleumdet. Auf Proteste gegen Barros und Forderungen nach einem Rücktritt des Bischofs reagierte der Papst mehrfach gereizt.

“ Fall Barros überschattete Chile-Reise des Papstes ”

Im Frühjahr 2018 besuchte Franziskus Chile; dabei erhielt er zunächst große Anerkennung dafür, dass er schon bei seiner ersten Ansprache in Santiago für sexuellen Missbrauch in der katholischen Kirche um Verzeihung bat. Nur wenig später jedoch fühlten sich Missbrauchsopfer vor den Kopf gestoßen, als er Vorwürfen gegen Barros eine Absage erteilte und diese als „Verleumdungen“ bezeichnete. Er werde erst über den Fall reden, wenn es „Beweise“ gegen Barros gebe, äußerte der Papst gegenüber Journalisten.

Als ihn daraufhin der Vorsitzende der vatikanischen Kinderschutzkommission Kardinal Sean O‘Malley offen kritisierte, bat Franziskus auf dem Rückflug von Lateinamerika nach Rom in etwas gewundenen Worten um Entschuldigung für seine Wortwahl. Der Fall Barros hatte einen tiefen Schatten auf die Papstreise geworfen; dass der umstrittene Bischof gut sichtbar an mehreren Papstterminen in Chile teilnahm, stieß auch bei vielen Gutwilligen in Kirche und Gesellschaft des Landes auf Empörung.

Kurz nach seiner Rückkehr in den Vatikan beschloss Franziskus, Erzbischof Scicluna, der früher an der Glaubenskongregation für die Untersuchung von schwerwiegenden Delikten wie Kindesmissbrauch durch Kleriker zuständig war, als Sonderermittler nach Chile zu schicken. Chiles Bischöfe begrüßten diese Untersuchung: Das zeige, „dass die Papstreise nach Chile für ihn auch eine Haltung des echten Zuhörens und der Nähe zur Realität“ bedeutet habe. Auch Barros selbst ließ in einer kurzen Erklärung wissen, er nehme „alles, was der Papst anordnet, mit Glauben und Freude auf“, und bete darum, „dass die Wahrheit aufleuchten möge“.

Sciclunas Untersuchung in Chile ist abgeschlossen, sein Bericht, der auf den Gesprächen mit über sechzig Missbrauchsopfern fußt, liegt dem Papst vor. (vatican news)

Kirchenhistoriker: Kardinäle können erklären, dass ein ketzerischer Papst sein Amt verliert

Kirchenhistoriker Roberto de Mattei hat am vergangenen Wochenende vor einer Versammlung von Katholiken vor den Toren von Chicago einen Vortrag gehalten. LifeSiteNews berichtete gestern über den Vortrag von Professor de Mattei. Hier einige Auszüge über seine Aussagen zu Papst Franziskus und „Papolatrie“.

“Wahre Hingabe an den Stuhl Petri ist nicht die Anbetung des Mannes, der diese Cathedra besetzt, sondern die Liebe und Verehrung für die Mission, die Jesus Christus Petrus und seinen Nachfolgern gab.”

Zentral für die einstündige Rede von Mattei war eine dringende Bitte an die Katholiken, die Pfarrer namentlich zu entlarven, die der beständigen Lehre der Kirche widersprechen.

“Wir müssen den Mut haben zu sagen:” Heiliger Vater, du bist der Erste, der für die Verwirrung verantwortlich ist, die heute in der Kirche herrscht. Heiliger Vater, Sie sind der Erste, der für die Häresien verantwortlich ist, die heute in der Kirche kursieren. “

Die Papolatrie betrachtet den Papst als einen “neuen Christus”. Er nimmt die Position ein, dass “sich um nichts Sorgen machen muss” und dass der Papst “die Doktrin seiner Vorgänger vervollkommnet und sie dem Wandel der Zeit anpasst”. Die Papolatristen “täuschen” sich selbst und “beruhigen” ihr Gewissen, indem sie denken, dass der Papst “immer recht hat, auch wenn er sich selbst oder seinen Vorgängern widerspricht”.

„Gehorsam gegenüber dem Papst hat seine Grenzen in den natürlichen und göttlichen Gesetzen und in der Überlieferung der Kirche, von der der Papst Hüter und nicht Schöpfer ist.”

„Katholiken können sich nicht “vom Schlachtfeld zurückziehen” und denken, das sie “ohne zu kämpfen” überleben können. Es ist nicht erlaubt, dass ein Christ seine militante Haltung verlässt. “Schweigen zu einer Verhaltensregel zu machen … wäre ein Fehler.” Es wäre ein schuldiges Schweigen.“

Wer muss dann sprechen und was müssen sie tun? Professor de Mattei sagte, die Verantwortung liege nicht nur bei gewöhnlichen Katholiken, sondern auch bei Kardinälen, die in ihrem Schweigen “ihre Pflicht nicht erfüllen”.

“Die Politik des Schweigens ist zu einem Gefängnis geworden, das viele Konservative gefangen hält. Heute ist der Moment, um zu sprechen. Es gab eine “modernistische Infiltration innerhalb der Kirche, die in Rom “verheerende Folgen” hat. Die Katholiken müssen dieser Infiltration Widerstand leisten, nicht mit Sarkasmus, Respektlosigkeit, bitterem Eifer oder Stolz.“

Zur Besatzungsmacht in Rom bemerkte de Mattei:

“Wir müssen vorsichtig sein, wenn wir von der” Bergoglianischen Kirche “oder von der” neuen Kirche “sprechen. Die Kirche ist heute von Kirchenmännern besetzt, die die Botschaft Christi verraten oder verformen, aber sie wurde nicht durch eine andere ersetzt. Es gibt nur eine katholische Kirche, in der sie verworren und fragmentarisch zusammenleben, die Theologien und Philosophien unterschiedlich ausbalancieren. Richtiger ist es, von einer “bergoglianischen Theologie”, von einer “bergoglianischen Philosophie” und, wenn man so will, von einer “bergoglianischen Religion” oder “Irreligion” zu sprechen. “

Es gibt nicht zwei Kirchen, sondern eine Kirche, fuhr er fort. Es ist zwar eine Kirche, in der schlechte Tendenzen eingeführt wurden, aber es ist eine Kirche, die immer noch sichtbar von ihrem Vikar Papst Franziskus regiert wird, dessen Wahl von keinem Kardinal bestritten wurde.

Er erinnerte seine Zuhörer daran, wie Ultramontanisten im Vatikanum I siegten, Professor de Mattei bemerkte, dass die wahren Protagonisten des II. Vatikanums liberale Katholiken seien und dass unter anderem liberale Katholiken versuchen, die “monarchische und hierarchische Verfassung der Kirche in eine demokratische und parlamentarische Struktur zu verändern. ”

Professor de Mattei wies darauf hin, dass genau dies, Franziskus versucht zu tun. Er will eine “polyzentrische oder mehrseitige Kirche” einleiten, in der das Papsttum “als eine Form des Dienstes im Dienst der anderen Kirchen verstanden wird, die auf den juristischen Primat oder die Regierung des Petrus verzichtet”. Aber, so Mattei weiter, eine solche Sicht des Papsttums widerspricht dem, was im Laufe der Jahrhunderte überliefert wurde. (vh -mm)

Stephanus-Preis für verfolgte Christen an Kardinal Zen verliehen

BONN – ür seinen Mut und seine Beharrlichkeit im jahrzehntelangen Einsatz für die Freiheitsrechte, insbesondere der Religionsfreiheit, ist in Bonn dem früheren Bischof von Hongkong, Kardinal Joseph Zen, der “Stephanus-Preis für verfolgte Christen” verliehen worden.

Der stellvertretende Generalsekretär der Weltweiten Evangelischen Allianz, Bischof Thomas Schirrmacher, sagte in seiner Laudatio:

“Ihr total friedliches und respektvolles, jedoch kühn und risikoreiches Handeln, in dem Sie sich für diejenigen erheben, die unterdrückt und verfolgt werden, macht Sie zu einem mehr als würdigen Empfänger des Stephanuspreises, der nach dem ersten christlichen Märtyrer benannt ist.”

Bischof Schirrmacher, der auch Präsident des Internationalen Rates der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) ist, erklärte, Kardinal Zen sei nicht nur eine klare Stimme gegen die Diskriminierung von Christen, sondern auch ein Verteidiger der Religionsfreiheit für alle Menschen, gleichgültig welcher Religionszugehörigkeit.

“Und drittens ist er ein Symbol für die Menschenrechte im Allgemeinen, weit über religiöse Probleme hinaus.”

Sehr bewegend sei die Hungerstreik-Aktion des Kardinals 2011 im Alter von 79 Jahren gewesen, betonte Stiftungsvorsitzende Michaela Koller.

Die Kommunistische Partei Chinas übte damals Druck auf Hongkongs Legislativrat aus und erreichte eine Gesetzesänderung, in deren Folge der Einfluss der katholischen Kirche auf rund 300 Schulen in ihrer Trägerschaft auf Unterrichtsinhalte zurück gedrängt wurde. Der Kardinal, der dem Orden der Salesianer Don Boscos angehört, habe erkannt, dass der Mensch, der Unterdrückung in der Erziehung oder in der Politik erleidet, sich nicht seiner Würde entsprechend entwickeln und entfalten kann.

In seiner Dankesrede vor rund 100 Zuhörern sagte Kardinal Zen:

“Ich habe nie um die Gnade des Martyriums gebetet. Das Rot, das ich trage, erinnert mich an das Blut zahlreicher Brüder und Schwestern in China, lebende Märtyrer, ohne unbedingt im wörtlichen Sinne ihr Blut zu vergießen.”

Sämtliche totalitären Regime hätten nur ein Ziel, die Kontrolle über alles und über jeden.

Inzwischen vermieden diese Herrscher, Menschen zu Märtyrern zu machen. “Sie wenden Drohungen und Bestechung an. Sie bedrohen Sie und Ihre Familie, sie bestechen Sie mit Geld und Ehren”, warnte er. Es genüge ihnen nicht, die Menschen körperlich zu versklaven, sondern sie hielten auch ihr Gewissen in Fesseln.

In den vergangenen Wochen sorgte der Kardinal weltweit mit seiner Warnung vor der Religionspolitik der Kommunistischen Partei Chinas und einem “faulen Kompromiss” zwischen dem Vatikan und China für Schlagzeilen. Ein neues Religionsgesetz, das seit Februar in Kraft ist, sieht deutlich mehr Kontrolle vor, als ohnehin bereits ausgeübt wird. (CNA Deutsch)