Das Team von Vatican News deutsch

Die bisherige Redaktion von Radio Vatikan deutsch bleibt und ist auch Teil der neuen sechssprachigen Redaktion von Vatican News. Es handelt sich um sechs Redakteurinnen und Redakteure aus dem deutschsprachigen Raum. Regelmäßig ist auch eine Praktikantin oder Praktikant dabei.

Der bisherige Leiter des deutschsprachigen Dienstes von Radio Vatikan, Jesuitenpater Bernd Hagenkord (ord), war seit 2009 für die Abteilung zuständig. Bei Vatican News ist er für alle sechs Sprachen als publizistischer Leiter zuständig.

Die Leitung der deutschsprachigen Abteilung von Vatican News hat der deutsche Journalist Stefan von Kempis (sk). Im Jahre 1989 machte er bei Radio Vatikan ein Praktikum. Von 1995 bis 1998 arbeitete er dort als Redakteur. Seit Oktober 2001 war er zweiter Redaktionsleiter. Er ist verantwortlich für Nachrichten bzw. Aktuelles.

Die aus Österreich stammende Journalistin Gudrun Sailer (gs) war seit 2003 bei Radio Vatikan. Bei herausragenden Vatikan-Ereignissen wie den Papstwahlen von 2005 und 2013 wirkte sie als TV-Gastkommentatorin. Sie ist auch Gründungsmitglied des Vereins der Frauen im Vatikan D.VA.

Die Stimme aus der Schweiz ist Mario Galgano (mg). Der ehemalige Sprecher der Schweizer Bischofskonferenz war seit 2006 als Redakteur bei Radio Vatikan tätig. Derzeit kümmert er sich auch um die Social Media von Vatican News sowie um die Videos.

Die deutsche Journalistin Anne Preckel (pr) war als Redakteurin beim öffentlich-rechtlichen Fernsehen (RAI) in Rom beschäftigt, bevor sie 2009 zu Radio Vatikan wechselte. Sie moderiert auch weiterhin wie die anderen Redakteurinnen und Redakteure die Nachrichtensendungen sowie Beiträge für das Nachrichtenportal.

Die aus Bayern stammende Christine Seuss (cs) gehört seit 2010 zum Team. Wie alle anderen in der deutschsprachigen Redaktion wechselt sie zwischen Moderation, Reportage und weiteren journalistischen Tätigkeiten ihre tägliche Arbeit.

Weitere Mitglieder und Helfer in der Redaktion sind Aldo Parmeggiani, der jeweils interessante Interviews mit Berühmtheiten und besonderen Menschen führt, Gerhard Girardi, der für die Online-Dienste wie den Newsletter zuständig ist, und Jennifer Stahl, die für die Sekretariatsarbeit verantwortlich ist. (vatican news)

Das Team von Vatican News deutsch

Die bisherige Redaktion von Radio Vatikan deutsch bleibt und ist auch Teil der neuen sechssprachigen Redaktion von Vatican News. Es handelt sich um sechs Redakteurinnen und Redakteure aus dem deutschsprachigen Raum. Regelmäßig ist auch eine Praktikantin oder Praktikant dabei.

Der bisherige Leiter des deutschsprachigen Dienstes von Radio Vatikan, Jesuitenpater Bernd Hagenkord, war seit 2009 für die Abteilung zuständig. Bei Vatican News ist er für alle sechs Sprachen als publizistischer Leiter zuständig.

Die Leitung der deutschsprachigen Abteilung von Vatican News hat der deutsche Journalist Stefan von Kempis. Im Jahre 1989 machte er bei Radio Vatikan ein Praktikum. Von 1995 bis 1998 arbeitete er dort als Redakteur. Seit Oktober 2001 war er zweiter Redaktionsleiter. Er ist verantwortlich für Nachrichten bzw. Aktuelles.

Die aus Österreich stammende Journalistin Gudrun Sailer war seit 2003 bei Radio Vatikan. Bei herausragenden Vatikan-Ereignissen wie den Papstwahlen von 2005 und 2013 wirkte sie als TV-Gastkommentatorin. Sie ist auch Gründungsmitglied des Vereins der Frauen im Vatikan D.VA.

Die Stimme aus der Schweiz ist Mario Galgano. Der ehemalige Sprecher der Schweizer Bischofskonferenz war seit 2006 als Redakteur bei Radio Vatikan tätig. Derzeit kümmert er sich auch um die Social Media von Vatican News sowie um die Videos.

Die deutsche Journalistin Anne Preckel war seit 2009 bei Radio Vatikan. Sie moderiert auch weiterhin wie die anderen Redakteurinnen und Redakteure die Nachrichtensendungen sowie Beiträge für das Nachrichtenportal.

Die aus Bayern stammende Christine Seuss gehört seit 2010 zum Team. Wie alle anderen in der deutschsprachigen Redaktion wechselt sie zwischen Moderation, Reportage und weiteren journalistischen Tätigkeiten ihre tägliche Arbeit.

Weitere Mitglieder und Helfer in der Redaktion sind Aldo Parmeggiani, der jeweils interessante Interviews mit Berühmtheiten und besonderen Menschen führt, Gerhard Girardi, der für die Online-Dienste wie den Newsletter zuständig ist, und Jennifer Stahl, die für die Sekretariatsarbeit verantwortlich ist. (vatican News)

An der Peripherie Lateinamerikas: Erster Stopp, Ecuador

 EcuadorDer Drei-Länder-Besuch des Papstes nach Lateinamerika führt ihn zuerst nach Ecuador, im Nordwesten des Kontinents. Ein für viele Europäer unbekanntes Land. Die Vorbereitungen in Quito, der Hauptstadt des Landes, laufen auch kurz vor Ankunft des Papstes auf Hochtouren. Unser Korrespondent vor Ort ist Mario Galgano. Er hat sich in der Stadt umgehört.

Mittag in Quito: die Straßen sind voll von Autos. An jeder Straßenecke ist jeweils ein Plakat mit dem Konterfei des Papstes zu sehen. „A evangelizar con alegria“, so lautet das Motto der Reise nach Ecuador – mit Freude die Frohe Botschaft verkünden. Und in der Tat erwarten hier viele, dass der Papst als „Verkünder“ einer friedlichen Botschaft kommt. Wenn man mit den Menschen auf der Straße spricht, so merkt man: die Politik prägt hier den derzeitigen Alltag. Und in der Tat, in einigen Straßen der Hauptstadt sieht man noch tausende Menschen gegen die Regierung und vor allem gegen Präsident Rafael Correa protestieren. Die Kirche hält sich hier raus, doch viele werden auch genau hinhören, ob und was der Papst zur Politik sagen wird. Das Land scheint da geteilt zu sein. Die Hauptstadt Quito sieht aus, als ob sie auf der Seite Correas stünde, die andere größere Stadt Guayaquil hingegen gilt als Hochburg der Correa-Gegner.

Der Papst selber wird sowohl die Hauptstadt Quito als auch Guayaquil besuchen. „Wir werden mit aller Kraft daran arbeiten, dass dieser päpstliche Besuch unvergesslich bleibt, genauso wie vor 30 Jahren der Besuch von Johannes Paul II.“, sagte Correa. Damals nahmen eine Million Menschen an dem Gottesdienst mit dem Papst teil. Heute sollen es mindestens zwei Millionen in Quito sein. Auf jeden Fall wird Franziskus viele Menschen hier in Ecuador sehen und die Hände schütteln. Mehr als 18.000 Polizisten sorgen, unterstützt von 150 Polizeihunden, während des Besuchs von Papst Franziskus in Ecuador für dessen Sicherheit.

(rv)

Jahr des geweihten Lebens: Nicht nur etwas für Rom

Kardinal Braz de AvizDas Jahr des geweihten Lebens soll nicht eine „römische Sache" bleiben, die nur an wenige Gläubige gerichtet ist. Sie soll außerdem ökumenisch werden und über katholisches Ordensleben hinaus gehen. Das sagt der Präfekt der Ordenskongregation, der brasilianische Kurienkardinal João Braz de Aviz, im Interview mit Radio Vatikan. An diesem Montagabend wird Papst Franziskus in St. Peter eine Messe zum „Tag des Geweihten Lebens" feiern. Im Gespräch mit unserem Kollegen Mario Galgano geht Kardinal Braz de Aviz auf das Engagement des Papstes für das geweihte Leben ein.

„Wir sind sehr glücklich darüber, dass Papst Franziskus die mittlerweile zur Tradition gewordene Messe für das geweihte Leben feiert. Dieser Gottesdienst will eine Verbindung zu allen Gläubigen des geweihten Lebens, also vor allem des Ordenslebens, auf der Welt sein. Die diesjährige Feier ist natürlich ganz besonders, weil wir ja das Jahr des geweihten Lebens feiern."

Papst Franziskus ist selber auch Ordensmann. Inwieweit spüren Sie das?

„Allein seine Präsenz zeigt vieles: er wird uns sicher auch bei dem Gottesdienst wieder an die Grundzügen dieses Gedenkjahres erinnern. Wir sind sehr froh darüber, denn durch Papst Franziskus haben Ordensleute frische Kraft und Freude erhalten. Das ist sehr wichtig, denn wir leben ja in einer Übergangszeit, in der es so viele Schwierigkeiten und Neuheiten auf der Welt gibt."

Ökumenische Perspektive

Es gibt ja weltweit ganz viele Initiativen zum Jahr des geweihten Lebens. Gibt es aus Ihrer Sicht ein Projekt, das Sie besonders hervorheben wollen?

„Ja, und zwar handelt es sich um eine Initiative, die kurz nach der Eröffnung des Gedenkjahres entstanden ist. Bei einem ökumenischen Treffen in Rom haben wir festgestellt, dass es ein großes Interesse gibt, geweihte Christen aus verschiedenen Konfessionen zusammenzubringen. Das gab es bisher in dieser Form nicht. Beim Treffen wurde festgestellt, dass die großen Schulen der Spiritualität innerhalb der verschiedenen Kirchen im Grunde denselben Weg gehen. Ich fand den Austausch mit Benediktinern und Franziskanern der anglikanischen Kirche sehr interessant, aber auch mit den Mönchen der orthodoxen Kirchen. Insgesamt nahmen sieben verschiedene spirituelle Traditionen teil. Dieser Austausch wird meiner Meinung nach künftig viele Früchte bringen."

Gibt es denn noch weitere Projekte, die Sie uns vorstellen können?

„Wir bereiten derzeit eine Begegnung für Ausbilder im Ordensleben vor. Es gibt bereits über 1.200 Anmeldungen aus der ganzen Welt zu diesem Treffen. Für uns ist es ein Anliegen, dass die Konferenz sehr repräsentativ wird und die verschiedenen Formen des geweihten Lebens und des Ordenslebens präsent sind. Wir wollen damit auch einen Wandel hervorrufen. Bisher war es so, dass man zum Ordensleben eine Einführungsausbildung unternahm, und dann konnte man die Gelübde ablegen und das war es dann. Nein, wir wollen, dass sich Männer oder Frauen, die sich Gott geweiht haben, ständig weiterbilden. Das gilt ja für uns alle: von der Zeugung bis zum Tod gibt es immer eine Bildung, das heißt Gott prägt sich in uns. Wir alle sind deshalb gerufen, diese Prägung zu suchen."

Sie haben vor allem von bereits Geweihten gesprochen. Wird es auch für sozusagen Neulinge – also Novizen – Projekte geben?

„In der zweiten Hälfte des Jahres – also im September 2015 – wollen wir Novizen treffen. Wir wollen vor allem zuhören, welche Erwartungen sie haben. Also, es geht uns darum, von ihnen zu lernen, und nicht unbedingt darum, ihnen etwas beizubringen. Denn auch wir können viel von jungen Menschen lernen. Wir wollen dieses Treffen mit einer großen Messe mit dem Heiligen Vater abschließen."

Es gibt viele Ordensleute und gottgeweihte Katholiken, die nicht im stillen Kämmerlein sitzen, sondern in der Welt tätig sind. Am 8. Februar wird sich Ihre Kongregation an dem Gebetstag gegen Menschenhandel beteiligen. Wie sehen Sie das Engagement von Ordensleuten in der Gesellschaft?

„Ich bin sehr froh darüber, dass wir uns an diesem Gebetstag beteiligen. Es geht um ein großes Anliegen, ein Thema anzusprechen, das ein großes Problem ist. Der Menschenhandel ist ein Skandal und schrecklich. Ordensleute, die unter den Armen und Hilfsbedürftigen sind, leben oft an der Peripherie – wie es der Papst nennt – unserer Gesellschaft und der Kirche selbst. Mit diesem Gebetstag wollen wir auch das Bewusstsein bei den Ordensleuten stärken, dass ein solcher Einsatz zu unserer Missio gehört."

Den Gottesdienst mit Papst Franziskus an diesem Montag überträgt Radio Vatikan live und mit deutschem Kommentar ab 17.25 Uhr. (rv)

WJT: Presseschau vom Freitag

Die spanischen Medien berichten an diesem Freitag über die ersten Ansprachen des Papstes sowie weiterhin über die Proteste der Papstgegnern. Das spanische Fernsehen betont, dass Benedikt XVI. in seinen ersten Reden Klartext gesprochen habe. Er habe die Probleme des Landes direkt benannt und auf die Lösungen hingewiesen. Was hingegen die Zeitungen geschrieben haben, weiß Mario Galgano.

Die größte Tageszeitung El Pais setzt den Schwerpunkt ihres WJT-Beitrags auf die Mahnworte des Papstes. So habe Benedikt XVI. jene – wie es wörtlich heißt – „angegriffen", die für Abtreibung und Euthanasie sind. Der Empfang des Papstes durch die spanische Regierung sei „ein Gang nach Canossa" gewesen. Zapatero hoffe, dass der Papst keine direkte Kritik an seine Regierung äußere, so El Pais. Die konservative Zeitung El Mundo unterstreicht, wie der Papst die „versteckte Christenverfolgung" geißle. Auf der Titelseite steht: „Schämt euch nicht des Herrn". Ein weiterer Schwerpunkt war der Empfang am Flughafen durch den spanischen König. In einem weiteren Beitrag wird über den Verkaufserfolg von WJT-Artikeln berichtet. Titel des Beitrags: „Der Papst ist ein Verkaufsschlager wie Fußballstar Ronaldo". Das gemäßigte Blatt ABC schreibt, dass der Papst „ein Lied auf die Freiheit angestimmt" habe. ABC ist eine der wenigen Zeitungen, die alle Reden des Papstes in vollem Wortlaut abgedruckt haben. Die katholische Zeitung La Razon macht eine Vorschau auf das weitere Papst-Programm. Der Weltjugendtag sei ein Stadtfest. Eine besondere Würdigung gilt den 3.000 Gastfamilien, die im Internet ihre Wohnungen zur Verfügung gestellt haben. Das linksgerichtete Blatt La Gaceta spricht von einem „Benedikt-Rezept". Diese Zeitung kritisiert hierbei die WJT-Teilnehmer. Es handele sich – und das sei eben das Rezept des Papstes – um „junge Kreuzritter, die gerne provozieren". (rv)

Arabien-Bischof: „Es gibt Hoffnungen und Befürchtungen“

 Die Christen im arabischen Raum sind bei den Protesten mehr Beobachter denn Protagonisten. Das sagt uns Bischof Paul Hinder. Mario Galgano hat den Kapuzinerpater gefragt, wie die Gläubigen im arabischen Raum die derzeitigen Umbrüche erleben. Hinder leitet das Apostolische Vikariat für den arabischen Raum.
Die politischen Umstürze in Tunesien und Ägypten sowie Unruhen in weiteren Staaten haben die Frage in den Vordergrund gerückt, ob nun bald der ganze arabische Raum von einer Revolutionswelle erfasst wird. Wie erleben Sie und die Christen in Ihrem Gebiet die sich vollziehenden Umbrüche dieser Tage?
„Das kommt auf das entsprechende arabische Land an. Im Moment ist es zum Beispiel hier im Oman recht ruhig. Ich weiß nicht, ob das so bleibt. Wäre ich jetzt in Bahrain, wo ich auch hingehen muss, würde ich die Situation wohl anders erfahren. Ich habe allerdings bei einem Telefongespräch mit einem Pfarrer in Bahrain gehört, dass es sich in erster Linie um die Leute handelt, die Landesbürger sind. Also nicht um die Christen. Die sind in diesen Prozess nicht mit einbezogen. Die haben ja auch kein Demonstrationsrecht. Insofern stehen die Christen eigentlich eher als Zuschauer da, obwohl natürlich die Konsequenzen des Umbruchs auch für die Christen erheblich sein werden. Wir sollten uns keine Illusionen machen. Es kommt darauf an, wer am Schluss die Oberhand gewinnt im betreffenden Land."
Und wie denken Sie, wird es am Schluss aussehen?
„Ich denke, wir dürfen nicht allzu rasche Resultate erwarten. Umbrüche gibt es schon, aber dass sich das jetzt schnell stabilisiert, daran glaube ich eigentlich nicht. Ich denke, dass das ein langfristiger Prozess ist, von dem niemand weiß, wie er ausgeht."
Sie sagten, die Christen hätten eher einen Beobachterstatus…
„Für die Christen und nicht nur sie gilt: Gibt es Hoffnungen, verbunden mit den aktuellen Entwicklungen vor Ort? Hoffnungen gibt es sicher. Wenn jetzt die arabische Bevölkerung auf die Menschenrechte pocht, auf mehr Teilhabe, dann erhoffen sich natürlich auch die Christen mehr Luft in Sachen Religionsfreiheit. Insofern gibt es Hoffnungen, es gibt aber auch Befürchtungen. Je nachdem wer die Oberhand gewinnt, kann es dann auch Rückschläge geben, dass die bereits errungene relative Freiheit in einigen Staaten dann wieder beschränkt werden könnte. Da leben wir im Moment einfach im Ungewissen."
Sie leiten ein Bistum, das den ganzen arabischen Raum abdeckt. Im Moment sind Sie auf Pastoralbesuch. Wen besuchen Sie und was haben Sie bisher erlebt?
„Ich besuche ja jedes Jahr alle Reihen im gesamten Bereich, der unter meiner Jurisdiktion ist. Im Moment hab ich den Zyklus von 2011 hier im Sultanat von Oman begonnen. Ich bin momentan in der nördlichen Pfarrei des Landes. Wir haben hier im Land vier Pfarreien. Ein solcher Besuch spielt sich folgendermaßen ab, dass ich die Gottesdienste halte und bei allen Gottesdiensten auch selbst predige. Auch in den größeren Pfarreien, wo es mehr Gottesdienste gibt am Freitag oder Sonntag. Meistens ist auch die Firmung damit verbunden in den einzelnen Pfarreien. Dann treffe ich den Pastoralrat, den Pfarreirat. Natürlich rede ich mit den Priestern, die im Einsatz sind, dann mit den einzelnen Vertretern der Laien und der Gruppen, die in den betreffenden Pfarreien existieren. Ich bemühe mich auch, dort wo es möglich ist, Christen im Landesinneren zu besuchen, damit sie wenigstens ihre Sorgen dem Bischof unterbreiten können. Oft sind das Christen, die 200 oder 300 Kilometer von der nächsten Pfarrei entfernt leben. Das kann ich natürlich nicht bei allen machen, aber jedes Jahr an einem anderen Ort mal eine solche Gruppe zu besuchen, ist sehr wichtig."
Was sind denn die größten Herausforderungen, mit denen Sie sich zurzeit auseinandersetzen?
„Wenn ich auf unsere eigenen Leute schaue, gehört zu den Herausforderungen, wie die Pastoral organisiert werden kann. Die Situation, dass wir zuwenig Platz haben, oft auch zuwenig Personal, zuwenig Bewegungsfreiheit. Auch einzelne Personen selbst stecken in Schwierigkeiten. In meinem Bereich zum Beispiel, wo sich die ökonomische Krise auswirkt mit allen Bedrohungen für die Leute, die zum Teil ihre Arbeit verlieren oder Einbußen in ihrem Einkommen erleben müssen. Dann ist eines der großen Themen nach wie vor, dass die Mehrheit unserer Gläubigen getrennt ist von ihren Familien. Das hat Konsequenzen für ihr persönliches Leben und ihre moralische Situation. Das beschäftigt uns in unserem pastoralen Alltag: Wie können wir die Menschen, unsere Gläubigen, motivieren, ihrem Glauben treu zu bleiben? Die Konkurrenz besteht da auch auf Seite der evangelikalen Kreise, die uns Leute abwerben, weil wir unter den Muslimen nicht evangelisieren oder missionieren dürfen. Damit wenden sie sich einer Mehrheitskonfession zu, wo es genügend Grund gibt auf Jagd zu gehen in einem gewissen Sinn. Wir stoßen oft an die Grenzen, wenn ich die Möglichkeiten sehe, die uns gegeben sind, von den Räumen her, von den Finanzen, von den Reisemöglichkeiten usw."
Diese Herausforderungen betreffen aber nicht nur die Christen im arabischen Raum. Die Demonstranten protestieren ja vor allem, weil sie hungern oder die Preise nicht bezahlen können.
„Ja. Es ist ja auch die Frage der Gefährdung. Man muss sehr aufpassen. Zu Recht hat man in den vergangenen Wochen den Blick auf die Christenverfolgung gerichtet, aber man muss das auch im weiteren Rahmen sehen. Es werden ja nicht nur Christen verfolgt. Es wird rein statistisch mehr Blut von eigenen Leuten vergossen innerhalb der Muslime, die Opfer von Terroranschlägen sind. Also nicht der eingegrenzte Blick ausschließlich auf die Christen, obwohl das ein sehr wichtiger Aspekt ist und wir das unmittelbarer spüren. Aber ich denke, es gehört auch zur christlichen Wahrnehmung, dass wir nicht nur auf unsere eigene Gefährdung und unsere eigenen Probleme schauen, sondern das Gesamte im Blick haben. Die Frage nach Sicherheit und Frieden, die betrifft alle."
Ist in einem solchen Kontext der interreligiöse Dialog möglich? Ich nehme an, Sie unternehmen diesbezüglich Versuche?
„Ja, sofern es die Möglichkeit gibt. Es besteht aber die Gefahr, dass der Dialog sich auf einer höheren akademischen Ebene bewegt und dass da zu wenige Initiativen ergriffen werden können. Es ist so, dass wir von unserer Seite her, von der Belastung der Leute her oft keine Reserven mehr haben, dort mehr zu investieren, weil wir schon überfordert sind von den Problemen im eigenen Raum. Das kann dann auch dazu führen, dass wir im konkreten Alltag wenig Kontakt haben mit dem muslimischen Umfeld, wenn es ums Handeln geht. Unsere Möglichkeiten sind eingeschränkt, weil wir ja nicht denselben Rechtsstatus haben wie die Bürger und Bürgerinnen der betroffenen Länder."
Gibt es etwas, was Christen im Westen tun können, um Sie zu unterstützen?
„Man darf die spirituelle, geistliche Unterstützung nicht unterschätzen. Darüber hinaus ist es wichtig, dass die Leute, die Christen in anderen Teilen der Welt, sich informieren und nicht nur Schlagwörtern aufsitzen. Sie sollten sich ein umfassendes eigenes Bild verschaffen und bei aller Dramatik der Vorgänge nicht überreagieren. Es gibt Gebiete, da ist es ruhig, da kann man auch hinreisen, womit auch Kontakte gepflegt werden, aber immer mit dem nötigen Respekt vor der Situation im betreffenden Land. Es ist ein Unterschied, ob man einen Trip in die Vereinigten Arabischen Emirate macht, wo es problemlos und ruhig zugeht, oder ob jemand abenteuerlustig nach Jemen reisen möchte, wo Sicherheitsprobleme auftreten. Nicht nur für diejenigen, die reisen, sondern auch für die Leute, die sie dort kontaktieren. Ich habe konkret einzelnen Leuten abgeraten: Reist nicht unseren Leuten nach im Land, auch wenn ihr eine gute Absicht habt, ihr gefährdet sie damit. Also dass da mehr Gespür für die reale Situation der Leute da ist, die in diesen Ländern leben. Man darf hier nicht nur vom Stillen der eigenen Neugier ausgehen, was natürlich immer interessant ist für Leute, die gleichsam im sicheren Hafen von Europa sind, da Informationen zu bekommen, die aber oft die Leute vor Ort in Bedrängnis bringen können. Da wünsche ich mir Verständnis."
Und von den Politikern? Was wünschen Sie sich?
„Von der Politik wünsche ich mir, dass man glaubwürdig stützend im Hintergrund steht und auch die Menschenrechte, inbegriffen die Religionsfreiheit, anmahnt und die immer wieder zur Sprache bringt und nicht aus reiner Opportunität in Schweigen verfällt, wenn es kritisch wird, aus Angst, wirtschaftliche Vorteile aufs Spiel zu setzen."
Was lernen wir von der Protestbewegung im arabischen Raum?
„Ich denke, dass die Vorgänge etwas Positives haben, auch wenn wir noch nicht wissen, wie es ausgeht. Aber es ist ein Erwachen im Gang und es zeigt, dass im Untergrund auch in den Diktaturen das Volk nicht völlig untätig gewesen ist, sondern einiges gelernt hat und nun versucht das zum Tragen zu bringen. Obwohl es in solchen Ländern schwierig ist, einen revolutionären Prozess auf Anhieb im Gleichgewicht zu vollziehen. Das war ja früher, im europäischen Umbruch, auch nicht der Fall. Das macht das Ganze spannend und auch gefährlich. Aber es gibt hier keine Alternative, als dass die Leute so gut es geht durch diesen Prozess hindurchgehen und ihn selbst bewältigen müssen. Ich fürchte, dass die Weltmächte hier in einer Weise versucht sind zu intervenieren, die nicht von Nutzen für die realen Vorgänge in den betreffenden arabischen Ländern wäre." (rv)

ÖRK-Chef: „Wir leben im ökumenischen Winter“

Der Papst ist ein enger Verbündeter der Ökumene-Bewegung. Das betont der neue Generalsekretär des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK), Olav Fykse Tveit, im Exklusiv-Interview mit Radio Vatikan. Olav Fykse Tveit ist am Wochenende erstmals seit seinem Amtsantritt vor knapp einem Jahr mit Papst Benedikt XVI. im Vatikan zusammengetroffen. Der norwegische Lutheraner sprach nach der Privataudienz von einem „offenen und freundlichen Gespräch" mit dem Papst. Beide Seiten hätten dabei die Notwendigkeit betont, sich gemeinsam für „die sichtbare Einheit" der Kirche einzusetzen. Nach dem Treffen im Apostolischen Palast hat ihn Mario Galgano in unserem Radio-Studio empfangen.Der Papst ist ein enger Verbündeter der Ökumene-Bewegung. Das betont der neue Generalsekretär des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK), Olav Fykse Tveit, im Exklusiv-Interview mit Radio Vatikan. Olav Fykse Tveit ist am Wochenende erstmals seit seinem Amtsantritt vor knapp einem Jahr mit Papst Benedikt XVI. im Vatikan zusammengetroffen. Der norwegische Lutheraner sprach nach der Privataudienz von einem „offenen und freundlichen Gespräch" mit dem Papst. Beide Seiten hätten dabei die Notwendigkeit betont, sich gemeinsam für „die sichtbare Einheit" der Kirche einzusetzen. Nach dem Treffen im Apostolischen Palast hat ihn Mario Galgano in unserem Radio-Studio empfangen.
 Sie waren an diesem Samstag beim Papst im Vatikan. Darf ich zuerst einmal fragen, wer alles dabei war. Waren Sie alleine dort?
„Im Gespräch war ich alleine, ja."
Und was haben Sie dem Papst gesagt, wenn wir fragen dürfen?
„Ja, wir haben über unsere gemeinsame Aufgabe gesprochen. Wir haben ganz viel darüber geredet, wie wichtig die ökumenische Aufgabe ist, auch wenn gemeinsame Herausforderungen hier sehen und auch, wenn wir Tendenzen sehen, dass das ökumenische Bewusstsein vielleicht nicht so stark ist wie es war. Ich habe als Vertreter des ökumenischen Rates ganz stark unterstrichen, dass wir nicht eine westliche protestantische Organisation sind, sondern eine weltweite ökumenische Gemeinschaft der Kirchen. Und deshalb haben wir auch des Privileg, die Vielfalt dieser Kirchen zusammen zu bringen und, dass wir in dieser Kommission sowohl theologisch als auch in der Mission sehr eng mit der katholischen Kirche zusammenarbeiten. Aber auch, dass wir in vielen Ländern in sehr lokalen Kontexten überall eine große und wichtige Zusammenarbeit zwischen unseren Kirchen und der römisch-katholischen Kirche erleben."
Eine große Herausforderung für die Christen weltweit ist die Situation zum Beispiel im Nahen Osten, im Heiligen Land, wo Jesus ja auf die Welt kam und auch gestorben ist. War das auch ein Thema – die Lage der Christen im Nahen Osten?
„Ja, das haben wir auch ganz stark unterstrichen, wie wichtig diese Situation im Nahen Osten als eine gemeinsame Verpflichtung und Aufgabe für uns ist. Wie können wir die Kirchen dort stärken, wie können wir auch zum Dialog ermutigen, wie können wir auch gemeinsam interreligiös arbeiten, sodass wir ein höheres Niveau von Zuversicht und einen neuen Willen, Lösungen zu finden, stärken können.
Und was hat der Papst Ihnen vorgeschlagen oder vielleicht mitgegeben?
„Wir haben darüber gesprochen, dass seine Reise in das Heilige Land im Jahr 2008 und die Synode in diesem Jahr auch sehr wichtig waren und dass die Botschaft von dieser Synode sehr wichtig war: es muss einen neuen Weg geben, bei dem die Rechte und die Friedensbewegung, die von beiden Seiten gebraucht werden, ernst genommen werden. Man muss einen neuen Willen zeigen, um Lösungen zu finden.
Zurück zum Stichwort Ökumene. Wo steht die Ökumene heute?
„Ich möchte ein Bild benutzen: man sagt, dass wir jetzt vielleicht einen ökumenischen Winter haben. Und als Norweger frage ich dann zurück: was ist denn so schrecklich am Winter? Wir wissen, dass Winter auch schön sein können, aber auch, dass Winter nur eine vier verschiedenen Jahreszeiten ist. Im Winter haben wir eine Zeit zum Überlegen, zum Nachdenken über das, was wir schon erlebt haben und was wir auch von der Zukunft erwarten und vorbereiten können. Deshalb denke ich, dass man sich nicht so stark auf das konzentrieren muss, was nicht so gut ist wie es war, sondern welche neuen Möglichkeiten, welche neuen Türen wir öffnen können. Wir sehen zum Beispiel das bei den Pfingstkirchen und den evangelikalen Kirchen jetzt eine neue Offenheit für ökumenische Arbeit wächst. Wir sehen auch, dass die jüngere Generation einen natürlicheren Zugang zum ökumenischen Prozess hat. Sie verstehen gar nicht, warum wir nicht mehr eins sein können, warum wir nicht mehr zusammenarbeiten können. Daher habe ich auch die Hoffnung. Das gehört auch zum Winter. Man schaut in Richtung Frühling und Sommer und weiß, dass sie kommen."
Wie ist denn der Beitrag der katholischen Kirche, wie ist die Zusammenarbeit des ÖRK mit der katholischen Kirche?
„Ich finde sie gut, ganz offen, ehrlich und konstruktiv. Wir haben zum Beispiel in unserem ökumenischen Seminar in Bossey (Schweiz) einen katholischen Professor, in unserer Missionsabteilung haben wir einen katholischen Professor. Wir haben auch zwischen diesen Sekretariaten ganz gute Beziehungen und das wollen wir stärken. Ich denke, dass die katholische Kirche eine Institution ist, in der auch eine Bewegung ist. Und wir sind mehr eine Bewegung als eine Institution. Aber ich denke, wir haben gemeinsam die Aufgabe, wirklich etwas Neues zu bringen und auch die Tradition mitzunehmen. Wir brauchen die Stabilität der römisch-katholischen Kirche, aber wir brauchen auch diesen starken theologischen und auch starken institutionellen Beitrag zum Ökumenismus."
Ihr Besuch hier in Rom beim Papst war der Antrittsbesuch. Können Sie sich vorstellen, dass Papst Benedikt XVI. auch einmal in Genf vorbeikommt bzw. haben Sie den Papst auch eingeladen?
Es gibt eine ständige Einladung, die auch schon meine Vorgänger ausgesprochen haben. Ich habe mit Kardinal Koch besprochen, dass wir weiter prüfen sollen, ob ein Besuch möglich ist. Es wäre sehr schön, wenn es möglich würde.
Was hätte das für eine Bedeutung, was wäre es für ein Zeichen, wenn der Papst bei Ihnen in Genf vorbeischaut?
„Wenn der Papst als Besucher zum Ökumenischen Rat käme, dann wäre das ein sehr starkes Zeichen für das Beurteilung der Wichtigkeit unserer Arbeit – auch unserer gemeinsamen Arbeit. Seine Anwesenheit in Genf wäre auch sehr wichtig, weil er damit auch die Bedeutung dieser UN-Organisation bestätigen würde und diese natürlich auch besuchen würde, um zu zeigen, dass diese multilaterale Arbeit für Frieden und Gerechtigkeit in der Welt, für Menschenrechte eine wichtige Sache für den Papst und die römisch-katholische Kirche ist.
Sie haben eingangs gesagt, dass der ÖRK nicht nur die westliche Kirche bzw. das westliche Christentum vertritt. Es gibt auch die Ostkirchen. Wie ist bei Ihnen intern zurzeit das Verhältnis zwischen den Kirchen des Westens und des Ostens?
„Es ist eine große Gabe und eine große Aufgabe des Ökumenischen Rates. Wir haben eine sehr wichtige Kommission gehabt, die diesen Beitrag und die Beteiligung von der orthodoxen Kirche im Ökumenischen Kirchenrat untersucht und diskutiert. Wir haben zwei wichtige Schlussfolgerungen daraus gezogen: Die eine ist, dass wir auf einen Konsens einigen, wenn wir Entscheidungen treffen, d.h. die Orthodoxen wie auch die anderen müssen gehört und ernst genommen werden. Das bedeutet auch, dass wir wichtige Fragen nicht nur bei irgendwelchen Abstimmungen lösen. Zweitens: wir brauchen eine Klärung, wie wir gemeinsam beten können. Es war schwierig, diese Frage zu bearbeiten, denn einige sagten, dass die Orthodoxen das anders gestalten wollen als wir es in der ökumenischen Bewegung gemacht haben. Wir haben jetzt – denke ich – eine größere Klarheit darüber, wie wir gemeinsam beten können und wir haben auch die Ermutigung: wir sollen gemeinsam beten.
Herzlichen Dank für das Gespräch. (rv)

Papstreise: Schlechtes Wetter und gute Stimmung

Es wird keine politische, sondern eine pastorale Reise sein, die Benedikt XVI. an diesem Wochenende nach Spanien unternimmt. Die Hauptbotschaft des Papstes beim Besuch in Santiago ist wohl allen klar: Es geht ihm vor allem darum, das Pilgern auf dem Jakobsweg wieder christlich zu deuten. Der Abschluss des „Heiligen Jahres" in Santiago bietet dem Papst dazu die passende Gelegenheit. Mario Galgano ist für uns vor Ort. Wir haben unseren Korrespondenten gefragt, wie die Stimmung vor dem Papstbesuch ist.
„Wenn es nach den Wettervoraussagen geht, dann sieht es düster aus. Aber die Pilger und Besucher in Santiago sind zuversichtlich. Zumindest sieht man sie zahlreich und fröhlich in den Straßen und in der Jakobskathedrale. Vatikan-Fähnchen und Papst-Bilder hängen und trotzen dem Atlantikwind. Aus allen Ecken der Welt trifft man hier Menschen. Alles in allem ist die Stimmung aber auch sehr besinnlich, schließlich ist Santiago ein Ort der Einkehr und des Gebets."
Wie sieht das Papstprogramm in Santiago überhaupt aus? Gibt es Besonderheiten?
„Ja, die gibt es in der Tat. An diesem Samstag wird der Papst zum Auftakt seiner Wochenendvisite und aus Anlass des Heiligen Jahres das Grab des Apostels Jakob in der Kathedrale von Santiago besuchen. Doch im Gegensatz zu den anderen Wallfahrern wird der Papst kein Pilger-Zertifikat erhalten. Der Erzbischof von Santiago hat uns Journalisten gerade vor wenigen Augenblicken erklärt, dass man wenigstens 100 Kilometer zu Fuß oder 200 Kilometer mit dem Fahrrad zurücklegen muss. Der Papst hingegen kommt vom Flughafen direkt mit dem Papamobil und das zählt eben nicht als Pilgermarsch."
Sie haben mit dem Erzbischof Julián Barrio gesprochen. Was hat er zur Papstvisite gesagt?
„Er sagte uns Journalisten, dass der Besuch des Papstes die Pilgerrouten des Jakobswegs in aller Welt bekanntmachen werde. Und er fügte an, dass der Papst eine solche Pilger-Bescheinigung wirklich nicht nötig habe. Benedikt XVI. sei ein Vorbild für alle Pilger, so Bischof Barrio."
In den spanischen Medien wird auch von Protesten berichtet. Was ist im Augenblick von den Protesten zu sehen?
„Es gibt Gruppen, die den Papstbesuch für persönliche Zwecke „missbrauchen" möchten. Aber diese Gruppen sind marginal. Das schreiben auch die Medien selber. Man kann schon sagen, dass Benedikts Reise nach Santiago und Barcelona eher konfliktfrei sein dürfte. Auch wenn wir nicht vergessen dürfen, dass es noch bis vor wenigen Jahren ziemliche Spannungen zwischen dem Vatikan und Madrid gegeben hatte. Spaniens Vatikan-Botschafter Francisco Vázquez sagte in den spanischen Medien hierzu, die Beziehungen zwischen Spanien und Vatikan bzw. Staat und Kirche seien hervorragend und es gebe nichts, was diesen Besuch stören könnte." (rv)