Vatikan: Gesundheitsversorgung für alle

 

Der Gesundheitszustand des Einzelnen hängt von seinem sozialen Status ab – unabhängig davon, wie wohlhabend das Land ist, in dem er lebt. Darauf macht Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin bei der Eröffnung der XXXII. Internationalen Konferenz zum Thema „Globale Gesundheitsdisparitäten bekämpfen“, die vom 16.-18. November 2017 im Vatikan tagt, aufmerksam. Der Papst, so der Kardinal in seinem Vortrag, habe schon mehrfach das disparate Gesundheitssystem angeprangert. Gesundheitsversorgung sollte ein Grundrecht sein, das unabhängig von seinem wirtschaftlichen oder sozialen Status jedem zustehe. Doch de facto sei es kein Recht für alle, sondern immer noch ein Privileg für wenige, die es sich leisten können. Die Kirche habe den Dienst an Kranken und Leidenden stets als integralen Bestandteil ihrer Mission verstanden. Aus diesem Grund trügen Gesundheitsinstitutionen, die von der Kirche ins Leben gerufen wurden, insgesamt zu einer gerechteren Gesundheitsversorgung bei, betonte Parolin. (rv)

Parolin im Weißen Haus

Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin hat im Weißen Haus mit US-Vizepräsident Mike Pence gesprochen. Dabei ging es nach Medienangaben um das Thema Menschenrechte und speziell Religionsfreiheit. Auch über die Krise in Venezuela sprachen die beiden; Parolin, ein früherer Nuntius in Caracas, hat mehrfach vergeblich versucht, das Regime von Präsident Nicolas Maduro und die oppositionellen Gruppen zu einem ernsthaften Dialog zusammenzubringen.

Nach Angaben des Weißen Hauses sprachen der vatikanische Regierungschef und Donald Trumps Stellvertreter auch über die Lage in Syrien und im Irak. Pence lobte den Einsatz des Heiligen Stuhls gegen internationalen Menschenhandel und deutete an, dass die USA auf diesem Gebiet mit dem Vatikan zusammenarbeiten wollten. (rv)

Erdbeben im Iran und Irak: Papst Franziskus betet für Opfer

VATIKANSTADT – In zwei Telegrammen von Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin hat Papst Franziskus seiner Trauer über die Opfer des Erdbebens im Iran und Irak Ausdruck verliehen, bei dem mindestens 300 Menschen ums Leben gekommen sind.

Das Epizentrum des Erdbebens der Stärke 7.3 auf der Richterskala liegt nahe der kurdischen Stadt Halabjah im Irak, kostete mehrere hundert Menschenleben und rund 3.000 Verletzte – die Zahlen werden zur Stunde noch laufend aktualisiert.

Der Papst bete für alle, die von der Tragödie betroffen seien und sei zutiefst traurig, so die Botschaft Kardinal Parolins. Er spreche den Angehörigen der Verstorbenen sein Beileid aus sende seinen Segen den Verwundeten, den Einsatzkräften und allen Beteiligten, dass sie Kraft und Trost schöpfen mögen. (CNA Deutsch)

Parolin: „Größter Einsatz bei Pädophilieermittlungen”

Der Heilige Stuhl wird mit aller Kraft an der Aufklärung und Verfolgung eventueller pädophiler Straftaten durch ein Mitglied seines diplomatischen Dienstes arbeiten. Das versprach Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin am Rande des internationalen Kongresses zum Kinderschutz im Internet, den er an diesem Dienstag mit einer Ansprache an der römischen Universität Gregoriana eröffnete.

„Ich kann nur sagen, dass es sich um eine sehr schmerzliche Angelegenheit und eine schwere Prüfung für alle handelt, die davon betroffen sind“, sagte die Nummer Zwei des Heiligen Stuhls gegenüber Radio Vatikan. „Wir behandeln den Fall mit der größten Ernsthaftigkeit, dem größten Einsatz und der größten Aufmerksamkeit. Alles unterliegt der Verschwiegenheit, gerade um die Ermittlungen und damit die Wahrheit und die Gerechtigkeit zu schützen, die, wie in allen Fällen, die vor Gericht verhandelt werden, auch in diesem Fall ermittelt werden müssen.“

Der betreffende Diplomat wurde aus der Nuntiatur in Washington abgezogen, nachdem amerikanische Behörden Ermittlungen wegen des Besitzes von pädopornographischem Material gegen ihn aufgenommen hatten. Mittlerweile hat auch Kanada eine Anfrage zur Ermittlungsaufnahme an die Vatikangerichtsbarkeit gestellt. Das Land wirft dem Geistlichen das Hochladen von pädopornographischem Material über ein soziales Netzwerk im Jahr 2016 vor. Einen zeitlichen Rahmen für die Gerichtsverhandlungen konnte der Kardinal nicht nennen.

In seiner Eröffnungsansprache des Kongresses betonte Parolin, die Kirche wolle die Erfahrungen teilen, die sie bei der Aufarbeitung der Fälle von sexuellem Missbrauch Minderjähriger in ihren eigenen Reihen gemacht habe, auf dass diese „einem größeren Gut nutzen“ mögen. Alle Teile der Gesellschaft, darunter auch „Firmen, die die Entwicklungen in der digitalen Welt fördern und vorantreiben“, stünden in der Verantwortung, „gefährdete Kinder vor Formen von sexuellem Missbrauch im Internet“ zu schützen.

„Ich bin sehr froh, hier zu sein“, erklärte Parolin gegenüber Radio Vatikan, „wegen der Wichtigkeit des Themas und der hochrangigen Präsenz aus verschiedenen Sektoren, aus Gesellschaft, Politik und Kirche. Es scheint mir, dass der Wert dieses Treffens darin liegt, „Best-Practice“-Beispiele zusammenzutragen, um dieses Phänomen anzugehen, das sich immer mehr ausbreitet und immer schlimmer wird.“

Themen der dreitägigen Konferenz werden unter anderem der Kampf gegen Mobbing, Erpressung und sexueller Missbrauch von Minderjährigen im Internet sein, genauso wie die Entwicklung von länderübergreifenden Strategien, um diese Phänomene weltweit einzudämmen. Am Ende der Konferenz sollen in einer Audienz die Ergebnisse Papst Franziskus präsentiert werden. (rv)

Vatikandiplomatie: Lob des Multilateralismus

In einer immer komplexer werdenden Welt können nur gemeinsame Anstrengungen zu politischen Lösungen führen: Dieses Grundprinzip der Vatikandiplomatie betonte deren Chef, Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin, an diesem Freitag sehr deutlich. Gerade mit Blick auf aktuelle Krisen wie etwa um Nordkorea könne man diese Komplexität sehen: „Wir leben in einem multipolaren Kontext, in dem es ganz verschiedene Instanzen gibt. Aber genau deswegen, weil die Welt enorm komplex geworden ist, müssen wir die Wichtigkeit des Instruments des Multilateralismus betonen, um auf eine friedliche Weise die Schwierigkeiten lösen zu können.“ Das sagte Parolin am Rand einer Buchvorstellung in Rom.

Multilateralismus ist das Prinzip, möglichst viele Partner an der Lösung politischer Probleme zu beteiligen. „Ich möchte bei dieser Gelegenheit diese Wichtigkeit des Multilateralismus noch einmal betonen“, so der Kardinal gegenüber Radio Vatikan. „Und das besonders in einer Zeit, in der dieser Multilateralismus in vielerlei Hinsicht in einer Krise steckt.“ Die Atomwaffen Nordkoreas fallen einem da ein, aber auch das multilaterale Abkommen mit dem Iran, das US-Präsident Donald Trump einseitig – unilateral – aufzukündigen droht, was ihm Kritik etwa aus Europa einbringt.

Kardinal Parolin ist eindeutig: Multilateralismus sei dem Einzelgängertum auf der globalen Bühne vorzuziehen. Dieser Unilateralismus sei eine „Versuchung“, so Parolin, der selber lange Jahre als Vatikandiplomat im aktiven Dienst war. „Der Heilige Stuhl sieht im Multilateralismus das Instrument, um die komplexen Probleme der Welt von heute zu lösen,“ bekräftigt Parolin.

Dazu gehöre für den Vatikan aber auch, konkrete Vorschläge zu machen. „Es reicht nicht aus, die Prinzipien in Erinnerung zu rufen, sondern es ist auch wichtig, auf mögliche Wege hinzuweisen, die man gehen kann.“

Die Krise des Multilateralismus müsse ebenfalls ganz konkret angegangen werden. „Man kann da an die Institutionen denken, welche dieses Prinzip umsetzen und die vielleicht eine Modernisierung gebrauchen können. Wie lange schon reden wir etwa über eine Reform der UNO und so weiter?“ In den Händen der dort im Augenblick in Vollversammlung tagenden Staats- und Regierungschefs liege das Schicksal der Menschheit: „Der Papst appelliert an ihre Verantwortung“, so Kardinal Parolin.Diese Verantwortung könnten sie nur gemeinsam wahrnehmen, wenn es um Frieden und die Entwicklung der ganzen Welt gehe. (rv)

Vor Russlandbesuch: Vatikan betont „Optik des Dialogs“

Die Vatikandiplomatie dreht sich um das Wohl der Menschen und Völker und bedient sich des Dialogs. Das hat der vatikanische Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin wenige Stunden vor seinem Russlandbesuch nochmals bekräftigt. In dieser Optik werde er mit seinen Gesprächspartnern in Moskau zusammentreffen und bilaterale Fragen wie auch Krisenthemen behandeln, sagte Parolin im Interview mit der russischen Nachrichtenagentur Tass.

In dem Gespräch ging der Kardinal die Etappen der Visite in der kommenden Woche durch: Demnach trifft die „Nummer Zwei“ des Vatikan am Montag zunächst Vertreter der katholischen Kirche und feiert eine Messe in Moskau. Am Dienstag ist das Treffen mit Patriarch Kyrill I. sowie dem russischen Außenminister Sergei Lawrow und am Mittwoch die Begegnung mit Präsident Wladimir Putin angesetzt.

Mit Blick auf den geplanten Austausch mit dem orthodoxen Patriarchen Kyrill I. und dem Außenamtschef des russischen Patriarchates Hilarion sprach Parolin von eine „Öffnung“ im Verhältnis der beiden Kirchen „in den letzten Jahren“, die im historischen Treffen Kyrill I. mit Papst Franziskus auf Kuba im vergangenen Jahr einen Höhepunkt gefunden habe. Es gehe hier um einen „Weg der Einheit“, unterstrich Parolin. Dieser erfordere Geduld und Einsatz, habe aber bereits „Momente der Einheit“ aufgezeigt. Ein Beispiel dafür sei der „Ökumenismus der Heiligen“, so Parolin. Er verwies hierbei auf die Ausstellungen der Reliquien des Heiligen Nikolaus von Bari in Russland, die zahlreiche Gläubige angezogen hatten.

Nach dem Kampf Russlands gegen den islamistischen Terror und einen gemeinsamen Einsatz der Kirchen in diesem Feld befragt warnte Parolin vor „Kraftakten, die ihrerseits neue Gewaltspiralen hervorrufen oder unveräußerliche Menschenrechte wie etwa die Religionsfreiheit in den Hintergrund drängen“. Die Friedensarbeit der Kirche sei langfristig angesetzt, es gehe hierbei um Bildung und Gewissensbildung, interkulturellen und interreligiösen Dialog, erinnerte der Kardinal. (rv)

Parolin: Vatikan verfolgt Politik des Friedens

Die Vermittlung des Vatikans in der politischen Krise in Venezuela ist nicht gescheitert. Das betonte Staatsekretär Pietro Parolin am Donnerstag in einem Interview mit der italienischen Tageszeitung Avvenire. Der Heilige Stuhl verfolge eine „proaktive, nicht reaktive Diplomatie“, sagte Parolin. Wichtig sei, nach Lösungen zu suchen, die das Wohl des Volkes in den Vordergrund stellen. Am Donnerstag verschob der venezolanische Präsident Nicolas Maduro die anberaumte Eröffnungssitzung der Nationalversammlung. Generalstaatsanwältin Luisa Ortega hatte zuvor eine Untersuchung der Betrugsvorwürfe im Zusammenhang mit der Wahl angeordnet, bei der zehn Menschen ums Leben kamen.

Auch in Kolumbien hofft der Vatikan trotz aller Schwierigkeiten auf einen positiven Verlauf des Friedensprozesses, so Parolin. Der Besuch von Papst Franziskus im September habe zum Hauptziel, die Versöhnung im Land zu fördern. In dem Interview forderte der Staatssekretär auch erneut eine Friedenslösung für Jerusalem als „offene Stadt“, in der die Rechte aller Gläubigen anerkannt sind. „Das Problem muss auf internationaler Ebene gelöst werden“, das zeigten die aktuellen Konflikte.

Im Gespräch mit der Zeitung Il Sole 24 Ore kündigte Parolin an, weiterhin am Dialog mit China festhalten zu wollen. Zugleich forderte er Religionsfreiheit. Bei den letzten Verhandlungen bis zum 28. Juni hatte China scharf auf die Aussage der Kirche reagiert, man sei „traurig“ über das Verschwinden von Bischof Peter Shao Zhumin. Solche „Einzelfälle“ dürften nicht als Anlass genommen werden, „sich in innere Angelegenheiten einzumischen“, warnte das chinesische Außenministerium. (rv)

Kardinal Parolin: Migration als Ressource

Migration kann die Wirtschaft ankurbeln und den sozialen Frieden fördern. Das hat der vatikanische Kardinalstaatssekretär an diesem Dienstag auf einer internationalen Migrationskonferenz in Rom unterstrichen. In einem langen Vortrag über „Migration und inklusive Wirtschaft“ sprach sich Pietro Parolin laut Redetext für eine wirtschaftliche Entwicklung im Einklang mit sozialer Gerechtigkeit und ökologischer Nachhaltigkeit aus. Auf Papst Franziskus wie auf die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen Bezug nehmend entwickelte er in diesem Kontext positive Perspektiven der Migration, die heute vorrangig als Problem dargestellt wird.

Migration stelle mit 244 Millionen Migranten im Jahr 2016 natürlich um eine „Herausforderung für die Menschheit“ dar, hielt der Kardinal fest. Es handele sich aber um „keinen vorübergehenden Notlage“, sondern um eine Realität, die alle Kontinente betreffe und die die Welt nur gemeinsam angehen könne. Ziel müsse hierbei sein, eine „sichere, geordnete und reguläre Migration“ zu erreichen, die zu einem „Entwicklungsfaktor eines inklusiven und nachhaltigen Wachstum“ werden könne.

Migranten trügen in vielen Ländern wesentlich zum Bruttoinlandsprodukt bei, zahlten Steuern und füllten mit ihrem Nachwuchs demografische Lücken auf, erinnerte der Vatikanmann. Zudem trügen sie zu kultureller Vielfalt und Dynamik bei und könnten das Zusammenleben positiv beeinflussen. Parolin deutete den Erfahrungskontext der Kriegsflüchtlinge hier positiv: „Migration ist auch Friedensfaktor, weil gerade Migranten glaubwürdigste Zeugen der Sinnlosigkeit von Krieg und Gewalt sind.“

Die globale Politik und Wirtschaft sei einer positiven Wertschöpfung im Kontext der Migration aktuell nicht förderlich: So ging der Kardinal in seinem Vortrag auch über lange Strecken auf Missstände und Probleme wie die Benachteiligung von Migranten, die immer weiter klaffende Schere zwischen Arm und Reich und den Menschenhandel ein. Kritik äußerte der Kardinal sowohl am globalen Wirtschafts- und Finanzsystem, das wesentlich auf Egoismus und Ausschluss beruhe, sowie an Tendenzen in der aktuellen Flüchtlingspolitik. Ohne einzelne Länder namentlich zu nennen, griff Parolin Tendenzen der gegenwärtigen Flüchtlings- und Immigrationspolitik auf. So warnte er etwa davor, beim Versuch, der illegalen Einwanderung Herr zu werden, Probleme einfach von sich weg und in andere Länder zu verschieben. Auch dürften sich Staaten trotz ihres Rechtes, die eigenen Grenzen und Bürger zu schützen, nicht abschotten und Schutzbedürftigen die Türen verschließen.

Parolin sprach laut Veranstaltungsprogramm am Dienstag im italienischen Abgeordnetenhaus bei der sechsten Ausgabe des Internationalen Forums zum Thema Migration und Frieden. Die Konferenz wurde vom vatikanischen Dikasterium für die Ganzheitliche Entwicklung des Menschen gemeinsam mit der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung und dem International Migration Network (SIMN) der Scalabrini-Missionare veranstaltet. (rv)

Kongo und Vatikan sprechen über Migration

Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin hat mit dem Präsidenten der Republik Kongo über das Phänomen der Migration gesprochen. Neben der Unterzeichnung eines Abkommens zwischen dem Heiligen Stuhl und dem Land waren auch die wirtschaftliche Situation und die Destabilisierung des Landes durch Guerilla-Gruppen weitere Themen des Treffens mit Clément Mouamba in der Hauptstadt Brazzaville. Zuvor sprach der Kardinal auch mit dem Außenminister, Jean Claude Gakosso, der den Einsatz der Kirche in den Bereichen Bildung, Gesundheit und Sozialem hervorhob.

Bereits am Dienstag sprach der Kardinal mit den neun Bischöfen des Landes über die Situation der einzelnen Diözesen und die pastoralen Probleme in dem afrikanischen Land. Parolin betonte die Wichtigkeit eines regelmäßigen Kontaktes zu den staatlichen Behörden, um den Dienst für das Gemeinwohl und die Armen voranzutreiben, sowie die Notwendigkeit der Ausbildung von Laien, um die Politik im Sinne der Soziallehre der Kirche mitzugestalten. Ein Gesprächsthema war auch die Gewalt in der Region von Pool.

Die Bischöfe sprachen mit Parolin auch über eine mögliche Seligsprechung von Kardinal Emile Biayenda, der vor vierzig Jahren im Rahmen einer Stammesstreitigkeit erst entführt und dann ermordet wurde. Der Kardinalstaatssekretär besuchte auch ein karitatives Zentrum in der Region, das Biayenda gewidmet ist und sich um physisch und psychisch destabilisierte Personen kümmert, sowie ein Zentrum für ausgesetzte Babys, Kinder und Jugendliche.

Die Republik Kongo ist die letzte Station auf der elftägigen Afrika-Reise Parolins. Zuvor besuchte der Kardinalstaatssekretär schon Madagaskar und Kenia. Anlass des Besuches ist die Unterzeichnung eines Abkommens zwischen dem Heiligen Stuhl und der Republik Kongo, sowie der vierzigste Jahrestag der Aufnahme der Beziehungen zwischen den beiden Staaten. (rv)

Kardinalstaatssekretär besucht drei Länder Afrikas

Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin ist zu einer elftägigen Afrikareise aufgebrochen. Anlass ist das 50-jährige Bestehen diplomatischer Beziehungen zwischen Madagaskar und dem Heiligen Stuhl. Neben dem Inselstaat wird Parolin auch den Kongo besuchen, wo er eine Vereinbarung zwischen Kirche und Staat unterzeichnen wird. Auch ein kurzer Abstecher nach Nairobi in Kenia ist eingeplant.

Es ist der zweite Besuch eines Vertreters des Heiligen Stuhls auf der Insel. Im Jahr 1989 hatte Papst Johannes Paul II. Madagaskar besucht. Im Juni 2014 wurde der Präsident von Madagaskar von Papst Franziskus in Rom in Audienz empfangen. (rv)