Interkommunion: Papst Franziskus will das Antwortschreiben an die DBK geheim halten

Edwin Pentin enthüllt auf National Catholic Register (NCR) die vom Papst gewünschte Vorgehensweise im Fall der deutschen Interkommunion.

Vaticanhistory – Martin Marker.

Die Kongregation für die Glaubenslehre hat offenbar mit Zustimmung des Heiligen Vaters einen Brief an die deutschen Bischöfe verfasst, in dem sie ihren Vorschlag, einigen protestantischen Eheleuten die heilige Kommunion zu spenden, ablehnt. Laut NCR wünscht Franziskus jedoch, dass der Brief nicht öffentlich gemacht wird.

Quellen aus dem Vatikan und aus Deutschland berichten, dass Erzbischof Luis Ladaria, der derzeitige Pro-Präfekt der Glaubenskongregation, den Brief geschrieben hatte und dass er dem Papst zustimmte. “Es ist eine Ablehnung des Pastoralplans”, sagte eine hochrangige Quelle in der deutschen Kirche unter der Bedingung der Anonymität und fügte hinzu, dass es “keine Unterschiede” zwischen Erzbischof Ladaria und seinem Vorgänger, Kardinal Gerhard Müller, in dieser Angelegenheit gebe.

Gestern berichtet Vaticanhistory unter Bezugnahme auf CNA- Deutsche Ausgabe, dass der Vatikan seine Antwort abgefasst habe, nachdem sieben deutsche Bischöfe unter der Leitung von Kardinal Rainer Woelki aus Köln der Glaubenskongregation letzten Monat geschrieben hatten, der Vorschlag widerspreche den katholischen Doktrin, untergrabe die Einheit der katholischen Kirche und übersteige die Zuständigkeit der Deutschen Bischofskonferenz.

NCR erfuhr, dass nur 13 der 67 deutschen Bischöfe gegen den Vorschlag der Interkommunion stimmten oder sich der Stimme enthielten. Aber der Vorschlag verursachte an anderer Stelle großes Unbehagen: Die Kardinäle Francis Arinze, Gerhard Müller, Walter Brandmüller und Paul Cordes verurteilten diesen Schritt.

Kardinal Müller bezeichnete den Vorschlag als einen “rhetorischen Trick”, der sich an Gläubige richtete, von denen die meisten nicht Theologen sind. Er betonte, dass die interkonfessionelle Ehe “keine Notsituation” sei und dass “weder der Papst noch wir Bischöfe die Sakramente neu definieren können, um geistige Not zu lindern und spirituelle Bedürfnisse zu befriedigen”, da sie “wirksame Zeichen der Gnade Gottes” sind. “

Kardinal Brandmüller sagte, die schwache Opposition der deutschen Bischöfe gegen den Vorschlag sei ein “Skandal, keine Frage”.

Die Gegenstimmen in der Deutschen Bischofskonferenz kamen primär aus Bayern, also aus der kirchlichen Heimat von Kardinal Marx. So gesehen erlebte Marx eine Revolte seiner eigenen Bischöfe.

Edwin Pentin stellt die berechtigte Frage:

“Warum wünscht der Papst, dass der Ablehnungsbrief geheim bleibt? Ein wahrscheinlicher Grund, nach Ansicht einiger Beobachter, ist, weil die Ablehnung der Vorgehensweise der Deutschen Bischofskonferenz der Richtung dieses Pontifikats nicht entspricht.”

Es bleibt abzuwarten, wie der Vatikan nach bekannt werden dieser Details nun weiter verfahren wird.   (vh – mm)

Kardinal Burke: Die Möglichkeit einer Exkommunikation meiner Person besteht!

Quelle: LifeSite News (Screenshot am 18. April)

Zur Erinnerung, Kardinal Raymond Burke war einer der Redner bei der am 07. April in Rom stattgefundenen Konferenz „Katholische Kirche: Wohin gehst du?”

Vaticanhistory – Martin Marker.

Die Konferenz befasste sich mit den Konsequenzen des notwendigen Ungehorsams gegenüber Papst Franziskus. Burke war bereits von Papst Franziskus herabgestuft worden, aber viele haben sich gefragt, was er tun würde, wenn die Strafe für seinen Widerstand gegen die Abkehr des Papstes von der Kirchenlehre zur Exkommunikation intensiviert würde.

LifeSite News berichtet über ein E-Mail-Interview mit Kardinal Burke, genau zu diesem Thema.

Burke wurde gefragt, ob er jemals solche Konsequenzen für sich selbst in Betracht gezogen habe, da er seinen Weg des Widerstands gegen die Kirchenleitung des Papstes für geschiedene und “wieder verheiratete” Katholiken gegangen sei. Der Kardinal antwortete:

“Außer der öffentlichen Ermahnung und dem Gebet für die göttliche Intervention bietet (Hostiensis) keine Abhilfe für den (päpstlichen) Missbrauch der Machtfülle”, sagte Kardinal Burke. “Wenn ein Mitglied der Gläubigen an das Gewissen glaubt, dass eine besondere Ausübung der Machtfülle sündig ist und sein Gewissen nicht zum Frieden in der Sache bringen kann,” muss der Papst als Pflicht ungehorsam sein und die Folgen des Ungehorsams in christlicher Geduld leiden. “

Ich habe mir solche Konsequenzen vorgestellt”, nämlich dem Widerstand gegen den Papst, einschließlich der Exkommunikation. “Ja, die Folgen könnten sehr ernst sein”, sagte er. “Man muss sich nur daran erinnern, wie der heilige Athanasius zum Beispiel verbannt wurde, weil er die Wahrheit der beiden Naturen in der einen göttlichen Person unseres Herrn verteidigt hat. Mit christlicher Geduld leiden bedeutet, dass man in seiner heiligen katholischen Kirche Christus treu bleibt, auch wenn man unter bestimmten Führern in der Kirche leidet”, erklärte Kardinal Burke. “Das lehren uns die großen Heiligen, wie der heilige Athanasius und der heilige Johannes Chrysostomus.”

Beim „Rom Life Forum“ am 17. und 18. Mai in Rom treffen sich Lebens-, Familien- und Glaubensführer um eine Strategie zur aktuellen Krise im Vatikan zu entwickeln. An der Veranstaltung werden zwei Stimmen der „Treue zur katholischen Kirche“, Kardinal Raymond Burke und Bischof Athanasius Schneider sprechen. Beide waren Teilnehmer der Konferenz am 07. April in Rom.

Vaticanhistory wird über die Veranstaltung am 17. und 18. Mai in Rom berichten. (vh – mm)

 

Vatikan: Dokument der Kurienreform „fast fertig

Das Schreiben, das die Kurienreform festzurrt, ist „fast fertig“. Das hat der Koordinator des sogenannten K9-Rates, der den Papst bei der Umsetzung des Vorhabens unterstützt, in einem Interview gesagt.

Oscar Rodríguez Maradiaga äußerte sich im spanischen Fernsehsender Trece, wie der Blog Il Sismografo berichtet. Er hoffe, das Dokument erscheine noch dieses Jahr.

Unter den noch nicht gelösten Anliegen ist Maradiaga zufolge die Rolle der Nuntien bei der Suche nach geeigneten Kandidaten für das Bischofsamt. Der Kardinal sagte, ein Teil der Zuständigkeit der Nuntien könnte auf die lokalen Bischofskonferenzen übergehen.

Der K9-Rat hat bisher 23 Mal im Vatikan getagt. In der Zwischenzeit stehen die neun Kardinäle per Tablet im Austausch, sagte Maradiaga. Die nächste Sitzung findet von 23. bis 25. April statt. Papst Franziskus nimmt jeweils daran teil.

Die neue Apostolische Konstitution wird „Pastor Bonus“ ablösen, ein Dokument von 1988, das verschiedene Neuregelungen von Papst Johannes Paul II. bündelte. (Vatican News – gs)

Besitz von Kinder-Pornografie: Vatikan verhaftet Priester

VATIKANSTADT – Die Polizei des Vatikans hat am heutigen Samstag einen ehemaligen vatikanischen Diplomaten festgenommen. Gegen den Mann wurde wegen Besitz von Kinderpornografie und deren Verbreitung oder Verkauf ermittelt.

Der Festgenommene war im September 2017 von der Apostolischen Nuntiatur in Washington (USA) zurückberufen worden, nachdem der Vatikan am 21. August vom US-Außenministerium darüber informiert worden war, dass es einen “möglichen Verstoß gegen Kinderpornografie-Gesetze” durch ein Mitglied des diplomatischen Corps des Heiligen Stuhls gegeben habe.

Am 7. April wurde bekannt gegeben, dass die zuständige Staatsanwaltschaft – Promotore di Giustizia – einen Haftbefehl erließ. Der Priester wird in einer Zelle in der Kaserne der Vatikanischen Gendarmerie festgehalten.

Das Strafmaß für die Verbreitung, Übertragung oder den Verkauf von Kinderpornografie ist eine Haftzeit von ein bis fünf Jahren sowie eine Geldstrafe zwischen 2.500 bis 50.000 Euro.

Die heutige Mitteilung lässt zudem darauf schließen, dass es sich bei dem sichergestellten Material offenbar um eine “beträchtliche Menge” handelte, was wiederum das Strafmaß erhöht.

Der Besitz von Kinderpornografie ist aus katholischer Sicht zusätzlich ein kirchenrechtliches Verbrechen. Papst Benedikt XVI fügte es im Jahr 2010 zur Liste der “besonders schweren Vergehen”, für welche die Glaubenskongregation direkt eingeschaltet wird – und die zu einer Laisierung führen können. (CNA Deutsch)

Erzbischof Iannone wird neuer Präsident des Päpstlichen Rats für die Gesetzestexte

Papst Franziskus hat den Rücktritt des langjährigen Präsidenten des Päpstlichen Rats für die Gesetzestexte, Kardinal Francesco Coccopalmerio, angenommen. Dieser tritt aus Altergründen zurück, wie der Vatikan an diesem Samstag mitteilte. Nachfolger wird der bisherige beigeordnete Sekretär, Filippo Iannone, der 60 Jahre alt ist.

Mario Galgano – Vatikanstadt.

Kardinal Coccopalmerio ist im März 80 Jahre alt geworden und damit hat er das Alterslimit für die Leitung eines vatikanischen Dikasteriums erreicht. Der Kardinal war in den 90er Jahren Weihbischof in Mailand, als Kardinal Carlo Maria Martini Erzbischof jenes Erzbistums war. 1962 wurde Coccopalmerio von Kardinal Giovanni Battista Montini, dem späteren Papst Paul VI., zum Priester geweiht. An der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom hat sich Coccopalmerio in Kirchenrecht und Moraltheologie spezialisiert. Am 15. Februar 2007 wurde der Kirchenrechtler Coccopalmerio von Papst Benedikt XVI. zum Präsidenten des Päpstlichen Rates für die Gesetzestexte berufen.

Ianonne hingegen stammt aus Neapel und ist Mitglied der Ordensgemeinschaft der Karmeliten. Er war unter anderem auch Weihbischof der süditalienischen Metropole. Papst Benedikt XVI. ernannte ihn am 31. Januar 2012 zum „Vicegerente“ für das Bistum Rom und verlieh ihm den persönlichen Titel eines Erzbischofs.

Der Päpstliche Rat für die Gesetzestexte ist zuständig für die Auslegung insbesondere des Gesetzesbuches des Kirchenrechts, also des Codex Iuris Canonici. (vatican news)

Vatikanische Museen für Frühaufsteher

Die Vatikanischen Museen bieten ab sofort Privatführungen um sechs Uhr morgens an.

Ein kunsthistorisch geschulter Guide begleitet die Besucher dabei mit einem großen Schlüsselbund durch die Sammlungen der Päpste und öffnet Saal um Saal einzeln, verspricht eine Mitteilung der Museen – mit Video – von diesem Freitag. Die Führung geht unter anderem durch das Museo Pio Clementino, die Galerien der Kandelaber, der Wandteppiche und der Landkarten, durch die Raffael-Stanzen und endet in der Sixtinischen Kapelle, wo nach dem Einschalten der Beleuchtung ein kurzer Moment der Sammlung vorgesehen ist.

Inkludiert ist auch ein Frühstück in der Bar im Pinienhof. Buchbar ist die Führung unter dem Titel Good Morning Vatican Museums auf der Webseite www.museivaticani.va. (Vatican News – gs)

Erzbischof Fisichella: „Leider existiert die Hölle

 

„Wir können nicht anders, als die Spiritualität der Barmherzigkeit weiterzuführen, die von der gesamten Kirche und Abermillionen von Gläubigen während des Jubiläums der Barmherzigkeit gelebt wurde“: Das sagt uns der Präsident des Päpstlichen Rates für Neuevangelisierung, Erzbischof Rino Fisichella, mit Blick auf das große Treffen der Missionare der Barmherzigkeit ab Sonntag in Rom.

Christine Seuss und Antonella Palermo – Vatikanstadt

Das von Erzbischof Fisichellas Rat organisierte Seminar wird über 550 Beichtväter aus allen Ecken der Erde für einige Tage in der Ewigen Stadt zusammenführen, auch Begegnungen mit dem Papst sind vorgesehen. Bei dieser Gelegenheit wird ihnen auch das Jahrbuch übergeben, in dem die Kontaktdaten aller 897 Missionare der Barmherzigkeit aufgeführt sind.

„Erinnern wir uns daran”, erklärt Fisichella im Gespräch mit Vatican News, „dass der Papst überraschend in seinem Brief zum Ende des Heiligen Jahres der Barmherzigkeit verfügt hatte, dass die Missionare der Barmherzigkeit ihren Dienst nicht beenden, sondern ihn für weitere Zeit ausführen sollten. Das ist der Grund, weshalb wir diese Tage vorgesehen haben, die im Zeichen der Reflexion, des Gebetes und der Begegnung mit Papst Franziskus stehen.“

Die Tage sollten dazu dienen, ein Resümee über die bisher geleistete Tätigkeit zu ziehen und gewissermaßen ein „Profil“ des Missionars der Barmherzigkeit zu erstellen, um daraus Lehren für den weiteren Weg der Missionare zu ziehen, betont Fisichella, der gleichzeitig auf die Bedeutung der stillen Präsenz der besonders bevollmächtigten Beichtväter hinweist. „Es ist sehr interessant, denn dies ist ein Dienst, der in vollständiger Diskretion versehen wird, doch sie sind eine enorm wichtige Präsenz für das Leben der Kirche, denn die Missionare der Barmherzigkeit sind das Zeichen dafür, dass keiner Schwierigkeiten oder Hindernisse dabei antreffen kann, die Barmherzigkeit Gottes zu spüren und zu erfahren. Die Missionare sind da, um genau das zu bezeugen.”

“ Die Kirche wird niemals sagen können, dass eine Person in der Hölle ist ”

Die vollumfängliche Barmherzigkeit Gottes also, die jeden erreicht. Doch wie passt das zusammen mit dem Konzept der Hölle, die – wir erinnern uns – nach den Worten eines italienischen Journalisten selbst Papst Franziskus in Zweifel gezogen haben soll? Der Vatikan hat die Äußerung, die der über 90-jährige Journalist in einer Tageszeitung aus dem Gedächtnis zitierte, allerdings postwendend dementiert. Fisichella meint dazu:

„Leider existiert die Hölle – und ich unterstreiche „leider“. Aber nicht, weil Gott in seiner Barmherzigkeit die Hölle will, sondern vielmehr wegen der Dickköpfigkeit des Menschen. Der Mensch ist es, der sich einbildet, er könne seine Freiheit bis ins Letzte ausreizen – und dadurch erniedrigt er sich schliesslich.“

Der Präsident des von Papst Benedikt XVI. gewollten Neuevangelisierungsrates erinnert daran, dass man vom „Mysterium des Jenseits“ spricht. „Ich gehöre der Schule an, die glaubt, dass die Hölle existiert, aber ich hoffe – hoffe – dass sie leer ist. Ich will hinzufügen, dass die Kirche mit Sicherheit sagen kann, dass eine Person heilig, also in der Anschauung Gottes ist, aber die Kirche wird niemals sagen können, dass eine Person in der Hölle ist. Das steht der Kirche nicht zu, denn es ist das letzte Gericht für einen Menschen, der vor Gott steht. Deshalb ist dies der unverletzliche und unantastbare Bereich, über den niemand richten kann. (vatican news)

Papst Paul VI. könnte der heilige Patron des ungeborenen Lebens werden

VATIKANSTADT – Der Postulator im Heiligsprechungsprozess des seligen Papstes Paul VI. hat erklärt, dass der Papst, der auch Verfasser der Enzyklika Humanae Vitae ist, der Schutzheilige des ungeborenen Lebens werden könnte.

In einer Mitteilung an die englischsprachige Ausgabe von CNA sagte Pater Antonio Marrazzo, dass “Paul VI. als Schutzheiliger für das Leben angerufen werden könnte” aufgrund der Wunder, die auf Fürsprache des verstorbenen Papstes geschehen sind und deren Protagonisten Kinder im Mutterleib waren.

In keinem der berichteten Wunder war die Mutter in Gefahr und es handelte sich auch nicht um die erste Schwangerschaft. Es bestand jedoch das Risiko einer “therapeutischen” Abtreibung oder eines Abgangs, mit möglicher Behinderung des Babys.

Bei beiden Wundern wurden die Kinder gesund geboren und sind es immer noch.

Die Umstände erinnern an das, was der Selige in seiner Enzyklika Humanae Vitae unter Nummer 14 geschrieben hatte: “Gemäß diesen fundamentalen Grundsätzen menschlicher und christlicher Eheauffassung müssen Wir noch einmal öffentlich erklären: Der direkte Abbruch einer begonnenen Zeugung, vor allem die direkte Abtreibung – auch wenn zu Heilzwecken vorgenommen -, sind kein rechtmäßiger Weg, die Zahl der Kinder zu beschränken, und daher absolut zu verwerfen.”

In Humanae Vitae, das Papst Franziskus als ein Werk großer “prophetischer Genialität” betrachtet, warnt Paul VI. auch vor den Folgen der Verhütungsmethoden, darunter die Belastung ehelicher Untreue, moralischer Degradierung, die Objektivierung von Frauen und der Verlust aller Achtung gegenüber – und die Verwendung, ja, der Einsatz dieser Mittel als staatliche und politische Werkzeuge.

Das Wunder für die Heiligsprechung

Als Vanna Pironato 2014 mit ihrem zweiten Kind schwanger wurde, schlugen ihr die Ärzte vor, abzutreiben – eine Entscheidung, die sie und ihr Ehemann Alberto Tagliaferro ablehnten.

Der Postulator berichtet in Bezug auf dieses Wunder, das die Heiligsprechung von Paul VI. ermöglichen wird: “Am 23. September 2014 wurde Frau Vanna Pironato in der 13. Woche ihrer zweiten Schwangerschaft wegen einer drohenden Fehlgeburt ins Krankenhaus eingeliefert. Die Fruchtblase war vorzeitig gerissen und Fruchtwasser lief aus.”

Die Ärzte informierten Frau Pironato, dass sie das Kind verlieren könnte. Am 29. September wurde sie entlassen. Die Schwangerschaft verlief normal, obwohl sie stets Blut und Fruchtwasser verlor.

Die Ärzte rieten ihr zu einer Abtreibung, aber sie und ihre Ehemann lehnten dies ab. Ein Freund erzählte Frau Pironato, dass Paul VI. bald seliggesprochen würde und dass auf seine Fürsprache ein Wunder an einem ungeborenen Kind geschehen war.

Sie, ihr Ehemann und ihr erstes Kind reisten am 29. Oktober zum Heiligtum Santa Maria delle Grazie in Brescia, einem Ort, den Paul VI. oft besucht hatte, und von diesem Tag an erflehten sie die Fürbitte des Papstes.

Trotz aller Probleme wurde Amanda Paola Tagliaferro am 25. Dezember 2014 in der 26. Schwangerschaftswochen als Frühchen geboren. Das Baby wurde auf die Intensivstation verlegt und ihr Zustand war bereits am 27. Dezember stabil. Dennoch blieb sie bis zum 11. April 2015 im Krankenhaus.

Der Postulator erklärt, dass der Fall “des Babies Amanda Tagliaferro ständig überwacht wurde; sie ist immer noch gesund”.

Es war ein “in die Länge gezogenes” Wunder; mehr als drei Monate lang hatte das Baby kein Fruchtwasser und trotz allem gab es keine negativen Folgen für das Mädchen.

Das Wunder für die Seligsprechung

Das Wunder, das am 19. Oktober 2014 die Seligsprechung von Paul VI. möglich gemacht hatte, war im Jahr 2001 in den Vereinigten Staaten geschehen.

Protagonist war ein Kind, das sich in der 24. Schwangerschaftswoche in einem medizinisch kritischen Zustand befand. Untersuchungen hatten den Riss der Fruchtblase ergeben, mit Aszites – der Ansammlung von Flüssigkeit im Bauchraum -, und Oligohydramnion – dem Fehlen von Fruchtwasser in der Fruchtblase. Alle Behandlungen zur Lösung der Situation erwiesen sich als unwirksam.

Die Diagnose war zerschmetternd. Es war sehr wahrscheinlich, dass das Kind im Mutterleib sterben oder mit schwerem Nierenversagen zur Welt kommen würde. Der Gynäkologe schlug der schwangeren Mutter eine Abtreibung vor, die Frau jedoch akzeptierte diesen Vorschlag nicht.

Auf den Rat einer Ordensfrau, die Paul VI. gekannt hatte, legte die Großmutter des Kindes ein Bild des Papstes mit einer Reliquie auf den Bauch der Mutter und rief seine Fürsprache an. Danach betete die ganze Familie und später die Pfarrei zu Papst Montini.

In der 34. Schwangerschaftswoche ergaben neue Tests, dass sich der Zustand des Kindes verbessert hatte und zum Zeitpunkt der Geburt – durch Kaiserschnitt in der 39. Woche – war das Baby bei guter Gesundheit und fähig, zu atmen und zu weinen.

Damals sagte der Postulator:

“Es war ein Wunder, das mit der Lehre Papst Pauls VI. und dem Schutz des Lebens in Einklang steht. Es ist sehr interessant, weil uns das sagt, dass Gott uns vom Mutterleib an schützt, von dem Moment an, in dem das Leben beginnt. Für Gott ist das menschliche Leben ein Wert, der nicht manipuliert und nicht weggeworfen werden darf, es ist wertvoll”.

(CNA Deutsch)

Hat Papst Franziskus die Existenz der Hölle bestritten?

VATIKANSTADT – Der Heilige Stuhl hat mitgeteilt, dass ein vermeintliches Interview zwischen Papst Franziskus und einem italienischen Journalisten, in dessen Rahmen der Papst die Existenz der Hölle geleugnet habe, nicht als genaue Darstellung dessen zu verstehen sei, was Franziskus sagte. Vielmehr sei dies die “Rekonstruktion” des Gesprächs, und der Papst werde “nicht wörtlich wiedergegeben”. Das Presseamt wörtlich:

“Kein Zitat des Artikels kann als getreue Wiedergabe der Worte des Heiligen Vaters wieder gegeben werden.”

Das jüngste Treffen zwischen dem Papst und Eugenio Scalfari (93) sei ein privates Treffen anlässlich des nahenden Osterfestes gewesen, kein Interview, teilte der Vatikan weiter mit.

Scalfari, nach eigenen Angaben ein Atheist, ist ehemaliger Chef der linken Zeitung “La Repubblica”.

Er hat bereits mehrfach Interviews mit Franziskus geführt. In dem nun veröffentlichten, zweiseitigen Artikel, in dem lange Passagen wörtliche Zitate sind, behauptet Scalfari, der Papst habe ihm gesagt, dass “die Hölle nicht existiert, das Verschwinden der Seelen” aber schon.

Das “Interview” ist der fünfte Artikel dieser Art. Bereits in vorherigen kam es zu Skandalen und Kontroversen, und Scalfari musste im November 2013 einräumen, dass er Worte veröffentlicht habe, die der Papst damals so nicht gesagt hatte.

Im gleichen Jahr wurde bekannt, dass Scalfari bei seinen Treffen mit dem Papst weder – wie im Journalismus nicht nur üblich, sondern notwendig – eine Aufnahme seines Gesprächs mache, noch Notizen anfertige.

Die Behauptung, Papst Franziskus leugne die Existenz der Hölle, machte Scalfari bereits im Jahr 2015 einmal.

Gegenüber CNA sagte der damalige Sprecher des Vatikans, Pater Federico Lombardi, dass “wenn die Worte nicht vom Presse-Amt des Heiligen Stuhls veröffentlicht wurden, und nicht offiziell bestätigt, ist der Autor voll dafür verantwortlich, was er geschrieben hat”.

Papst Franziskus hat indessen wiederholt öffentlich über die Existenz der Hölle gesprochen. Die Katholische Kirche lehrt ohnehin, wie es im Katechismus zu lesen steht, dass es die Hölle gibt.

“Die Lehre der Kirche sagt, daß es eine Hölle gibt und daß sie ewig dauert. Die Seelen derer, die im Stand der Todsünde sterben, kommen sogleich nach dem Tod in die Unterwelt, wo sie die Qualen der Hölle erleiden, „das ewige Feuer”. Die schlimmste Pein der Hölle besteht in der ewigen Trennung von Gott, in dem allein der Mensch das Leben und das Glück finden kann, für die er erschaffen worden ist und nach denen er sich sehnt.”

(CNA Deutsch)

Burke: Erklärung zu einer Vereinbarung zwischen China und dem Vatikan

Quelle: Bulletin (Screenshot vom 29. März)

In den letzten Tagen wurde in verschiedenen Berichten auf ein mögliches bevorstehendes Abkommen zwischen der kommunistischen Volksrepublik China und dem Heiligen Stuhl hingewiesen.

Im Bulletin des Presseamts des Heiligen Stuhls wurde heute zu einem möglichen Abkommen zwischen dem Heiligen Stuhl und der Volksrepublik China durch den Pressesprecher Greg Burke folgende Verlautbarung bekannt gegeben:

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„Ich kann feststellen, dass es keine “bevorstehende” Unterzeichnung eines Abkommens zwischen dem Heiligen Stuhl und der Volksrepublik China gibt.
Ich möchte auch betonen, dass der Heilige Vater Franziskus in ständigem Kontakt mit seinen Mitarbeitern in den chinesischen Fragen bleibt und die Schritte des laufenden Dialogs begleitet“.

(vh – mm)