Vaticanhistory-News-Blog

Kirchengeschichte bei VH

Vatikan: Deutscher in Aufsichtsrat der Vatikanbank berufen

Freitag 16. Dezember 2016 von VH

Der Aufsichtsrat der Vatikanbank IOR bekommt Zuwachs: Der Deutsche Georg Freiherr von Boeselager sowie zwei weitere internationale Bankexperten gehören dem Aufsichtsorgan des vatikanischen Geldinstituts in Zukunft an. Das teilte der Pressesaal am Donnerstag mit. Damit steigt die Zahl der Aufsichtsratsmitglieder auf sieben. Von Boeselager ist Aufsichtsratsvorsitzender der Merck Finck & Privatbankiers AG in München. Die beiden anderen neuen Mitglieder stammen aus den USA und aus Spanien. Im vergangenen November hatte Papst Franziskus den bisherigen Vizedirektor der Vatikanbank IOR, Gian Franco Mammi, zum neuen Generaldirektor ernannt. (rv)

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Vatikan: Zwei Bankmanager verlassen das IOR

Mittwoch 25. Mai 2016 von VH

IORWieder ein Wechsel beim vatikanischen Geldinstitut IOR: Der deutsche Bankmanager Clemens Börsig und sein italienischer Kollege Carlo Salvatori haben ihren Rücktritt als Mitglieder des Aufsichtsrats eingereicht. Der Schritt der beiden Finanzfachleute entspreche „legitimen Überlegungen und Meinungen über die Verwaltung eines Instituts mit so besonderer Natur und Zielsetzung wie das IOR“, heißt es wörtlich in einer Mitteilung aus dem Vatikan. Das Geldinstitut suche nun nach geeigneten Kandidaten für die beiden frei gewordenen Plätze. Der 68-jährige Clemens Börsig wirkte bis 2012 als Aufsichtsratsvorsitzender der Deutschen Bank. (rv)

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Neuer Vizedirektor für IOR

Freitag 6. März 2015 von VH

IORDas vatikanische Geldinstitut IOR hat einen neuen Vizedirektor: Gianfranco Mammì wird ab sofort das Amt bekleiden, so eine Vatikan-Note von diesem Freitag. Der 59 Jahre alte Italiener Mammì ist seit 1992 beim IOR tätig und zwar vorwiegend für die italienischen sowie südamerikanischen Klienten. Die Ernennung wurde von zwei maßgeblichen Stellen gebilligt, zum einen von der vatikanischen Finanzaufsichtsbehörde AIF, zum anderen von der Kardinalskommission, die für die Prüfung des IOR – wie die Vatikanbank offiziell heißt – zuständig ist. (rv)

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Vatikanisches Geldinstitut IOR verlängert Öffnungszeiten

Montag 29. Dezember 2014 von VH

IORDas vatikanische Geldinstitut IOR gestaltet seine Öffnungszeiten kundenfreundlicher. Ab kommendem Januar werden die Bankschalter von 8:00 bis 16:30 Uhr durchgängig geöffnet sein, teilte das Institut mit. Bisher gab es eine Mittagspause von 13:00 bis 14:35 Uhr. Im Gegenzug bleibt das Geldinstitut am Samstag künftig geschlossen. Beim IOR dürfen nach den Reformen, die Benedikt XVI. und besonders Franziskus ins Werk setzten, nur noch Vatikanbedienstete, kirchliche Einrichtungen und beim Heiligen Stuhl akkreditierte Diplomaten ein Konto unterhalten. Anonyme Konten gibt es den neuen Richtlinien zufolge nicht. Das Geldinstitut gewährt keine Kredite, bietet kein Online-Banking und hat weder Filialen noch Geldautomaten außerhalb des Vatikanstaates. (rv)

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Das IOR erstattet Anzeige gegen zwei ehemalige Manager

Sonntag 7. Dezember 2014 von VH

IORDas Institut für Religiöse Werke (IOR, allgemein auch „Vatikanbank“ genannt) hat Anzeige gegen zwei ehemalige Manager und einen Rechtsanwalt erstattet. Diese Anzeigen lägen bereits einige Monate vor, bestätigte das IOR an diesem Samstag in einer Pressemeldung. Die Umstände, die zur Anzeige bei den vatikanischen Strafverfolgungsbehörden geführt hätten, hatten zwischen 2001 und 2008 stattgefunden, so die Pressemeldung. Man sei bei der internen Kontrolle aller Konten und Finanzvorgänge auf sie gestoßen. Der zuständige Staatsanwalt des Vatikan (Promotor Iustitiae) habe bereits das Einfrieren der Konten der Betroffenen veranlasst. Man sei sehr froh, dass der Vatikan entschieden handele, kommentierte der Präsident des IOR, Jean-Baptiste de Franssu, den Vorgang. (rv)

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Italienische Bank gibt Vatikangelder frei

Mittwoch 19. November 2014 von VH

IORDas Institut für Religiöse Werke (IOR, umgangssprachlich „Vatikanbank“ genannt) bekommt von einer italienischen Bank eine größere Summe Geld zurück. Das bestätigte das IOR an diesem Dienstag. Die italienischen Behörden hatten 2010 neue Regelungen eingeführt. Die so genannte „customer due diligence“ hatte zur Folge, dass der normale Geschäftsbetrieb zwischen IOR und italienischen Banken nicht aufrecht erhalten werden konnte, der Vorwurf hatte gelautet, die vatikanischen Regelungen verstießen gegen internationale Standards gegen Geldwäsche. 23 Mio Euro wurden daraufhin blockiert und konnten nicht in den Vatikan zurückkehren. Diese Blockade ist nun aufgehoben.
Aus dem IOR heißt es, dieser Vorgang sei ein Schritt hin zur Normalisierung der finanziellen Beziehungen zwischen dem Vatikan und Italien. Man könne erkennen, dass das Vertrauen in den vatikanischen Umgang mit internationalen Standards wachse. (rv)

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Reform des IOR: „Wenn man eine Reform beginnt, dann kostet die auch“

Mittwoch 9. Juli 2014 von VH

IOR Er habe gelernt, wie wichtig Transparenz ist. Das sagt der Präsident des vatikanischen Finanzinstitutes IOR, Ernst von Freyberg, im Interview mit Radio Vatikan. Das IOR stellte an diesem Dienstag zum zweiten Mal einen Jahresbericht vor und schließt damit die erste Phase seiner Reform ab. Diese Phase sei an den Start gegangen, um dem Papst Optionen zu geben, die Entscheidungen zur Zukunft des IOR zu treffen, das geschehe nun.

„In dieser Phase Eins haben wir vier Sachen gemacht. Wir haben alle Konten gecheckt, wir haben die Hauptthemen aus der Vergangenheit untersucht und die Behörden unterrichtet, wo es notwendig war. Wir haben Transparenz so geschaffen, wie es auch eine andere Finanzinstitution in der Welt haben würde, und wir haben unsere internen Abläufe und Prozesse deutlich verbessert.“

Das Wichtigste sei, dass das IOR nun wisse, wer genau Kunde sei. Man habe sich jedes der 16.000 Konto einzeln angeschaut und dafür auch Fachwissen von außen dazu geholt. Nur sehr wenige Konten seien nicht korrekt gewesen, erklärt Freyberg. Eine Reihe der Konten habe man geschlossen, so steht es auch im Bericht, aber dafür gäbe es gute Erklärungen.

„Hier gibt es ein häufiges Missverständnis: Wir haben seit meinem Amtsantritt ungefähr 3.000 Konten geschlossen. 2.600 davon sind ‚schlafende Konten‘ gewesen. Das zweite sind Konten von Laien, etwa 400, die wir im vergangenen Jahr geschlossen haben. Das waren alles Leute, die hier ihre Konten haben durften und die ihr Geld auch ganz regulär nach Italien transferiert, da ist nichts Schwarzes dabei. Wir haben aber die Entscheidung getroffen, uns nur auf katholische Einrichtungen wir Orden, Bistümer und Pfarrgemeinden und Mitarbeiter und Pensionäre des Vatikan zu konzentrieren.“

Der Bericht weist neben den Kosten und den Ausgaben auch Verluste aus. So ist der Nettogewinn von 2012 auf 2013 drastisch gesunken: von 86,6 Millionen Euro auf 2,9 Millionen Euro. Neben Schwankungen im Goldpreis sind dies besondere Kosten, die in den Bemühungen des IOR im vergangenen Jahr anfielen.

„Wenn man eine Reform anfängt, dann kommt die auch mit Kosten. Das heißt, dass wir im vergangenen Jahr ein sehr ordentliches operatives Ergebnis hatten, so wie wir das auch in den Vorjahren hatten, von ungefähr 70 Millionen Euro. Wir hatten aber auch erhebliche Kosten. Das sind Kosten für die vielen Mitarbeiter, die wir eingestellt haben, und die Spezialisten, um den Reformprozess und die Prüfung der Konten durchzuführen. Das waren auch Kosten für die Bereinigung von Engagements der Vergangenheit, die nicht werthaltig waren.“

Das sind über acht Millionen für zusätzliche Mitarbeiter – mehr als 30 allein zur Überprüfung der Konten. Der Bericht weist auch weitere einzelne Summen aus. Trotzdem habe das IOR aus Eigenkapital und Reserven im vergangenen Jahr 54 Millionen Euro für den Haushalt des Heiligen Stuhles zur Verfügung stellen können.

Die vom IOR veröffentlichen Stellungnahme spricht auch von einer neuen Struktur und einer neuen Leitung, etwas, was der Vatikan in den kommenden Tagen in Angriff nehmen wird. Dabei handele es sich um genau das, was seit Beginn geplant gewesen sei: Informationen beschaffen, um dann die Entscheidungen zur Zukunft treffen zu können. Er selber habe bei dem Reformprozess im vergangenen Jahr noch einmal gelernt, wie wichtig Transparenz sei, resümiert Ernst von Freyberg seine persönlichen Eindrücke.

„Vieles von dem, was dem IOR als schlechter Ruf anhaftet, haftet ihm zu Unrecht an und hätte dadurch vermieden werden können, wenn man von vornherein die Fakten deutlich erläutert hätte. Das Wichtige ist die Transparenz. Das Zweite ist, dass hier über das vergangene Jahr eine großartige Gruppe zusammengearbeitet hat, von IOR-Mitarbeitern und den Externen, die dazu gekommen sind. Es ist beeindruckend zu sehen, wenn die Kirche ruft, wie viele Menschen guten Willens bereit sind, mitzumachen.“

Den Bericht des IOR zum Jahr 2014 finden Sie auf der Webseite des Instituts, www.ior.va (rv)

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Finanzaufsicht Vatikan: Viel mehr verdächtige Geldbewegungen aufgedeckt

Montag 19. Mai 2014 von VH

AIFIm Vatikan sind 2013 erheblich mehr verdächtige Geldbewegungen gemeldet worden als im Vorjahr. Nach Angaben der vatikanischen Finanzaufsicht AIF wurden im zurückliegenden Jahr 202 Fälle registriert, wie aus ihrem zweiten Jahresbericht hervorgeht, der am Montag im Vatikan vorgestellt wurde; 2012 waren es lediglich sechs Fälle gewesen. Nach den Worten von AIF-Leiter Rene Brülhart bedeutet dies jedoch keineswegs, dass die Zahl der undurchsichtigen Geschäfte gestiegen sei. Die Hauptaufgabe der Finanzaufsicht sei weiterhin, Fälle von Geldwäsche aufzudecken und Geldflüsse auf mögliche Involvierung in Terror-Finanzierung zu überprüfen. Der 40-jährige Schweizer, der seit Ende 2012 das AIF leitet, sprach von einem „herausfordernden Jahr“ und betonte vor allem zwei große Erfolge der Finanzaufsicht: den Betritt seiner Behörde zu internationalen Kontrollorganen und immer mehr aufgedeckte Verdachtsfälle.

„Man sieht es an der erhöhten Anzahl von Verdachtsmeldungen, die kein Zeichen für mehr Verdachtsfälle sind, sondern mehr im Sinne einer Bewusstseinsbildung der involvierten Institutionen und Personen.“

Im Jahr 2013 waren es bereits 202 verdächtige Fälle die dem Institut gemeldet wurden, im Jahr 2012 waren es lediglich sechs. Wie diese Verdachtsfälle im Detail aussehen, könne man nicht detailliert erläutern. Durch Analysen von Geldflüsse und durch Hinweise kommt es zu solchen Überprüfungen. Er garantiere, dass auffällige Flüsse überprüft werden und im Fall der Fälle können auch Konten gesperrt oder blockiert werden. Die internationale Zusammenarbeit ist für den Ex-Leiter der Financial Intelligence Unit (FIU) von Liechtenstein das Herzstück seiner Arbeit. Der Vatikan sei wie eine „Insel“ und diese internationale Verbindung sei essentiell.

„Die internationale Verknüpfung, mit der Mitgliedschaft in der Egmont Gruppe, mit den Abschluss von zahlreichen Zusammenarbeitsvereinbarungen mit anderen Financial Intelligence Units und das man hier den Heiligen Stuhl als globale Institution verankern kann.“

Ein weiterer Erfolge des Jahres 2013 ist das Anti-Geldwäsche-Gesetz vom 8. Oktober, das erfolgreich angewandt wird und eben der Beitritt der Egmont Group, sagte Brülhart. Ein globales Netzwerk von Financial Intelligence Unit, ein Zusammenschluss von weltweiten Geldmeldestellen. Dort sind 139 Länder vertreten. Weitere Vereinbarungen über Zusammenarbeit mit anderen Geldwäsche-Meldestellen wurden mit den USA, Italien, Australien, Belgien, Monaco, Spanien, Niederlanden, Slowenien und Deutschland unterzeichnet.

Anfang 2014 hat die Finanzaufsicht die erste Inspektion der Vatikanbank durchgeführt um festzustellen, ob die beschlossenen Maßnahmen zur Bekämpfung der Geldwäsche und der Terrorismusfinanzierung umgesetzt wurden. Aus der Inspektion seien die wesentlichen Fortschritte hervorgegangen, die die Vatikanbank im letzten Jahr unternommen hat, aber es sei alles ein langer Prozess, betonte Brülhart.

Andere Fragen, die Journalisten dem vatikanischen Finanzfachmann bei der Pressekonferenz stellten, mochte Brülhart nicht beantworten, so etwa über die Höhe seines Gehaltes oder über Kardinal Tarcisio Bertone. Dazu könne er keine Angaben machen.

„Wir machen unsere Arbeit und wir machen unsere Arbeit im Stillen, und hoffentlich im Stillen gut. Wir sind nicht für das Spektakel zuständig und wir haben ein klares Ziel, und zwar den Heiligen Stuhl vor möglichem Missbrauch zu schützen.“

Brülhart leitete acht Jahre lang die Liechtensteinische Financial Intelligence Unit FIU, die Meldestelle zur Bekämpfung der Geldwäsche. Seit 2010 war er stellvertretender Vorsitzender der Egmont Group. Der Schweizer war involviert in die Aufdeckung des Siemens-Korruptionsskandals im Jahr 2006 und beschlagnahmte Teile des Vermögens von Iraks früherem Diktator Saddam Hussein. (rv)

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Vatikan veröffentlicht Finanzbericht

Mittwoch 14. Mai 2014 von VH

AIFIm vatikanischen Pressesaal wird am kommenden Montag der Jahresbericht der vatikanischen Finanzaufsichtsbehörde vorgestellt. Das geht aus einer Presseerklärung des Vatikans von diesem Dienstag hervor. wird dann berichten, wie der Heilige Stuhl seine Maßnahmen gegen Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung verbessert hat. Auch nach Gründung des neuen vatikanischen Wirtschaftssekretariates durch Papst Franziskus, das als zentrale Aufsichtsbehörde für alle wirtschaftlichen und finanziellen Belange des Heiligen Stuhles dient, setzt die „Autorità di Informazione Finanziaria“ (AIF) ihre Aufgaben fort. (rv

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Kardinalsrat des IOR tagt

Dienstag 29. April 2014 von VH

IORDrei Mal jährlich will sich künftig die Kardinalskommission zur Kontrolle des vatikanischen Finanzinstitutes IOR treffen. Das gab der Vatikan an diesem Montag bekannt. Die Kardinäle hatten sich am Morgen zu einer Sitzung getroffen und über das weitere Vorgehen gesprochen, dabei sei diese Absprache getroffen worden. Ausnahmen wolle man allerdings machen, wenn besondere Umstände einträten, so die Mitteilung.

Mitglieder sind neben dem vom Rat gewählten Vorsitzenden Kardinal Santos Abril y Castelló außerdem Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin, Kardinal Christoph Schönborn, Kardinal Jean-Louis Tauran und der Bischof von Toronto, Kardinal Christopher Collins. Papst Franziskus hatte im Januar dieses Jahres die Ernennungen ausgesprochen. (rv)

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