Vaticanhistory-News-Blog

Kirchengeschichte bei VH

K-9: „Drei Viertel der Kurienreform sind fertig geplant“

Montag 11. September 2017 von VH

Die Reform rollt: Zum 21. Mal trifft sich in diesen Tagen der Kardinalsrat von Papst Franziskus, wegen seiner neun Mitglieder K-9 genannt, auch wenn einer von ihnen, der australische Kardinal George Pell, bis auf weiteres wegen eines längeren Aufenthalts in seiner Heimat nicht mehr daran teilnimmt. Bis Mittwoch berät der Rat über den Fortgang der Neuformulierung eines vatikanischen Grundgesetzes; es soll an die Stelle der bisher gültigen Apostolischen Konstitution „Pastor bonus“ treten.

Ende September 2013, sechs Monate nach seiner Wahl ins römische Bischofsamt, hatte Franziskus den Kardinalsrat eingerichtet. „Der Papst fühlt sich eigentlich nicht als Reformer“, sagt der Sekretär des Kardinalsrates, Bischof Marcello Semeraro von Albano, in einem Interview mit Radio Vatikan. „Diese Kurienreform hat der Papst auf den Weg gebracht, weil vor allem in den Kardinalssitzungen vor dem Konklave entsprechende Vorschläge eine Rolle gespielt hatten. Wie wir sehen, hat er zumindest anfangs als Mitglieder Kardinäle ausgesucht, die an der Spitze von Bistümern, von Ortskirchen auf den verschiedenen Kontinenten stehen. Es geht also darum, die Stimmen der einzelnen Kirchen zu hören, um in der Reform der Römischen Kurie voranzugehen.“

Anregung aus dem Vorkonklave

Wie ist das nun, wenn da der Papst und seine Berater in einem Saal der Vatikanresidenz Santa Marta zusammensitzen? Chaotisch? Oder eher bürokratisch? „Ich würde die Arbeitsmethode mit einigen Verben umschreiben“, sagt Semeraro. „Vor allem: zuhören. Alles begann im Oktober 2013 mit dem Anhören verschiedener Beiträge, die von Bischofskonferenzen kamen, den Einrichtungen der Römischen Kurie und auch vielen Einzelnen. Zweites Verb: nachdenken. Der Rat denkt über die Vorschläge und das Prozedere nach. Drittes Verb: verifizieren. Und schließlich: vorschlagen. Der Kardinalsrat entscheidet nichts, sondern er macht dem Papst Vorschläge.“

Der Bischof von Albano betont, dass der Rat eine „synodale Struktur“ sei; da er aus Bischöfen bestehe, gehe es hier um die vom Konzil bekräftigte Kollegialität der Bischöfe. Übrigens stehe der K-9 „nicht nur im Dienst des Papstes, sondern auch der einzelnen Ortskirchen“. Und er beschäftige sich auch nicht nur mit der Kurienreform: Wenn diese Arbeit einmal fertiggestellt sei, werde es zur wichtigsten Aufgabe des Rates werden, „dem Papst Ratschläge und Meinungen zu allen Themen, die der Papst ihm unterbreitet, zu geben“.

Vorschläge an den Papst

„Es ist ja zum Beispiel bekannt, dass der Kardinalsrat sehr oft diese schmerzhafte Realität des Kindesmissbrauchs behandelt hat. Und das ist ja per se nichts, was die Reform der Römischen Kurie betrifft; der Papst wollte eben den Rat auch in dieser Angelegenheit anhören.“

Nach so vielen Begegnungen im Vatikan sei die Atmosphäre im Rat mittlerweile eine „sehr familiäre“, verrät Bischof Semeraro. Das merke man in den Kaffeepausen. Immer wieder mache einer der Kardinäle auch einen Witz, dann lachten sie alle „brüderlich“. „Der Papst ist in der Regel präsent und hört vor allem zu. Manchmal sagt er auch etwas; das sind dann meistens persönliche Erfahrungen aus der Zeit, als er noch Erzbischof von Buenos Aires war, oder Bemerkungen zu aktuellen Situationen im Leben der Kirche.“

Wie weit ist der K-9 denn nun mit der Kurienreform gekommen? „Ich würde sagen, er hat etwa drei Viertel des Weges geschafft. Bald ist das fertig. Bald kann jedenfalls dem Papst der fertige Vorschlag vorgelegt werden. Wir wissen, dass er sehr schnell einige Zusammenlegungen von Päpstlichen Räten beschlossen hat. Bei Laien, Familien und Leben gibt es einen gewissen, thematischen Zusammenhang; das neue Dikasterium für die ganzheitliche Entwicklung des Menschen nimmt nicht einfach nur frühere Strukturen in sich auf, sondern drückt auf neue, einheitliche Weise den Willen des Konzilsdokuments „Gaudium et Spes“ aus.“

Reformbrocken Kommunikation und Medien

Ein ganz schön dicker Reformbrocken ist auch das neue Sekretariat für Kommunikation, in das u.a. der frühere Päpstliche Medienrat und Radio Vatikan eingegangen sind. „Das Sekretariat für Kommunikation hat wegen seiner Größe auch eine enorme, administrative Verantwortung. Außerdem ist auch das Thema der Kommunikation sehr wichtig. Das macht dieses Dikasterium zentral für das Projekt der Kurienreform.“

Der Bischof wiederholt: Aus seiner Sicht seien drei Viertel der Kurienreform fertig durchdacht. Jetzt werde es wohl nur noch „ein paar Monate“ dauern. „Dann hat der Papst die Vorschläge auf dem Tisch, die alle Dikasterien betreffen, und kann entscheiden, wie und wann er sie umsetzen will. Im Augenblick hat der Papst eine graduelle Umsetzung vorgezogen und hat dann auch in einigen Fällen noch einmal nachgebessert, wenn sich zeigte, dass beim Übergang von der Theorie zur Praxis doch noch mal Korrekturbedarf aufkam.“ (rv)

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K-9 will Ortskirchen mehr Kompetenzen geben

Donnerstag 15. Juni 2017 von VH

Wie kann man dafür sorgen, dass die Römische Kurie noch mehr im Dienst der Ortskirchen steht? Mit dieser Frage hat sich der Kardinalsrat, der sogenannte K-9, von Montag bis Mittwoch beschäftigt – fast die ganze Zeit in der Anwesenheit des Papstes.

An diesem Mittwoch gab der Vatikan ein paar Einzelheiten aus der mittlerweile 20. Runde des K-9 bekannt. Da sei etwa darüber gesprochen worden, ob vor einer Bischofsernennung nicht ein breiterer Konsultationsprozess stattfinden sollte; auch Ordensleute oder Laien könnten doch zu ihrer Meinung befragt werden.

Ein weiterer Vorschlag habe „im Geist einer gesunden Dezentralisierung“ auf die Übertragung einzelner Kompetenzen aus dem Vatikan auf Ortsbischöfe oder Bischofskonferenzen gezielt. Ganz konkret könnte das bedeuten, dass künftig über die Priesterweihe eines (unverheirateten) Diakons oder über die Neu-Verheiratung eines verwitweten Diakons nicht mehr in der Kleruskongregation entschieden wird, sondern in einer Bischofskonferenz. Dasselbe könnte nach Vatikan-Angaben auch für den Fall gelten, dass ein Diakon, dessen Frau gestorben ist, um die Priesterweihe nachsucht.

Ansonsten kreisten die K-9-Beratungen mit Papst Franziskus um eine Reihe von Vatikan-Einrichtungen, „vor allem um die Missionskongregation“. Kardinal George Pell informierte über die Arbeit des Wirtschaftssekretariats, das er leitet, und sprach mit seinen Mitbrüdern im Kardinalsrang über einzelne Posten in den Haushaltsplänen des Vatikans. Der Präfekt des Kommunikationssekretariats, Dario Edoardo Viganò, präsentierte einen Bericht über den Stand der Reform der Vatikanmedien, in dem von „positiven Resultaten“ die Rede war.

Das nächste Mal will sich der Papst in der ersten Septemberhälfte wieder mit seinem Kardinalsrat treffen. (rv)

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Kardinalsrat bespricht mit dem Papst Kurienreform

Montag 12. Juni 2017 von VH

Zum zwanzigsten Mal trifft sich ab diesem Montag der sogenannte K-9 mit dem Papst. Der Kardinalsrat spricht mit Franziskus von Montag bis Mittwoch über den derzeitigen Stand der Reformprozesse an der Römischen Kurie; dabei soll es dem Vernehmen nach auch um die Reform der Vatikanmedien gehen. Der Papst hat den Rat von neun Kardinälen kurz nach seiner Wahl im Jahr 2013 eingerichtet. Zu dem Gremium gehört auch der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx. (rv)

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Vatikan: Kardinäle tagen wieder zur Reform

Montag 12. Dezember 2016 von VH

Und weiter geht es, mit den Beratungen zur Kurienreform. Zu diesem Zweck treffen sich ab diesem Montag im Vatikan wieder die neun Kardinäle, die vom Papst mit Vorschlägen zur Reform beauftragt worden waren. Die bis Mittwoch gehende Sitzung ist das 17. Treffen des sogenannten „K9“-Kardinalsrates. Papst Franziskus ist mit dabei. Weitere Details gab der Vatikan nicht bekannt. Dem Beraterkreis gehört auch der Münchner Erzbischof und Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz an, Kardinal Reinhard Marx. (rv)

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Die Woche mit dem Papst: Kardinalsrat, Messe, 80. Geburtstag

Montag 12. Dezember 2016 von VH

Mit einem geschäftigen Montag startet Papst Franziskus in die vierte Adventwoche, in der er überdies 80. Geburtstag feiert. Tagsüber nimmt er an der mittlerweile 17. Sitzung des neunköpfigen Kardinalsrates teil, der ihn bei der Kurienreform unterstützt. Am Abend um 18 Uhr feiert Franziskus im Petersdom die Messe zum Fest Unserer Lieben Frau von Guadalupe, der Patronin Lateinamerikas. Ebenfalls am Montag stellt Kardinal Turkson im vatikanischen Pressesaal die Botschaft von Papst Franziskus zum kommenden 50. Weltfriedenstag vor.

Am Mittwoch hält Franziskus wie gewohnt die Generalaudienz. Parallel dazu stellt Kardinal Müller, Präfekt der Glaubenskongregation, an der Päpstlichen Universität Gregoriana den 4. Band der Gesammelten Werke von Joseph Ratzinger – auf Italienisch – vor. In der Kapelle Redemptoris Mater im Apostolischen Palast hält am Freitag der päpstliche Hausprediger Pater Raniero Cantalamessa die dritte Adventspredigt, Papst Franziskus und die Kurienspitzen werden anwesend sein. Ebenfalls am Freitag empfängt Franziskus den Präsidenten Kolumbiens Juan Manuel Santos, der soeben für seine Rolle im Versöhnungsprozess seines Landes den Friedensnobelpreis entgegengenommen hat. Santos reist danach weiter nach Assisis, wo er in der Basilika des Heiligen Franziskus über den Stand des Friedensprozesses berichten wird.

Am Samstag feiert Franziskus seinen 80. Geburtstag, ohne angekündigte große Feierlichkeiten, am Sonntag lädt er wie gewohnt Pilger und Touristen zum Gebet des Angelus auf den Petersplatz. (rv)

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K9-Rat: „Vereinfachen, harmonisieren und dezentralisieren“

Donnerstag 9. Juni 2016 von VH

KardinalsratDas 15. Treffen des sogenannten K9-Rates ist beendet. Die neun Papstberater haben in den vergangenen drei Tagen vor allen Dingen über die vatikanische Medienreform, die Weiterentwicklung der Wirtschaftsfragen im Vatikan und den Kampf gegen die Pädophilie gesprochen. Das unterstrich Vatikansprecher P. Federico Lombardi bei einer Pressekonferenz im Vatikan an diesem Mittwoch.

Der Papst habe bei den dreitägigen Arbeiten mehrmals persönlich teilgenommen. Die neun Kardinäle, die den Papst bei der Erarbeitung einer neuen Apostolischen Konstitution mithelfen, hätten über die Weiterführung „einiger Dikasterien“ beraten, so P. Lombardi. Namentlich ging es um das vatikanische Staatssekretariat, die Bischofskongregation und die Ostkirchenkongregation als auch die Kongregation für katholische Bildung und die Päpstlichen Räte für Kultur sowie jene für die Ökumene und den interreligiösen Dialog.

Es seien auch „Evaluationsresultate“ des K9-Rates an den Papst überreicht worden, die die Glaubenskongregation sowie jene für die Sakramentenordnung, die Heiligsprechungs- und die Ordenskongregation betreffen. Es wurden auch weitere Überlegungen zu dem bereits beschlossenen neuen Dikasterium Caritas, Gerechtigkeit und Frieden gemacht, fügte der Vatikansprecher an. Es seien drei Punkte hervorgehoben worden, die Reformen sollten „vereinfachen, harmonisieren und dezentralisieren“, sagte P. Lombardi.

Im Übrigen kümmere sich der K9-Rat nicht nur um die Kurienreform, sondern berate den Papst auch in anderen Fragen, unterstrich Jesuitenpater Lombardi. Der Rat habe kein „festgelegtes Ende ihrer Tätigkeit“. Die nächsten Sitzungen finden vom 12. bis 14. September und vom 12. bis 14. Dezember im Vatikan statt. (rv)

 

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Papst spricht mit Kardinalsrat über Bischofsernennungen

Donnerstag 14. April 2016 von VH

Kardinalsrat_K9Sollte der Vatikan etwas verändern am Prozedere für die Auswahl und Ernennung von Bischöfen? Auch über dieses Thema hat sich Papst Franziskus in den letzten drei Tagen mit seinem Kardinalsrat ausgetauscht. Vatikansprecher Federico Lombardi nannte an diesem Mittwoch, dem letzten Sitzungstag, einige Details der insgesamt 14. Runde des sogenannten K-9. „Sie wissen ja alle, was der Papst über Bischöfe und zu Bischöfen sagt“, so der Jesuit Lombardi. Das verleitete eine italienische Nachrichtenagentur zu der Schlagzeile, Franziskus wolle „neue und weniger römische Kriterien für die Auswahl von Bischöfen“.

Nur der indische Kardinal Oswald Gracias blieb den Beratungen des Kardinalsrats mit Franziskus aus Gesundheitsgründen fern. Gesprochen wurde nach Auskunft Lombardis über den Platz mehrerer Kongregationen und Räte in der künftigen neuen „Apostolischen Konstitution“, also dem Grundgesetz des Heiligen Stuhls. Die Zusammenlegung mehrerer Vatikan-Einrichtungen zu zwei neuen Dikasterien, nämlich „Laien-Familie-Leben“ und „Gerechtigkeit-Friede-Migration“, sei, was die Texte betreffe, fertig – jetzt liege die letzte Entscheidung darüber beim Papst.

Anfang Juni, Mitte September und Mitte Dezember will der Kardinalsrat wieder im Vatikan zusammentreten. (rv)

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Reform im Vatikan macht Fortschritte

Mittwoch 10. Februar 2016 von VH

Pater LombardiDas Prinzip der Synodalität sollte auch bei der Reform der Kurie eine Rolle spielen. Diese Forderung ergab sich bei den Gesprächen des Kardinalsrats mit dem Papst. Die sogenannten K-9 haben am Montag und Dienstag anderthalb Tage lang im Beisein von Franziskus vor allem über Synodalität gesprochen; Ausgangspunkt war seine Rede zu diesem Thema vom vergangenen 17. Oktober.

Vatikansprecher Federico Lombardi berichtete an diesem Dienstagmittag vor der Presse über die Diskussionen im K-9. „Es gab auch den letzten Durchgang der Debatte über die zwei Dikasterien (zu denen der Papst bisherige Einrichtungen zusammenlegen will): eines zu Laien, Familien und Leben, das andere zu Gerechtigkeit, Frieden und Migration. Letzte Vorschläge, die dazu eingegangen sind, wurden besprochen und die Schlussfolgerungen dem Papst übergeben. Ich habe das so verstanden, dass damit die Arbeit an diesen beiden Dikasterien beendet ist.“

Damit ist aber noch nicht gesagt, wann Franziskus die neuen Einrichtungen tatsächlich gründen wird. Und auch nicht – wie Pater Lombardi extra noch mal betonte – ob sie Kongregationen oder päpstliche Räte werden… oder noch einmal etwas anderes.

„Dann gab es noch weitere, noch nicht abschließende Besprechungen zu zwei anderen Dikasterien, nämlich dem Staatssekretariat und der Liturgiekongregation… Aber das ist ein „work in progress“, das Nachdenken über diese beiden Dikasterien ist noch im Gang.“ Kardinal Sean O’Malley von Boston habe außerdem über die jüngste Tagung der vatikanischen Kinderschutz-Kommission referiert.

Abwesend bei den Beratungen war nur der indische Kardinal Gracias, der sich einer Operation unterziehen musste. Anwesend war hingegen Kurienkardinal George Pell; der vatikanische „Wirtschaftsminister“ informierte über den gegenwärtigen Stand der Reform in seinem Gebiet. (rv)

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Kardinalsrat tagt wieder

Montag 8. Februar 2016 von VH

KardinalsratAn diesem Montag tritt im Vatikan der von Papst Franziskus berufene Kardinalsrat (“K9”) zum dreizehnten Mal zusammen. Thematisch wird es um die „Synodalität“ gehen, die Franziskus immer wieder als wichtiges Grundprinzip seines Kirchenverständnisses betont. Bei den Beratungen wird auch der Münchner Kardinal Reinhard Marx als eines der neun von Franziskus bestimmten Mitglieder des Gremiums anwesend sein. Zum Abschluss der Beratungen an diesem Dienstag wird ein Statement aus dem Vatikan erwartet. (rv)

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Wochenvorschau: Nicht nur Kuba

Montag 14. September 2015 von VH

KardinalsratDie Reise nach Kuba ist der wichtigste Punkt im Programm von Papst Franziskus für diese Woche. Am Samstag bricht er gegen 10.15 Uhr von Rom nach Havanna auf, wo er am Samstagnachmittag und Sonntag zahlreiche Termine wahrnimmt, darunter die Messe auf dem „Platz der Revolution“. Am Dienstag der nächsten Woche wird der lateinamerikanische Papst dann von Kuba aus in die USA weiterreisen, um dort am Welttreffen der Familien in Philadelphia teilzunehmen und in New York vor den Vereinten Nationen zu sprechen. Das genaue Programm der Papstreise will Vatikansprecher Federico Lombardi an diesem Dienstag in Rom vor der Presse erläutern.

Der Start in die Woche verläuft für Franziskus hingegen in einiger Zurückgezogenheit: Ab Montagmorgen berät er sich, bis Mittwoch, mit seinen Kardinalsberatern. Es ist die bislang elfte Sitzung der „K-9“. Nur am Mittwoch wird der Papst bei den Gesprächen nicht dabeisein, weil er auf dem Petersplatz seine Generalaudienz hält und EU-Umweltminister empfängt.

Am Dienstag nimmt im Vatikan ein Welttreffen von jungen „gottgeweihten Personen“, also in der Regel Ordensleuten oder Mitgliedern geistlicher Bewegungen, seinen Anfang. Es kommt auf Initiative der vatikanischen Ordenskongregation zustande und gehört zum derzeit laufenden „Jahr des gottgeweihten Lebens“. Um 20.30 Uhr feiern die Teilnehmer aus vielen Teilen der Welt eine Gebetsvigil auf dem Petersplatz; am Donnerstag plant der Papst eine Begegnung mit ihnen, doch der Termin ist noch nicht bestätigt. Dasselbe gilt übrigens für eine mögliche Papstaudienz für Luxemburgs Ministerpräsidenten Xavier Bettel, die ebenfalls für Donnerstag angesetzt ist.

Der Präfekt der vatikanischen Missionkongregation, Kardinal Filoni, hält sich ab Dienstag für fünf Tage in Nepal auf; er will die Solidarität des Vatikans mit den Opfern des Erdbebens vom April ausdrücken. Kirchliche Hilfswerke für Syrien und den Irak treffen sich am Donnerstag im Vatikan, um ihre Arbeit zu koordinieren. Ein ökumenisch interessanter Auftritt soll am Freitag im deutschen Priesterkolleg am Vatikan stattfinden: Der Außenbeauftragte der russisch-orthodoxen Kirche, Metropolit Hilarion, wird dort abends im Beisein von Kardinal Müller, dem Präfekten der Glaubenskongregation, ein Buch des Moskauer Patriarchen Kyrill vorstellen. (rv)

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