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Kirchengeschichte bei VH

Archiv für die 'Papsttum' Kategorie

Wie geht es Benedikt XVI.? Fragen an Georg Gänswein

Sonntag 19. März 2017 von VH

Im April wird er neunzig: Spätestens dann werden sich viele fragen, wie es dem emeritierten Papst Benedikt XVI. geht. Wir sprachen darüber jetzt schon mit Benedikts Sekretär – es ist der Präfekt des Päpstlichen Hauses, Kurienerzbischof Georg Gänswein.

„Papst Benedikt ist guter Dinge! Was ihm etwas Sorgen bereitet, sind die Füße, die Beine. Er hat Schwierigkeiten mit dem Gehen, darum nimmt er den Rollator zu Hilfe, und damit kommt er ganz gut zurecht. Sonst: ganz klar im Kopf, ganz hell. Nimmt Anteil an allem. Er liest, er betet, er hört Musik, er hat Besuch; jeden Tag ist auch ein kleiner Spaziergang mit Rosenkranz angesagt, also – das, was er am Anfang seiner Zeit als Papa emeritus gemacht hat, das macht er auch jetzt.“

„Er liest nicht nur Theologisches“

Frage: Was liest er denn schwerpunktmäßig – vor allem Theologie, oder auch Literatur?

„Er ist natürlich und bleibt ein Theologe – aber er liest nicht nur Theologisches. Was er jetzt konkret liest, das werde ich natürlich nicht verraten… aber die Interessen sind sehr breit.“

Frage: Guckt er italienische oder deutsche Fernsehnachrichten? Liest er den „Osservatore Romano“, italienisch oder deutsch?

Jeden Tag „Osservatore“-Lektüre

„Wenn der Bruder da ist, sind deutsche Nachrichten angesagt. Wenn der Bruder nicht da ist, sieht er – da er ja in Italien lebt – italienische Nachrichten. Der (italienische= „Osservatore Romano“ ist selbstverständlich eine Lektüre, Tag für Tag, und er liest darüber hinaus auch anderes, um sich zu informieren und zu wissen, was in der Welt los ist.“

Frage: Die Menschen, die ihn besuchen – sind das vor allem Professoren oder Kirchenleute, oder Menschen, die er von früher her kennt?

„Es sind Menschen verschiedener Nationen, verschiedenen Alters, verschiedener Berufe. Nicht nur Personen, die er von früher kennt, sondern die ihn im Lauf der Jahre kennengelernt haben oder auch, die ihn noch nie gesehen haben. Es gibt so viele Anfragen – er müsste Überstunden machen!“

Frage: Hat er einen sehr geregelten Tagesablauf, oder bleibt er einfach mal länger im Bett?

„Nein – die Regelmäßigkeit des Ablaufs, die konkrete Einteilung des Tages ist seit eh und je eindeutig. Es ist nicht so, dass er mal ausschläft, und dann fängt der Tag eben später an, sondern der Tag beginnt mit der heiligen Messe, jeden Tag zur gleichen Zeit.“

Sonntag ist Predigttag

Frage: Und hält er da auch eine kleine Predigt oder Betrachtung? Bereitet er sich darauf vor?

„Jeden Sonntag, ja. Am Sonntag hält er immer eine schöne Predigt für uns, die „Memores“ und mich. Ab und zu ist auch ein Besuch da.“

Frage: Schreiben Sie sich eigentlich auf, was der emeritierte Papst predigt, oder geht das einfach so verloren?

„Wir halten es fest, was er predigt, denn er spricht frei. Er hat wohl ein Predigtheft, in das er Notizen macht, aber er predigt frei. Und wir versuchen schon, festzuhalten, was er sagt.“ (rv)

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Ankündigung: Papstbesuch in Ägypten

Samstag 18. März 2017 von VH

Papst Franziskus wird noch in diesem Frühjahr Ägypten besuchen. Das gab der Vatikan an diesem Samstag bekannt. Der Besuch erfolge auf zahlreiche Einladungen hin: Staatspräsident al-Sisi, die katholischen Bischöfe des Landes, der Patriarch der Koptischen Kirche, Papst Tawadros II., und der Imam der al-Azhar Moschee, Ahmed Mohammed al-Tayyeb, hatten jeweils eine solche Einladung ausgesprochen.

Stattfinden wird der Besuch am 28. und 29. April, besuchen wird der Papst die Hauptstadt Kairo. Nähres werde in Kürze bekannt gegeben, so der Vatikan. Im Interview mit der Zeitung Die Zeit hatte Papst Franziskus zuerst öffentlich über die Planungen der Reise gesprochen. (rv)

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Pontifikatsjubiläum: Kardinal Parolin würdigt „Reform der Herzen”

Dienstag 14. März 2017 von VH

„Habemus Papam… Franciscum.” Es sind vier Jahre vergangen, seit der damalige Kardinalsprotodiakon Jean Louis Tauran diese Worte auf dem Balkon der Petersbasilika ausgesprochen hat. Und es war bisher eine „sehr intensive Zeit“ mit dem Papst „vom anderen Ende der Welt“. Das sagt einer, der sehr eng mit dem Papst zusammenarbeitet und ihn schon vorher kannte: Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin geht in einem langen Interview mit Radio Vatikan auf die Meilensteine in diesem Pontifikat ein.

Im vierten Pontifikatsjahr habe es auch historische Momente gegeben, so Kardinal Parolin. So erlebte man beispielsweise das erste Treffen eines Papstes mit dem Moskauer Patriarchen, die Heiligsprechung von Mutter Teresa von Kalkutta und die ökumenische Reise nach Lund, um des 500jährigen Jubiläums der Reformation zu gedenken.

„An jenem Tag, dem 13. März 2013, war ich gar nicht in Rom. Ich war damals noch in Caracas (als Nuntius in Venezuela, Anm. d. Red.) und erhielt die Meldung am Mittag, als in Rom bereits Abend war. Das erste, was ich damals fühlte, war Erstaunen. Ich war nämlich einerseits erstaunt über den neuen Papstnamen aber auch über die Wahl von Kardinal Jorge Mario Bergoglio. Man hatte von ihm gehört, aber niemand dachte daran, dass er Papst werden würde, zumindest wenn man die Zeitungen damals las.“

Mit besonderer Aufmerksamkeit wird seit dem Amtsantritt Franziskus´ die Reform der Kurie beobachtet, um die das Kardinalskollegium den neu gewählten Papst gebeten hatte. Semper reformanda, also sich selbst stets hinterfragen und erneuern müsse sich die Kirche, erinnerte Kardinalstaatssekretär Parolin an einen Satz, der im katholischen Umfeld mit dem II. Vatikanum in Verbindung gebracht wird. Doch es liege dem Papst besonders am Herzen, die Reform der Kurie nicht auf strukturelle Kriterien zu beschränken. Vielmehr müsse man mit einem biblischen Ausdruck von einer „Konversion“ sprechen, erklärt Parolin: „Der Papst erinnert uns immer wieder daran, damit die Kirche immer mehr sie selbst werde, authentischer werde, die Verkrustungen loswerde, die sich auf dem durch die Geschichte ansammeln und wirklich leuchte, wie eine Wahrheit des Evangeliums. Ich würde sagen, dass das maßgeblich der Sinn der Reform ist, und es ist deshalb, dass der Papst immer wieder über die Reform der Herzen spricht.“ Franziskus selbst hatte erst bei seiner jüngsten Weihnachtsansprache an die Kurie erklärt, Erneuerung müsse von innen – gleichsam vom Herzen – ausgehen.

Dieser Papst betone eine „Kirche, die hinausgehen will“, so Kardinal Parolin. „Es ist offensichtlich ein langer Weg, ein Fortschreiten, das seinen Anfang im Zweiten Vatikanischen Konzil findet. Papst Franziskus will derjenige sein, der es weiterführt mit seiner Anwendung im Leben der Kirche. Mit erscheint diese Kirche auf dem Weg sehr bedeutsam, diese Kirche die sich öffnet: Und gerade deswegen, weil die Kirche herausgeht, auf Jesus Christus zu, gelingt es ihr, auch die Menschen in ihrem täglichen Leben zu begleiten.“

„Ich würde vor allen Dingen sagen, dass Amoris Laetitia ein großes Geschenk ist. Der Papst sagte am Anfang der ersten Familiensynode, dass diese Synode die Frohe Botschaft der Familie zum Leuchten bringen soll. … Mit Amoris Laetitia hat er einen großen Impuls gegeben. Was die Kritik betrifft, muss ich sagen, dass es schon immer Kritik in der Kirche gab. Gutgemeinte konstruktive Kritik ist immer willkommen, wenn sie dazu beiträgt, den Willen Gottes besser einzubringen.“ (rv)

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Pius XII. rettete zwei Drittel aller römischen Juden

Samstag 4. März 2017 von VH

Neue Erkenntnisse in Sachen „Pius XII. und die Judenverfolgung“: Historiker und Vatikanmitarbeiter haben aus vor kurzem wiederentdeckten Dokumenten in vatikanischen und römischen Archiven den Einsatz des Pacelli-Papstes während des Zweiten Weltkriegs für die Juden der Stadt Rom neu einschätzen können. Bei einer Konferenz in Rom mit dem Titel: „Pius XII.: Die schwarze Legende geht bald zu Ende“ wurden auch konkrete Zahlen genannt: Etwa zwei Drittel aller Juden Roms wurden dank der Hilfe von Pius XII. vor den Nazi-Schergen gerettet. Über 4.000 Juden seien damals in über 235 Klöstern und kirchlichen Einrichtungen in Rom untergebracht – sprich versteckt – worden. In weiteren 160 vatikanischen Einrichtungen hätten ebenfalls viele Juden Zuflucht gefunden. Weitere 1.600 Juden seien damals von einer mit dem Vatikan verbundenen Organisation in Sicherheit gebracht worden. Es handelte sich um die „Organisation für die Hilfe an jüdische Auswanderer – Delasem“, die vom Vatikan im Geheimen finanziert wurde.

Kardinal Dominique Mamberti ist Präfekt der Apostolischen Signatur und hat an der Konferenz zu Pius XII. teilgenommen. Im Gespräch mit Radio Vatikan sagt er: „Er hat als Papst die Kirche in einer sehr komplizierten Zeit geleitet und hat sehr viel für den internationalen Frieden unternommen. Vor allem hat er die Kirche in die Moderne geführt. Das wahre Gesicht des Pacelli-Papstes ist also komplett anders als das, was die ,schwarze Legende‘ über ihn verbreiten wollte.“

Noch vor Hochhuth: sowjetische Propaganda

Mit „schwarzer Legende“ meinen Kardinal Mamberti und auch die Organisatoren der Konferenz das Bild von Pius XII., das der deutsche Schriftsteller Rolf Hochhuth in den sechziger Jahren des letzten Jahrhunderts in seinem Werk „Der Stellvertreter“ vermittelte. Autor der Studien, die die neuesten Zahlen zu Pius XII. und zur Rettung der römischen Juden nennt, ist der katholische Diakon Domenico Oversteyns. Er sagt gegenüber Radio Vatikan, dass das „falsche Bild“ über Pius XII. ursprünglich von der sowjetischen Propaganda verbreitet worden sei. Diese habe bereits vor dem Tod von Pius 1958 damit angefangen, die „Stille des Papstes“ während der Nazi-Zeit „anzuprangern“.

Damals fand diese antipäpstliche Propaganda wenig Rückhalt, weil man das Engagement und die Friedenstexte des Papstes kannte und noch vor Augen hatte. Oversteyns: „Pius XII. hat die Juden Roms bereits vor dem 16. Oktober 1943 gerettet (damals fand eine massenhafte Verhaftung von Juden statt, Anm. d. Red.), indem er um die Hilfe von 48 Klöstern bat. Er rief auch weitere Klöster auf, ihre Tore für die verfolgten Juden zu öffnen. Insgesamt gibt es mindestens 198 direkte Eingriffe von Pius XII., der die Freilassung von oder die Hilfe für Juden und Deportierte erbat. Allein bei jenem schrecklichen Verhaftungswelle wurden daraufhin 60 Menschen befreit.“

Der Weg zur Seligsprechung ist nicht nur wegen der neuen Erkenntnisse einfacher geworden, urteilt Jesuitenpater Anton Witwer, Postulator des Seligsprechungsprozesses, im Interview mit Radio Vatikan: „Der heroische Tugendgrad wurde bereits bestätigt, jeder Gläubige kann ihn somit ins Gebet aufnehmen. Was noch fehlt für die Seligsprechung, ist aber das Wunder. Damit dies geschieht, müssen wir Pius XII. in unsere Gebeten aufnehmen. Er ist wahrlich eine eindrückliche Persönlichkeit gewesen, und zwar nicht nur als Papst. Er hat als Mensch in tiefgründiger Weise die Nächstenliebe und die Liebe zu Gott gelebt.“ (rv)

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Vatikan veröffentlicht Logo für Papstbesuch in Fatima

Montag 13. Februar 2017 von VH

Der Vatikan hat an diesem Montag das Logo für den kommenden Papstbesuch in Fatima veröffentlicht. Es besteht aus einem Rosenkranz, der in Herzform gelegt ist – und vereint somit die beiden zentralen Bildelemente des portugiesischen Marienwallfahrtsortes Fatima, wie der Designer des Logos betonte. In das Herz eingeschrieben stehen die Worte „Papst Franziskus“ und „Fatima 2017“. Der „Geist der Barmherzigkeit und des Friedens“, der das Pontifikat von Franziskus kennzeichne, aber auch sein einfacher und klarer Stil sollten in dem Logo deutlich werden, so die Erklärung des Designers Francisco Providence. Das Motto zu der Reise lautet „Com Maria, Peregrino na esperanca e na paz“ (Mit Maria, Pilger in Hoffnung und in Frieden). Anlass des Papstbesuchs vom 12. und 13. Mai ist der 100. Jahrestag der dortigen Marienerscheinungen. (rv)

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Papst fordert Prophetie statt fauler Früchte — und erklärt, warum er nachts gut schläft

Samstag 11. Februar 2017 von VH

VATIKANSTADT – Kindesmissbrauch ist ein „Werk des Teufels“, manche Orden mit vielen Berufungen sind ihm suspekt — und trotz der Korruption im Vatikan kann er nachts mit Hilfe des Heiligen Josefs gut schlafen: Dies und einiges mehr sagte Papst Franziskus in einem dreistündigen Gespräch mit 140 männlichen Ordensoberen aus aller Welt.

Eigentlich fand das Treffen hinter verschlossenen Türen statt. Doch einer schrieb offenbar fleißig mit: Jesuitenpater Antonio Spadaro. Er gilt als enger Vertrauter des Papstes. Im „Corriere della Sera“ kann man nun nachlesen, was der Papst bei dem Treffen am vergangenen 25. November zu sagen hatte.

„Ein Werk des Teufels“

Sowohl sexueller als auch finanzieller Missbrauch sei nicht zu dulden, betonte der Papst auf die Frage, wie beide am besten zu verhindern seien. Er unterstrich die Notwendigkeit der Armut für Ordensleute, aber auch transparenter, ethisch verantwortlicher Finanzarbeit von Banken. Was sexuellen Missbrauch betreffe: „Wenn ein Priester oder Ordensleute beteiligt sind, ist es klar dass der Teufel am Werk ist, der die Arbeit Jesu ruiniert durch jene, die ihn verkünden.“ Der sexuelle Missbrauch sei eine Krankheit. Das müsse verstanden werden. Und wenn jemand in einem anderen Seminar oder Institut nicht aufgenommen worden sei, dann müsse man seine Herkunft genau und detailliert prüfen, so Franziskus.

Faule Früchte?

Der Niedergang an Berufungen beunruhige ihn, räumte der Papst ein. Gleichzeitig warnte er vor „restorativen“ Kongregationen, die „nur Rigidität“ anbieten würden: „Wenn ich höre, dass eine Kongregation viele Berufungen anzieht, dann muss ich zugeben, dass mich das besorgt“, so Franziskus wörtlich. Wie die faulen Früchte von den guten zu unterscheiden seien? Über den demütigen Pfad Jesu, durch das Zeugnis des Evangeliums.

Franziskus betonte in einer weiteren Antwort, dass darum gehe, die Frohe Botschaft ohne Beruhigungsmittel zu verkünden. Hier spielten die Orden eine wichtige Rolle: Sie müssten „radikal in ihrer Prophezeiung“ sein, so der Pontifex. „Das ist mir extrem wichtig“. Es gehe darum, die Weltlichkeit als Gemeinschaft wie als Mensch zu überwinden, abzulegen. Nur so gehe es vorwärts. Dabei sei Abtötung, Fasten und Askese eine wichtige Hilfe, unterstrich Franziskus.

Eine ruhige Nacht dank des Heiligen Josef

Natürlich: „Es gibt Korruption im Vatikan“, stellte Franziskus nüchtern fest. Trotz dieser und anderer Sorgen schlafe er jedoch sehr gut, erklärte der Papst.

„Wenn es ein Problem gibt, schreibe ich es dem heiligen Josef auf einen Zettel und lege es unter ein Statue, die ich in meinem Zimmer habe. Es ist ein Figur des schlafenden Josef. Und nun schläft er auf einer Matratze aus Zetteln!“ (CNA Deutsch)

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Amoris Laetitia: Kardinal Caffara erklärt Anliegen der „Dubia“

Mittwoch 18. Januar 2017 von VH

VATIKANSTADT – In die Diskussionen um die offenen Fragen zu Amoris Laetitia hat sich einer der Autoren des Bittbriefs an den Papst geäußert. Kardinal Carlo Caffarra ist einer der vier Unterzeichner der“Dubia“.

Der emeritierte Erzbischof von Bologna war von 1981 bis 1995 Leiter des Päpstlichen Instituts Johannes Paul II. für Studien zu Ehe und Familie. Er sprach mit Matteo Matzuzzi von „Il Foglio“.

Beweggründe für den Brief an Franziskus

In seinem Interview erklärt Kardinal Caffarra die Beweggründe für den Brief an Papst Franziskus, in dem er mit drei weiteren Unterzeichnern den Papst bittet, fünf Zweifel, lateinisch Dubia, „aufzulösen, welche die Ursache von Verunsicherung und Verwirrung sind“.

Der Brief wurde Mitte September an den Papst sowie den Präfekten der Glaubenskongregation, Kardinal Gerhard Ludwig Müller, geschickt, und zwei Monate später veröffentlicht.

Über den Brief und seine Dubia habe er „monatelang nachgedacht…und meines Teils waren sie auch Gegenstand langer Gebete vor dem Allerheiligesten Sakrament“, sagte Kardinal Caffarra gegenüber „Il Foglio“.

Die vier Kardinäle hätten sich verpflichtet gefühlt, die Dubia vorzulegen aufgrund ihrer Rolle als Berater des Papstes, und aufgrund „der Tatsache – die nur ein Blinder abstreiten könnte – dass in der Kirche eine große Verwirrung, Unklarheit, Unsicherheit herrscht aufgrund einiger Abschnitte in Amoris Laetitia.“

„In diesen Monaten haben, was die grundsätzlichen Fragen der sakramentalen Ökonomie (Heirat, Beichte und die Eucharistie) und den christlichen Lebensweg betrifft, einige Bischöfe ‚A‘ gesagt, während andere das Gegenteil von ‚A‘ gesagt haben in der Absicht, den gleichen Text zu interpretieren“, so Kardinal Caffara.

Der Ausweg aus diesem „Deutungskonflikt“ war, auf grundsätzliche theologische Interpretationskriterien zurückgreifen zu können, anhand derer seines Erachtens „einigermaßen nachgewiesen werden könnte, dass Amoris Laetitia nicht Familiaris Consortio widerspricht“.

Doch, so Kardinal Caffarra weiter, habe sich gezeigt, „dass dieser epistemologische Ansatz nicht ausreichen würde. Der Kontrast zwischen den beiden Interpretationen setzte sich fort“ – und daher sei die einzige Möglichkeit einer Klärung gewesen, den Autor von Amoris Laetitia zu bitten, dies zu klären.

„Lauter stumme Hunde“?

Aus Achtung vor dem Papst hätten die Kardinäle entschieden, den Brief als privates Schreiben zu verfassen, und sich nur entschieden, den Brief auch zu veröffentlichen, „als wir sicher waren, dass der Papst nicht antworten würde… Wir interpretierten sein Schweigen als Erlaubnis, die theologische Diskussion fortzusetzen. Zudem betrifft das Problem darüberhinaus sowohl das Magisterium der Bischöfe (die, was wir nicht vergessen sollten, dieses Lehramt nicht ausüben weil ihnen der Papst es an sie delegiert hat, sondern aufgrund des Sakramentes, dass sie empfangen haben), als auch das Leben der Gläubigen“.

In Anspielung auf die Stelle in Jesaja 56:10 – „Die Wächter des Volkes sind blind, / sie merken allesamt nichts. Es sind lauter stumme Hunde, / sie können nicht bellen. Träumend liegen sie da / und haben gern ihre Ruhe“, sagte Kardinal Caffarra weiter, dass die Skandalisierung der Gläubigen zudem zugenommen habe, „als hätten wir uns Verhalten wie die Hunde, die nicht bellen“.

Die Spaltung innerhalb der Kirche „ist der Anlass des Schreibens, nicht seine Folge“, so der italienische Purpurträger wörtlich.

Als Beispiel nannte der emeritierte Erzbischof das Schreiben eines Pfarrers, der nicht mehr wisse, was er in der geistlichen Begleitung und im Beichtstuhl tun solle wenn Gläubige zu ihm kämen und die Kommunion verlangten, trotz ihrer ehebrüchigen Situation, und zu ihrer Rechtfertigung den Papst zitierten.

„Das ist die Situation vieler Seelsorger, vor allem der Pfarrer“, so Kardinal Caffarra weiter. „Das ist eine Last, die sie nicht alleine schultern können“.

Trennung von Lehre und Praxis „eine Absurdität“

Ein schwerwiegendes Problem sei zudem, von einer zu großen Unterscheidung zwischen Lehre und pastoraler Praxis zu sprechen, sagte der Kardinal. Wer meine, pastorale Praxis sei nicht begründet in der Lehre tue so, als sei deren Ursprung beliebig. „Eine Kirche, die der Glaubenslehre wenig Aufmerksamkeit schenkt ist keine pastoralere Kirche, sondern eine ignorantere Kirche“.

Der Kardinal weiter: „Wenn ich höre, das sei nur eine pastorale Änderung, und keine doktrinäre, oder dass das Gebot, welches Ehebruch verbietet nur ein rein positives Gesetz sei, dass geändert werden könne (und ich glaube kein redlicher Mensch kann das meinen), dann heißt das, dass ja, ein Dreieick hat allgemein drei Seiten, aber es ist möglich, eines mit vier Seiten zu machen. Mit anderen Worten: Das ist eine Absurdität.“

„Weiterentwicklung der Lehre“ kann nicht widersprüchlich sein

Die Idee einer „Weiterentwicklung des Lehramtes“, mit der einige Interpreten von Amoris Laetitia die Zulassung geschiedener Wiederverheirateter zur Kommunion für möglich halten, stößt bei Kardinal Caffarra ebenfalls auf Kritik.

„Wenn etwas klar ist, dann, dass es keine Weiterentwicklung gibt wo es Widersprüchlichkeit gibt. Wenn ich von ‚S‘ sage, dass es ‚P‘ ist und dann sage, dass ‚S‘ nicht ‚P‘ ist, dann entwickelt sich die zweite These nicht aus der ersten, sondern widerspricht ihr. Bereits Aristoteles hat zurecht gelehrt: Wenn man ein allgemein affirmatives Prinzip hat (etwa, dass jeder Ehebruch schlecht ist) und gleichzeitig eine bestimmte negative Aussage mit dem gleichen Subjekt und Prädikat (etwa, dass mancher Ehebruch nicht schlecht ist), dann stellt das keine Ausnahme dar zum ersten Prinzip, sondern dann widerspricht es diesem.“

Die Dubia sollten klären, ob Amoris Laetitia eine Weiterentwicklung der bisherigen Glaubenslehre darstelle, oder dieser widerspreche – da es auf Seiten beider Interpretationen Bischöfe gebe, die die jeweilige Sichtweise vertreten, so Caffarra.

„Hat Amoris Laetitia gelehrt, dass unter bestimmten Umständen und nach Durchlaufen eines bestimmten Prozesses [geschiedene und wiederverheiratete] Gläubige die Eucharistie empfangen können ohne beschlossen zu haben, enthaltsam zu leben? Es gibt Bischöfe, die ausgesagt haben, dass dies möglich ist“, so der Kardinal. Es sei eine einfache logische Ableitung, dass man dann auch lehren müsse, dass Ehebruch nicht an sich ein Übel ist.“

Das Wertvolle an Amoris Laetitia sei, betonte Kardinal Caffarra, dass es Seelsorger auffordert, nicht einfach Menschen „Nein“ zu sagen, sondern sich dieser Gläubigen anzunehmen und um sie zu kümmern, ihre Situation prüfen und unterscheiden zu helfen.

Wichtig an den Dubia sei, dass sie Bischöfe und Priester daran erinnern, dass es an sich schlechte Handlungen [intrinsece malum, Anm.d.R.] gebe, welche durch Vernunft erkennbar seien, wie als erster im Westen Aristoteles erkannt habe.

Missverständnis der Rolle des Gewissens

Abschließend erklärte Kardinal Caffarra, dass der Begriff des Gewissens und seine Rolle nicht missverstanden werden dürfe.

Das Gewissen und seine Prüfung sei ein Akt der Vernunft, der nicht verwechselt werden dürfe mit einer Art unanfechtbaren Instanz, die über Gut und Böse des eigenen Handelns, der eigenen Subjektivität entscheide.

Daher sei das fünfte Dubium auch das wichtigste, so Kardinal Caffarra, weil es sich der Frage des Gewissens widme, und ob dieses „niemals dazu autorisiert ist, Ausnahmen von den absoluten moralischen Normen zu legitimieren, welche Handlungen verbieten, die durch ihr Objekt in sich schlecht sind“, wie es in der Frage an Kardinäle heißt.

Tatsächlich gebe es einen Abschnitt in Amoris Laetitia, der scheinbar „die Möglichkeit erlaubt, dass es eine wahre Gewissensentscheidung geben kann…im Widerspruch mit der Lehre der Kirche betreffend des Schatzes der göttlichen Offenbarung. Das ist der Eindruck. Deshalb haben wir dem Papst die Dubia gegeben“.

Abschließend erinnerte Kardinal Caffarra an den Seligen John Henry Newman. Dieser habe das Gewissen „in einleuchtendster Weise“ verstanden. Der englische Konvertit erkannte, dass eine privates Urteil nicht zum „höchsten Kriterium moralischer Wahrheit“ erhoben werden könne.

„Sage niemals einer Person: ‚Folge immer Deinem Gewissen‘, ohne sofort hinzu zu fügen: ‚liebe und suche die Wahrheit über das Gute‘. Sonst gibt man dieser Person die zerstörerischste Waffe seiner Menschlichkeit an die Hand“. (CNA Deutsch)

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Die Reform des Papstes läßt sich auf diesen einen Punkt bringen

Mittwoch 28. Dezember 2016 von VH

VATIKANSTADT – Wenn der vergangene Woche vorgelegte 12-Punkte-Plan des Papstes zur Kurienreform eines zeigt, dann, dass Franziskus eine Vision einer einfacheren, weniger klerikalen Kirche hat, die aber steht und fällt mit einer Frage: der persönlichen Bekehrung.

In seinem am 22. Dezember vorgelegten Reform-Katalog betonte der Papst gegenüber Kardinälen und ranghohen Kurienvertretern, dass seine Reform nur effektiv sein werde, wenn sie von Männern und Frauen ausgeführt werde, die sich selber als praktizierende Katholiken neu bekehren, nicht einfach nur neues Personal darstellen. Franziskus wörtlich:

Es genügt nicht, sich damit zufrieden zu geben, das Personal auszutauschen, sondern die Kurienmitglieder müssen dazu gebracht werden, sich geistlich, menschlich und beruflich zu erneuern. Die Kurienreform verwirklicht sich keineswegs mit dem Wechsel der Personen – was gewiss geschieht und geschehen wird –, sondern mit der Umkehr in den Personen.

Der Papst bediente sich erneut einer medizinischen Sprache, die klar machte, dass er nicht nur die Kirche als „Feldlazarett“ sieht, sondern auch das Personal und die Organisation des Lazaretts umbaue, weil er Symptome an der Kurie selber feststellt – wie er in seiner ersten Weihnachtsansprache 2013 direkt sagte.

Die diesjährige Ansprache über „Diagnose und Operation“, über „Krankheit und Heilung“ steht also in einer jungen Tradition von Reden, mit der Franziskus der Kurie statt der sonst in Weihnachtsansprachen üblichen Anerkennung eine Analyse vorlegt. Waren es 2013 noch Krankheitssymptome, im darauffolgenden Jahr therapeutische Maßnahmen, so sind es in diesem Jahr 12 Leitlinien, geschildert über sieben Seiten.

Bereits im ersten Jahr hatte diese Art päpstlicher Ansage, darunter der Vorwurf „spirituellen Alzheimers“, zu Weihnachten stellenweise für Unmut gesorgt, nicht nur unter den – auch und gerade im deutschen Vergleich – oft schlecht bezahlten, aus Überzeugung Dienst versehenden Angestellten des Vatikan.

Der Priester Alexander Lucie-Smith schreibt im „Catholic Herald“, dass Mitarbeiter früher eine Flasche Prosecco und ein Panettone zu Weihnachten erhalten hätten; von Franziskus erhielten sie dieses Jahr als Geschenk ein Buch über geistliche Krankheiten. „Zweifelsohne eine fröhliche Weihnachtslektüre“, kommentiert trocken Dr. Lucie-Smith.

Aufmerksam gemacht auf dieses Buch habe ihn Kardinal Walter Brandmüller, sagte der Papst; einer der vier Kardinäle, deren nf Fragen zu Amoris Laetitia bis heute einer Beantwortung harren.

Doch geht es bei der Frage der Kurienreform nicht um die gleichen wie bei den Fragen der Dubia, zumindest nicht direkt.

Vielmehr geht es Beobachtern zufolge um die Frage, ob der Papst mit seiner Kurie die richtigen Reformen verfolge, die er oft mit päpstlichem Beschluss verordnet. Und ob der Heilige Vater dabei auch mit der Unterstützung seiner ihm zuarbeitenden Schäfchen rechnen kann; tatsächlich hat Franziskus explizit an seine Autorität als Papst appelliert mit der Aufforderung, „den Römischen Pontifex zu unterstützen in der Ausübung seiner einzigartigen, allgemeinen vollen, höchsten, unmittelbaren und universalen Macht“.

Der Schlüssel, mit dem die Rede des Papstes, ja, mehr als seine ganze Kurienreform zu verstehen ist, ist jedoch ein anderer. Es ist der eine Punkt, auf den sowohl seine Reform gebracht werden kann, als auch ein Großteil des ganzen Pontifikats.

Bekehrung bedeutet Heiligung, nicht nur Heilung

Die 12 „Leitlinien“ des Papstes sind sehr unterschiedliche Begriffe und Anliegen, die sich auf den ersten Blick schwer auf einen gemeinsamen Nenner bringen lassen. Namentlich führte Franziskus Individualität, Hirtensorge, Missionsgeist, Rationalität, Funktionsfähigkeit, Modernität, Einfachheit, Subsidiarität, Synodalität, Katholizität, Professionalität und Gradualität ins Feld.

Was alle diese Punkte bei genauerem Hinsehen gemeinsam haben? Als Thema kommt in allen immer wieder die Bekehrung zur Sprache. Gleich im ersten Punkt, der „Individualität“, betont der Heilige Vater die „Bedeutung der individuellen Umkehr, ohne die alle strukturellen Veränderungen nutzlos sein werden“. Die wahre Seele der Reform, so Franziskus, sind die Menschen.

Was meint der Papst mit „Bekehrung“ und „Umkehr“, mit Konversion? Im katholischen Sinn bedeutet sie immer und ausschließlich die Hinwendung zu Gott, aber auch die Nachfolge Jesu. Ihn zu kennen, zu lieben, und ihm zu dienen ist der Sinn des christlichen Lebens, kurzum: Die Heiligung.

So wie es Aufgabe und Lebensinhalt jedes Christen ist, sich in seiner Berufung zu heiligen, so können die 12 Prinzipien des Papstes gelesen werden als Leitlinien nicht etwa zu einer medizinischen Heilung; sondern, was unendlich wichtiger und relevanter ist, einer Heiligung. Zur Heiligung gehört die Heilung von Sünde. Und genau das ist der Punkt.

Die Betonung der Heiligung durch Umkehr ist also kein Angriff auf die Kurie, sondern ein Angriff auf die Sündhaftigkeit, und wie sich diese in der Kirche manifestiert. Die Reform des Papstes ist letztlich Bekehrung: Sie ist das positive Ziel seiner Bemühungen.

Wer den Papst schon länger kennt, weiß: Diese Betonung der Heiligung ist nichts Neues. Auch schon in seiner Zeit in Buenos Aires war dies der Fall.

„Es ist unmöglich, den Papst ohne diesen Begriff zu verstehen“

In seinem 2010 erschienen Buch „On Heaven and Earth“ (Über Himmel und Erde), einem Dialog mit seinem Freund Abraham Skorka, dem Rabbiner und Gelehrten aus Buenos Aires, spricht der damalige Erzbischof der Stadt argentinischen Hauptstadt über ganz unterschiedliche Themen; mit Abstand das deutlichste ist jedoch die Zentralität der Heiligkeit in der Mission der Kirche.

Die Heiligkeit sei „ein Sprungbrett in die Transzendenz“ und unverzichtbar für die Führung religiöser Gemeinschaften, so Bergoglio im Buch.

„Was die Religion betrifft, ist Heiligkeit unverzichtbar für einen Anführer“, sagte er, und mit Blick auf Zeiten, in denen die Kirche mit Korruption und anderen Schwierigkeiten rang, fuhr er fort, dass die Religion zurückkehrte wenn Persönlichkeiten wie die kürzlich heiliggesprochene Mutter Theresa von Kalkutta den „religiösen Eifer wiederbelebten“.

Alejandro Bermudez, Direktor der internationalen Catholic News Agency, zu der auch CNA Deutsch gehört, und Übersetzer des Buchs aus dem Spanischen ins Englische, sagte im April 2013, keine zwei Monate nach der Wahl Bergoglios zum Papst: „Es ist unmöglich irgendetwas zu verstehen von dem, das dieser Papst tut, ohne zu wissen, was persönliche Bekehrung ist“.

Der CNA-Direktor verwies auch auf die grundlegende jesuitische Tradition der Bildung des Herzens, die „Hand in Hand“ gehe mit der Vorstellung, die der Papst von Bekehrung habe.

Bermudez, der Franziskus mehrfach interviewte als dieser noch in Buenos Aires war, betonte, dass „nur eine Bekehrung der Herzen einen Wandel in der Kirche bringen wird, und ein Wandel in der Kirche wird einen Wandel von Gesellschaft und Kultur erringen.“

„Für Papst Franziskus führt kein Weg an dieser Tatsache vorbei: Dass dies nur durch ein bekehrtes Herz möglich ist“.

Die strenge Ansage des Papstes mag einige Hörer verletzt und sich nach einem barmherzigeren Ton sehnen haben lassen. Doch Franziskus scheint hier davon auszugehen, dass ein wenig „liebevolle Strenge“ nötig ist, statt Schulterklopfens und warmer Worte.

Mit Blick auf den Gesamtkontext des Reform-Mandats, mit dem der Papst gewählt wurde, wird so klar: Der Heilige Vater will nicht einzelne Verantwortliche aussondern, sondern lädt Mitglieder der Kurie ein, sich einer gründlichen Gewissensprüfung zu unterziehen, während seine Reform-Maßnahmen Schritt für Schritt umgesetzt werden.

In der Prüfung des eigenen Gewissens sollen die Mitarbeiter erkennen, ob sie an einer der 15 Krankheiten leiden, die der Papst in seiner ersten Rede anführte – und sich mit Hilfe der richtigen christlichen Tugenden davon heil(ig)en.

Schließlich ist die Kirche letzten Endes nicht dazu da, den Menschen zu helfen, sich besser zu fühlen sondern sich zu heiligen: Immer mehr „konform“ mit Jesus und seiner Frohen Botschaft zu leben. Darauf scheinen die Reformpläne des Papstes zu basieren – und abzuzielen. (CNA Deutsch)

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Vatikan: Franziskus besucht Benedikt XVI.

Sonntag 25. Dezember 2016 von VH

Franziskus hat am Freitagnachmittag dem emeritierten Papst Benedikt XVI. Weihnachtsgrüße überbracht. Der Papst sei persönlich ins Vatikan-Kloster „Mater Ecclesiae“ gekommen, geht aus einer Vatikannote von diesem Samstag hervor. Es handele sich um eine Geste der „Einfachheit“ im gemeinsamen Alltag des amtierenden und emeritierten Papstes, heißt es darin weiter.

Der Weihnachtsbesuch des Papstes bei Benedikt XVI. hat im vierten Pontifikatsjahr inzwischen Tradition. (rv)

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Kardinal Burke: Zeitplan für Papst-Zurechtweisung

Mittwoch 21. Dezember 2016 von VH

  Bericht bei Radio Vatikan der US-amerikanischen Website „LifeSiteNews“:

„Kardinal Raymond Leo Burke will eine formale Zurechtweisung von Papst Franziskus. Burke hatte gemeinsam mit drei weiteren Kardinäle, darunter die deutschen Joachim Kardinal Meisner und Walter Kardinal Brandmüller, dem Papst einen Brief geschrieben und diesen dann veröffentlicht. In einem Interview mit einer US-amerikanischen Webseite bekräftigte der Kardinal seine Kritik an der Tatsache, dass Franziskus auf den Brief nicht geantwortet habe.

Dem Portal LifeSiteNews deutete er weiterhin einen konkreten Zeitplan für eine formale Zurechtweisung – eine so genannge Correctio Fraterna, Brüderliche Zurechtweisung – des Papstes an. Diese „wäre direkt“, so Burke, aber nicht wie der Brief als Fragen formuliert, sondern würde „die verwirrenden Aussagen von Amoris Laetitia mit dem konfrontieren, was immer Lehre und Praxis der Kirche war, und dadurch Amoris Laetitia korrigieren.“ Da das Weihnachtsfest bevor stünde, wäre die Zeit nach Epiphanie wohl der richtige Zeitpunkt dafür.

Die Webseite schreibt weiter, dass solche Zurechtweisungen zwar selten seien, aber nicht neu, und zitiert dann einen Fall aus dem 14. Jahrhundert.“ (Original LifeSiteNews bei rv)

Originalbericht bei >> LifeSiteNews

Petition bei LifeSiteNews zu „Amoris Laetitia“ >> Zur Petition

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