Afrikaner helfen Afrikanern

Ein Rekord an Geldüberweisungen von Verwandten aus dem Ausland gelangt nach Afrika, auch wenn die Kosten für Finanztransfers auf den Kontinent die höchsten der Welt sind.

Die Geldtransfers der afrikanischen Diaspora auf den Kontinent haben im Jahr 2017 65 Milliarden Dollar erreicht. Das ist mehr als das Doppelte der 29 Milliarden Dollar öffentlicher Entwicklungshilfe, die die OECD-Länder im selben Jahr für Afrika zur Verfügung gestellt haben. Diese Daten wurden am Dienstag von der Afrikanischen Union (AU) veröffentlicht. Bei diesen Summen, die von Verwandten im Ausland kommen, entstehen jedoch so hohe Kosten für den Finanztransfer wie in keinem anderen Fall der Welt.

Laut dem technischen Komitee der AU stellt die riesige Summe, die durch die über dreißig Millionen afrikanische Migranten zusammenkommt, nur einen Teil des realen Geldflusses dar, da viele Zahlen über informelle Kanäle des Geldtransfers wandern.

Das Afrikanische Institut für Überweisungen (Air) weist in seinem jüngsten Bericht über die Fortschritte bei der Überwachung der von Migranten überwiesenen Mittel darauf hin, dass die Überweisungen von Migranten eine entscheidende Ressource für die Entwicklung Afrikas waren, und das insbesondere im vergangenen Jahr, in dem die Wirtschaftsleistung aufgrund gestiegener Rohstoffpreise empfindliche Einbußen verkraften musste.

In Ländern, in denen traditionelle Wohlfahrt nicht ankommt, ist eine große Anzahl von Familien von diesen Ressourcen abhängig, um Gesundheitsdienste, Bildung und Unterkunft zu bezahlen. Aus diesem Grund können Afrikaner, die einen Verwandten haben, der in Europa oder den Vereinigten Staaten arbeitet, besser die Ausgaben des täglichen Lebens bestreiten als andere. In diesem Sinne – unterstreicht die Afrikanische Union – nehmen die Überweisungen einen strategischen Wert an, sowohl für den einzelnen Migranten als auch für die Gemeinschaft, der er angehört. Wenn es einerseits dem Arbeitnehmer ermöglicht wird, Ersparnisse für zukünftige Ziele anzusammeln, sind sie andererseits eine Quelle des Wohlstands für das entsprechende Herkunftsland.

“ Chancen müssen besser genutzt werden ”

Im Wesentlichen tragen die Überweisungen von 30 Millionen afrikanischer Migranten dazu bei, dass die anderen 120 Millionen Afrikaner, die in ihren von Armut beherrschten Herkunftsländern geblieben sind, besser leben können.

Nichtsdestotrotz unterstreicht der Bericht die dringende Notwendigkeit, diese Überweisungen zu einer echten Entwicklungschance für die begünstigten Länder zu machen. Nur einige Regierungen des Kontinents, so die Diagnose, versuchten zielgerichtete Politiken einzuführen, um diese Ressourcen besser zu nutzen.

Der Bericht betont ebenso, dass zukünftige Ergebnisse von zwei Hauptfaktoren abhängen seien. Erstens müssten sich die Staaten besser organisieren, um diesen Geldfluss zu lenken, da ein großer Teil des Geldes informelle Transferkanäle durchläuft. Der zweite kritische Faktor seien die hohen Kosten von Finanztransfers nach Afrika, die trotz des jüngsten Rückgangs in keinem anderen Gebiet der Welt vergleichbar hoch sind. Tatsächlich sind die Kosten einer Geldtransaktion im Vergleich zu 12 Prozent im Jahr 2012 im vergangenen Jahr auf 8,7 gesunken, bleiben aber weit hinter dem Ziel von 3 Prozent zurück. (vatican news – nv)

Papst: Hochschulen sind Orte des Dialogs

Papst Franziskus hat die Verantwortlichen der US-Hochschule „Villanova University“ am Samstag im Vatikan empfangen. Es handelt sich um die älteste katholische Hochschule Pennsylvanias. Franziskus lud die Verantwortlichen ein, den Studenten die Werte der Familie und der Einheit zu vermitteln.

Mario Galgano – Vatikanstadt.

„Die Universität ist an sich ein Ort, der dazu berufen ist, ein Labor des Dialogs zu sein, wo man sich trifft, um die Wahrheit, die Gerechtigkeit und die Würde des Menschen zu suchen und zwar auf allen menschlichen Ebenen“, so der Papst am Samstagvormittag in der „Sala Clementina“ im Apostolischen Palast im Vatikan. Etwa 70 Mitarbeiter der US-Universität waren anwesend, die sich diese Woche in Rom versammelt haben.

Der Papst ging in seiner Rede auf die wichtigsten Anliegen einer katholischen Universität in der heutigen Zeit ein: Es gehe darum, eine „universale Vision der Einheit der Menschheitsfamilie“ zu vermitteln, so der Papst und erinnerte daran, dass die Villanova-Universität 1842 in einem Vorort von Philadelphia gegründet wurde. „Es ist wichtig, sich für die Solidarität einzusetzen, um die schlimmen Ungleichheiten und Ungerechtigkeiten in der Welt anzugehen“, fügte Franziskus an.

Die Villanova-Universität stützt sich auf die Augustiner-Schule, die – wie der Papst betonte – „der Suche nach Weisheit“ anstrebe. So wie der junge heilige Augustinus müssten auch die heutigen Studenten immer auf der Suche „nach dem wahren Wert des Lebens“ nachgehen.

„Es ist meine Hoffnung, dass in jedem Aspekt des Lebens und der Mission, die Villanova-Universität immer ihren Einsatz für die intellektuellen, spirituellen und moralischen Werte hochhält, damit sie jungen Menschen dazu verleiten kann, eine bessere Zukunft und Gesellschaft mit aufzubauen“, lautete der Wunsch des Papstes. (vatican news)

Zuckerberg entschuldigt sich für Sperrung katholischer Inhalte auf Facebook

WASHINGTON – Der Vorstandsvorsitzende und Gründer von Facebook, Mark Zuckerberg, hat sich vor dem Senat der Vereinigten Staaten für den “Fehler” entschuldigt, katholische Inhalte auf dem bekannten sozialen Netzwerk gesperrt zu haben. Zuckerberg, der gestern im Repräsentantenhaus angehört wurde, hatte bereits am 10. April den Senat besucht wegen des Skandals um die Verletzung der Privatsphäre von Millionen Facebook-Nutzern, was dazu verwendet worden sein soll, die amerikanischen Präsidentschaftswahlen 2016 zu beeinflussen.

In seinem mehr als fünfstündigen Auftritt entschuldigte sich Mark Zuckerberg und sagte auf eine diesbezügliche Frage der Kongressabgeordneten für Washington, Cathy McMorris Rodgers, dass Facebook “einen Fehler gemacht habe”, als es den Post einer franziskanischen Universität blockierte, der das Kreuz von San Damiano zeigte.

Nach dem Blockieren der Meldung der franziskanischen Universität von Steubenville entschuldigte sich Facebook und teilte mit, man hätte die Anzeige fälschlicherweise zensiert. Zuckerberg erklärte diesbezüglich, dass es viele Anzeigen gebe, die sein Team ständig überprüfe, somit “würde ich nicht von einigen Beispielen auf die Tatsache schließen, dass das ganze System tendenziös sei.”

Der Chef von Facebook bedauerte auch, dass “wir unsere Verantwortung nicht umfassend genug beachtet” haben, um den Einsatz schädlicher Tools zu vermeiden, besonders in Bezug auf “falsche Nachrichten, ausländische Einflussnahme bei Wahlen und Hassreden, sowie bei Projektentwicklern und der Privatsphäre von Daten.”

Senator Ted Cruz stellte Zuckerberg die Frage über eine mögliche Voreingenommenheit gegenüber bestimmten religiösen und politischen Inhalten und präzisierte, dass Facebook konservative Inhalte und “mehr als zwei Dutzend katholische Seiten blockiert hat” – nachdem festgelegt wurde, dass deren Inhalte, Cruz zitierte – “unsicher für die Gemeinschaft”.

Im Juli 2017 wurden 25 katholisch inspirierte Seiten von Facebook blockiert. Darunter mindestens 21 brasilianische und 4 englische Seiten, die von Personen aus den USA und Afrika verwaltet wurden und Millionen von Nutzern erreichten.

Cruz fragte Zuckerberg, ob irgendein Inhalt von Planned Parenthood – dem transnational größten Abtreibungskonzern der Welt – jemals entfernt worden sei. Der Gründer von Facebook gab an, dass er nicht wisse, ob so etwas passiert sei.

“Facebook befindet sich im Technologieindustriegebiet von Silicon Valley, einem extrem linken Standort”, sagte Zuckerberg und hob hervor, dass er “sicherstellen wolle, dass wir keinerlei tendenziöse Linie haben.”

Als Senator Ben Sasse ihn bat, den Begriff “Hassrede” – Hate Speech – zu definieren, sagte Zuckerberg, dies sei “eine sehr schwierige Frage” und bekräftigte, dass Facebook sein Bemühen fortsetzen werden, die Verbreitung von Hass und Gewalt zu verhindern.

“Heute gibt es einige leidenschaftliche Sichtweisen zum Thema Abtreibung. Können Sie sich eine Welt vorstellen, in der Sie entscheiden können, dass es den Lebensschützern verboten wird, auf ihrer Plattform über ihre Position zu Abtreibung zu sprechen?” fragte Sasse Zuckerberg.

Auf die Frage antwortete der Geschäftsführer von Facebook: “Sicherlich will ich nicht, dass das passiert.” Er fügte hinzu, dass eine Verlagerung hin zum Einsatz künstlicher Intelligenz bei der “proaktiven Überprüfung von Inhalten” viele Fragen zu den Verpflichtungen, die Unternehmen erfüllen müssen, aufwerfen könnte.

Zuckerberg entschuldigte sich mehrmals für den Skandal um den Schutz der Privatsphäre von etwa 87 Millionen Nutzern, deren Daten “unangemessen weitergegeben” und von Cambridge Analytica verwendet wurden, um die Wahlen 2016 zu beeinflussen.

Zum Thema Privatsphäre fragte Senator Dick Durbin Zuckerberg, ob er sich dabei wohl fühlen würde, den Namen des Hotels, in dem er vergangene Nacht geschlafen hatte, oder die Namen der Personen, denen er diese Woche Nachrichten geschickt hat, zu teilen.

Als der Chef von Facebook mit “Nein” antwortete, sagte Durbin: “Ich denke, darum geht es hier. Um das Recht auf Privatsphäre, die Grenzen des Rechts auf Privatsphäre und wie viel man im modernen Amerika im Namen von – ich zitiere, ´die Menschen in der Welt verbinden´ – von sich preisgeben will.”

Übersetzt und redigiert von Walter Sanchez Silva und Susanne Finner. (CNA Deutsch)

Kardinal Filoni: Kirchliche Universitäten als “Labore” missionarischen Aufbruchs

 

VATIKANSTADT – Katholische Hochschulen spielen eine wichtige Rolle für die Verkündung des Glaubens in einer von der Globalisierung betroffenen Welt: Daran hat der Kardinal Fernando Filoni erinnert. Der Präfekt der Kongregation für die Evangelisierung der Völker und Großkanzler der Päpstlichen Universität Urbaniana sprach anlässlich des Patroziniums der Universität am 10. April in Rom.

Wie die “Agenzia Fides” berichtet, sprach Kardinal Filoni in seinem Vortrag zum Thema “Evangelisierung und Hochschulbildung. Aktualität der Gründungsintuition der Kongregation für die Evangelisierung der Völker”, über den gegenwärtigen Zustand der Kirche und der Welt an.

“Trotz der angekündigten Programme und der auf den Weg gebrachten Initiativen wächst in der Kirche das Bewusstsein für die großen Risiken von Pessimismus, Resignation und sogar Verzicht auf die Weitergabe des Evangeliums an die Völker, deren Kulturen und Traditionen wiederum unter der Last eines expansiven und allgegenwärtigen Wandels zu leiden scheinen, der sowohl durch neue Technologien als auch durch neue und komplexe wirtschaftliche und finanzielle Prozesse hervorgerufen wird.”

In der Welt herrsche heute eine Globalisierung der “menschlichen Dinge”. Die Widersprüche, die die heutige Welt kennzeichnen, erforderten deshalb eine sorgfältige Unterscheidung und die Konzentration auf praktikable Lösungen.

“Es gehört zu dieser Aufgabe”, so der Kardinal weiter “dass wir versuchen zu verstehen wie und warum Evangelisierung und Hochschulstudium sich gegenseitig befruchten können”.

Kardinal Filoni erinnert in diesem Zusammenhang an das Schreiben Ratio fundamentalis istitutionis sacerdotalis vom 8. Dezember 2016 von Papst Franziskus:

“Papst Franziskus ist entschlossen, das etablierte System der Priesterausbildung in den missionarischen Wandel einer Kirche im Aufbruch einzubeziehen … Konkret werden die kirchlichen Universitäten dazu aufgefordert, sich als ‘Labore’ für den missionarischen Aufbruch der Kirche zu organisieren”.

Angesichts einer zerrissenen und verwirrten Welt sei es dringend notwendig, “angemessene Wege zu finden, um die missionarische Dynamik unter den Christusgläubigen neu zu beleben”.

Wie “Fides” weiter berichtet, betonte Kardinal Filoni, dass die Zahl der Jugendlichen weltweit nie so hoch gewesen sei wie heute. Ihnen komme eine besondere Rolle in der Verbreitung des Glaubens zu.

Kardinal Filoni erinnert in diesem Zusammenhang auch daran, dass “die Verbindung zwischen Evangelisierung und Hochschulausbildung ausschlaggebend für die Entstehung der Kongregation de Propaganda Fide war”, die heute als Kongregation für die Evangelisierung der Völker bezeichnet wird. (CNA Deutsch)

Papstschreiben zur Heiligkeit – ein Kollegengespräch

An diesem Montag hat der Vatikan ein Lehrschreiben des Papstes über die Heiligkeit veröffentlicht. Wir sprachen darüber mit unserem Redaktionsmitglied Stefan von Kempis, der letztes Jahr bei Herder ein Buch über „Drei Päpste und ihre Lieblingsheiligen“ herausgegeben hat.

Warum gerade jetzt so ein grundlegender Text des Papstes über die Heiligkeit?

„Es stimmt schon – die Sache ist etwas überraschend. Denn die bisherigen Grundlagentexte von Franziskus (sogenannte „Apostolische Exhortationen“) handelten von sehr wichtigen Themen: Evangelii Gaudium von 2013 war die Programmschrift seines Pontifikats, da ging es um Neuevangelisierung, und Amoris Laetitia von 2016 drehte sich um Ehe und Familie. Vor allem aber waren beiden „Exhortationen“ – das Wort bedeutet „Aufruf“, „Ermunterung“ – große Bischofssynoden im Vatikan vorausgegangen, Amoris Laetitia war sogar der Endpunkt eines synodalen Prozesses aus zwei Synoden.

Also, eine Exhortation über Heiligkeit, ohne dass ihr eine Synode vorausging, bedeutet eine Überraschung. Ich hätte mir von der Form her eher eine Enzyklika zu diesem Thema vorstellen können, aber vielleicht war der Text dafür nicht lang genug…“

Aber das sind ja vor allem formale Gesichtspunkte. Was steckt inhaltlich noch dahinter?

„Also, von diesen formalen Gesichtspunkten abgesehen ist klar, dass Franziskus einfach das Wort Heiligkeit (neben dem Wort Barmherzigkeit, das bisher in den ersten fünf Jahren dieses Pontifikats prägend war, siehe das Heilige Jahr der Barmherzigkeit 2015-16) jetzt zu einem weiteren großen Thema seines Dienstes machen will.

Dieser Papst ist ausdrücklich als Reformer angetreten, und da ist es schon auffallend, dass er beim Thema Reformen immer wieder darauf zu sprechen kommt, dass er eigentlich nicht so sehr Strukturen als vielmehr die Herzen ändern will. Darum zählt Franziskus seine Frühmessen in der Casa Santa Marta oder die Fastenexerzitien mit der Römischen Kurie ausdrücklich zu seinem Reformprozess dazu.

„Heiligkeit“ ist also, auch wenn sich das erst einmal seltsam anhört, aus der Sicht dieses Papstes eines der wichtigsten, wenn nicht überhaupt das wichtigste Ziel seiner Vatikan- und Kirchenreform.“

Aber bei Heiligen denkt man doch zuerst an die Menschen, die von Päpsten heilig- oder selig gesprochen worden sind.

„Ja natürlich – vor allem Johannes Paul II., der mittlerweile selbst als Heiliger verehrt werden kann, hat eine richtiggehende Politik der Heilig- und Seligsprechungen betrieben. Er hat in einem Vierteljahrhundert Pontifikat auf seinen etwa hundert Auslandsreisen häufig große Persönlichkeiten einer jeweiligen Ortskirche im Land selbst „kanonisiert“, also in die offizielle Liste der Heiligen aufgenommen. Er hat also ein ganzes Netz von Heiligen hinterlassen, das sich über den Globus spannt: ganze Heerscharen von Heiligen. Und Benedikt XVI. hat das, mit etwas anderer Akzentsetzung, fortgesetzt – wie es ja auch Franziskus tut.

Aber mit „Gaudete et Exsultate“ geht es Franziskus gar nicht so sehr um diese Heiligsprechungen, diese pompösen Feiern, wie wir sie vom Petersplatz her kennen. Stattdessen will er auf eine – wie er sie nennt – „Mittelklasse der Heiligkeit“ hinweisen. Also auf ein im Alltag gelebtes Heiligsein ganz normaler Menschen, auf die keiner in Rom aufmerksam wird und die doch eine Leuchtspur des Heiligen in ihrer Umgebung hinterlassen.

Zu diesen unbekannten und nicht-kanonisierten Heiligen zählt Franziskus übrigens auch seine Großmutter. Das ist ein originelles Konzept, eine Demokratisierung des Heiligenbegriffs sozusagen.“

Bergoglios Großmutter? Eine Heilige?

„Ja – der Papst sieht das tatsächlich so. „In meinem Brevier habe ich das Testament meiner Großmutter Rosa“, hat er mal erzählt. „Ich lese es oft: Es ist für mich wie ein Gebet. Sie ist eine Heilige, die so viel gelitten hat…“

Franziskus ist davon überzeugt, dass nahezu jeder Mensch Heilige in seiner Umgebung hat, und mit seinem Schreiben will er den Menschen den Blick dafür schärfen. Heiligkeit eben nicht als etwas Exklusives, nur einigen wenigen Vorbehaltenes, sondern als etwas, wozu wir alle Zugang haben.

„Ich sehe die Heiligkeit im geduldigen Volk Gottes“, sagte er 2013 im Interview mit Jesuitenzeitschriften – und nannte dann gleich ein paar alltagstaugliche Beispiele. „Eine Frau, die ihre Kinder großzieht, ein Mann, der arbeitet, um Brot nach Hause zu bringen, die Kranken, die alten Priester, die so viele Verletzungen haben, aber auch ein Lächeln, weil sie dem Herrn gedient haben, die Schwestern, die so viel arbeiten und eine verborgene Heiligkeit leben. Das ist für mich die allgemeine Heiligkeit.“

Übrigens: Die Freude gehört ganz sicher auch zentral dazu, zu dieser Vorstellung von Heiligkeit. Und zu diesem Pontifikat überhaupt. Alle großen Schreiben des Papstes, auch das neueste, tragen die Freude im Titel: Gaudium, Laetitia, Laudato si‘, Gaudete!“

Lesetipp: Stefan von Kempis (Hg.), Drei Päpste und ihre Lieblingsheiligen. Persönliche Gedanken von Johannes Paul II., Benedikt XVI. und Franziskus. Herder Verlag Freiburg, 2017. (vatican news)

“Ein Fehler”: Facebook entschuldigt sich bei katholischer Universität

Medienkonzern hatte Werbung mit dem Kreuz von San Damiano abgelehnt – Verdacht auf Mitarbeiter.

PITTSBURGH – Das soziale Netzwerk Facebook hat sich für den “Fehler” entschuldigt, eine Anzeige der franziskanischen Universität Steubenville verweigert zu haben, weil diese sehr “gewalttätig” und “reißerisch” sei. Zu sehen war darauf das Kreuz von San Damiano.

Tom Crowe, Direktor für Internet-Kommunikation der Universität, erklärte, Facebook habe zur Begründung des Ablehnens der Anzeige mitgeteilt: “Dein Bild, Video oder Vorschau darf keinen anstößigen, reißerischen oder übermäßig gewalttätigen Inhalt haben.”

Die Universität warb für das Masterstudium in Theologie, Katechese und Evangelisierung, und zeigte das Kreuz von San Damiano, ein religiöses Symbol des zwölften Jahrhunderts, das mit dem Patron der Universität, dem heiligen Franz von Assisi, in Verbindung steht.

Am 2. April entschuldigte sich ein Facebook-Sprecher für die Blockierung. Er sagte: “Manchmal unterläuft uns ein Fehler” und “dieses Bild verstößt nicht gegen unsere Richtlinien.”

“Wir entschuldigen uns für den Fehler und haben dem Inserenten bereits mitgeteilt, dass wir seine Mitteilung genehmigen”, fügte er hinzu.

Im Gespräch mit “Fox News” sagte Tom Crowe “Facebook hatte bereits andere Anzeigen mit dem gleichen Bild (dem Kreuz von San Damiano) genehmigt. Das lässt mich denken, dass es nicht der Algorithmus, sondern ein Mitarbeiter war, der viele Meldungen ansieht und persönlich etwas dagegen hatte.”

Crowe schrieb daraufhin einen Artikel mit dem Titel “Er wurde abgelehnt” auf der Website der Universität.

“Am Kreuz von San Damiano sehen wir den verherrlichten Jesus, der vom Thron des Kreuzes regiert. Das halten die Zensoren von Facebook für übertrieben gewalttätig, sensationslüstern und schockierend”, so Crowe.

Seiner Meinung nach zeigt die Kreuzigung nur die Liebe Gottes für alle Menschen: “Es war die Liebe, die ihn dort am Kreuz hielt. Die Liebe zu dir und zu mir, damit wir nicht auf ewig wegen unserer Sünden verdammt werden, sondern für immer mit ihm und seinem Vater im Himmel leben können”, schrieb er. (CNA Deutsch)

Erweiterte Erreichbarkeit von VATICAN HISTORY

Vaticanhistory ist ab sofort unter verschiedenen WebSite-Domäns zu erreichen:

      1. http://www.vaticanhistory.de
      2. http://www.vaticanhistory.eu
      3. http://www.vaticanhistory.org

Bei Anfragen stehen folgende E-Mail-Adressen zur Verfügung:

      1. mail@vaticanhistor.de
      2. mail@vaticanhistor.eu
      3. mail@vaticanhistor.org

Somit ist die Erreichbarkeit des Portals noch internationaler geworden.

Ihr VH-Team….

Trevi-Brunnen in Rom: Münzen vorerst weiter für Caritas

Laut der Nachrichtenagentur „Kathpress“ gehen vorerst die Münzen aus dem Trevi-Brunnen weiterhin an die Caritas.

Vaticanhistory – Martin Marker.

Die jährlichen Hinterlassenschaften der Rom-Touristen beliefen sich zuletzt auf rund 1.4 Millionen Euro im Jahr. Diese Erträge fließen seit 20 Jahren ausschließlich an die katholische Hilfsorganisation „Caritas“.

Mit Jahresende wird die römische Stadtverwaltung über die Hinterlassenschaften der Trevi-Brunnen Besucher neu entscheiden. Die Verwaltung, beabsichtigt die Einnahmen auf mehrere Wohltätigkeitseinrichtungen zu verteilen. Die Stadt Rom will künftig eigene Sozialprojekte und Hilfsmaßnahmen finanzieren.

Nach altem Brauch werfen Rom-Besucher eine Münze über die Schulter in den Trevi-Brunnen, um einmal in die Ewige Stadt zurückzukehren. Vor Jahrzehnten wurden die Münzen gerne von römischen Kindern in den Sommermonaten aus dem Becken gefischt. Das ist schon lange vorbei. Heute wird durch Stadtbedienstete das Wasser turnusmäßig abgelassen und die Münzen aus dem Becken geholt.

Der Trevi-Brunnen wurde im 18. Jahrhundert nach einem Entwurf von Nicola Salvi im spätbarocken Stil errichtet und durch Papst Clemens XII. (1730-1740) im sechsten Jahr seines Pontifikats eingeweiht. (vh – mm)

Papst Franziskus segnet Statue von armenischem Kirchenlehrer

Quelle: VN (Screenshot am 03. April)

Gregor von Narek lebte im 10. Jahrhundert in der heutigen Türkei. 2015 wurde der Mönch von Papst Franziskus zum Kirchenlehrer erhoben. Eine Statue von ihm wird nun in den Vatikanischen Gärten durch den Papst gesegnet – im Beisein hochrangiger armenischer Besucher.

Papst Franziskus wird eine Bronze-Statue des armenischen Kirchenlehrers Gregor von Narek segnen. Die Feier findet am 5. April in den Vatikanischen Gärten statt. Dabei werden auch der orthodoxe Patriarch Aram I. sowie der katholische Patriarch Krikor Bedros XX. anwesend sein. Die zwei Meter hohe Statue wurde von dem armenischen Bildhauer David Erevanci geschaffen.

Gregor von Narek wurde 950 in Narek in der heutigen Türkei geboren und war Mönch und Priester. Er verfasste Schriften zu Theologie, Literatur, Musik, Astronomie und Mathematik. 2015 wurde er von Papst Franziskus zum Kirchenlehrer erhoben. (Vatican News – nv)

Stück von Säulenverkleidung im Petersdom abgebrochen

Es hätte auch schlimmer ausgehen können: Im Petersdom haben sich am Donnerstagnachmittag Gesteinsbrocken aus der Decke gelöst und sind aus knapp 20 Metern zu Boden gestürzt. Das gab der Vatikan am Donnerstagabend bekannt.

Zahlreiche Besucher befanden sich in dem zu Ostern besonders gut gefüllten Gotteshaus, doch keiner wurde verletzt, betonte Vatikansprecher Burke, der hinzufügte, dass die Öffnungszeiten der Basilika keinerlei Einschränkung erleiden würden. Den Angaben nach sei am Gründonnerstag gegen 17 Uhr in der Nähe der Kapelle der Pietà im rechten Seitenschiff ein Teil einer Säulenverkleidung abgebrochen. Die betroffene Zone sei schnellstens abgeriegelt worden, während die Reparaturarbeiten unverzüglich begonnen hätten, so Burke gegenüber der Presse.

Auch die vorgesehenen Kar- und Osterliturgien im Petersdom werden wie geplant stattfinden.

(vatican news – cs)