Neue Kardinäle: Diesmal nicht im Palazzo

BirettWieder eine Änderung im Sinn der neuen Nüchternheit: Im Vatikan werden die traditionellen Glückwünsche an neue Kardinäle diesmal ausschließlich in der Audienzhalle stattfinden. Das wurde am Freitag bekannt. Damit bleibt der Apostolische Palast, der sonst ein prunkvoller Rahmen für diese Glückwünsche war, erstmals außen vor. Wer den neuen Kardinälen am Samstag, den 19. November gratulieren möchte, kann zwischen 16.30 Uhr und 18.30 Uhr direkt die Audienzhalle ansteuern.

Am Morgen des 19. November nimmt Papst Franziskus im Petersdom die Kardinalserhebungen vor. Unter den insgesamt 17 neuen Kardinälen wären 13 dem Alter nach berechtigt, an einer Papstwahl teilzunehmen; die vier anderen sind schon über 80. Am Donnerstag feiern die neuen Kardinäle eine Messe mit dem Papst im Petersdom – und erleben dabei mit, wie Franziskus die Heilige Pforte von St. Peter wieder schließt. (rv)

Vatikan: Ältestes Kruzifix wird zum Denkmal des Jubiläums

comastriWenn am 20. November das Heilige Jahr zu Ende gehen wird, soll im Petersdom zur „Erinnerung“ an dieses außerordentliche Jubiläumsjahr das älteste Kruzifix von St. Peter für alle Gläubigen wieder sichtbar angebracht werden. Das kündigte an diesem Freitag der Erzpriester der vatikanischen Basilika an, Kardinal Angelo Comastri. Er stellte der Presse das frisch restaurierte Kruzifix vor. 15 Monate lang haben die Arbeiten gedauert, rund 60.000 Euro hat das Ganze gekostet, so Kardinal Comastri.

„Es handelt sich um ein hölzernes Kruzifix, der aus der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts stammt, also aus der Zeit von Dante Alighieri, und ist bei weitem das älteste Kreuz dieser Größe, das wir hier im Petersdom haben“, so der Erzpriester von St. Peter. Doch in den vergangenen achtzig Jahren war es an einer „ungünstigen“ Stelle platziert, abseits von der Öffentlichkeit. Davor stand ein Aufzug, den nur die Päpste und ihre Begleiter benützten und immer noch exklusiv verwenden. Das Kruzifix ist über 2,15 Meter groß und ist aus dem Stamm eines Nussbaumes erstellt worden. Doch trotz verschiedener Restaurierungsarbeiten im Lauf der Jahrhunderte befand es sich in einem ziemlich schlechten Zustand, wie die Restauratorin Lorenza D’Alessandro erläutert. „Wir mussten jede einzelne Schicht mit speziellen Lasergeräten entfernen“, sagt sie bei der Vorstellung des „neuen“ Kruzifixes. Die Arbeiten fanden im Kapitelsaal der Sakristei von St. Peter statt, wo das frisch restaurierte Kreuz auch der Presse vorgestellt wurde.

„Das Kruzifix wird dann erstmals am 6. November zum Anlass des Gottesdienstes mit dem Papst für das Jubiläumsjahr der Gefängnisinsassen wieder der Öffentlichkeit gezeigt. Gerade für die Gefängnisinsassen als Pilger in St. Peter wird das ein besonderes Zeichen der Hoffnung und eine Botschaft der Barmherzigkeit sein“, so Kardinal Comastri. Übrigens, Franziskus selber hat das Kreuz noch nicht gesehen und wird es wie die Pilger erst am 6. November sehen.

Danach soll es als „Denkmal für das Heilige Jahr der Barmherzigkeit“ in der Sakramentskapelle – also unmittelbar neben dem Grabmal des heiligen Papstes Johannes Paul II. – aufgestellt werden. „Der Pilger, der in jene Seitenkapelle zum Beten kommt, wird dann als erstes den Anblick des Gekreuzigten sehen“, fügt der Erzpriester an. (rv)

Überraschungsbesuch des Papstes bei Pius X.-Messe

Papst Pius X.Der Papst hat „überraschend“ an einem Gottesdienst beim Altar für Pius X. im Petersdom teilgenommen. Am Freitagmorgen sei er um 7 Uhr in den Bänken vor dem Altar gewesen, um an der Messe teilzunehmen und habe sich wie die alle anderen bei der Kommunion in die Schlange der Gläubigen eingereiht. Für Franziskus ist sein Vorgänger Pius X., der heiliggesprochen ist, ein Vorbild, weil der Heilige der Patron der Katecheten ist. Als Erzbischof von Buenos Aires hat er am Gedenktag des Heiligen Pius X. jeweils den Gottesdienst mit „seinen“ Katecheten des Bistums gefeiert. Der Feiertag ist jeweils am 21. August gemäß dem Kirchenkalender. (rv)

Totenmesse für Kardinal Becker im Petersdom

Kardinal BeckerKardinal Karl Josef Becker war ein „Meister der christlichen Weisheit". Mit diesen Worten würdigte Kardinaldekan Angelo Sodano seinen verstorbenen Mitbruder bei dessen Totenmesse im Petersdom an diesem Montag. Papst Franziskus sprach das Totengebet. Der deutsche Jesuiten-Kardinal Becker war vergangene Woche 86-jährig in Rom verstorben. Er findet seine letzte Ruhestätte in der Jesuiten-Gruft des römischen Friedhofs Verano. Papst Benedikt XVI. hatte den Theologen 2012 ins Kardinalskollegium aufgenommen. Becker galt als Mittlerfigur in den heiklen Gesprächen mit der schismatisch orientierten Piusbruderschaft. (rv)

„Nicht von der Logik der Macht faszinieren lassen“

Christsein bedeutet, „sich nicht von der weltlichen Logik der Macht faszinieren zu lassen". Das sagte Papst Benedikt XVI. an diesem Sonntag bei einer Messfeier im Petersdom. Zusammen mit den sechs neuen Kardinälen, die er am Samstag ernannt hatte, beging er das Christkönigsfest am letzten Sonntag des Kirchenjahres. Dabei ermunterte er dazu, gegenüber den „Interessen der Welt und ihrer Mächte immer den Vorrang Gottes und seines Willens hervortreten zu lassen". Das Reich Gottes sei ein „völlig anderes Reich als die irdischen", so Benedikt XVI. wörtlich.

„Es ist klar, dass Jesus keinerlei politische Ambitionen hat. Nach der Brotvermehrung wollten die Menschen ihn in ihrer Begeisterung über das Wunder ergreifen, um ihn zum König zu machen, um die römische Macht umzustürzen und so ein neues politisches Reich zu errichten, das als das sehnlich erwartete Reich Gottes angesehen worden wäre. Doch Jesus weiß, dass das Reich Gottes ganz anderer Art ist, sich nicht auf Waffen und auf Gewalt gründet. Und so ist es gerade die Brotvermehrung, die einerseits zum Zeichen seiner Messianität wird, aber andererseits einen Wendepunkt in seinem Wirken darstellt: Von jenem Moment an wird der Weg zum Kreuz immer deutlicher; dort, in der äußersten Liebestat, wird das verheißene Reich, das Reich Gottes aufleuchten."

Jesus sei kein politischer Revolutionär gewesen, hob Benedikt XVI. in seiner Predigt hervor. In seinem Gespräch mit Pilatus, dem römischen Statthalter, habe er gezeigt, dass das Reich Gottes „mit der scheinbaren Schwachheit der Liebe, die das Leben hingibt", errichtet werde.

„Die Macht des wahren Messias – eine Macht, die niemals untergeht und niemals vernichtet wird – ist nicht die Macht der Reiche der Erde, die entstehen und vergehen, sondern die der Wahrheit und der Liebe. Damit verstehen wir, dass das Königtum, das Jesus in den Gleichnissen angekündigt und vor dem römischen Statthalter unverhüllt und ausdrücklich offenbart hat, das Königtum der Wahrheit ist, das einzige, das allen Dingen ihr Licht und ihre Größe verleiht."

Der Papst rief dazu auf, sich immer wieder aufs Neue zum Reich Gottes zu bekehren. Die Bitte „Dein Reich komme" im „Vater Unser" bedeute so viel, wie zu Jesus zu sagen: „Herr, gib, dass wir dein sind, lebe in uns, sammle die verstreute und leidende Menschheit, damit in dir alles dem Vater der Barmherzigkeit und der Liebe unterworfen sei", so Benedikt XVI.

Traditionell feiert der Papst am Tag nach einem Konsistorium, also nach der Schaffung neuer Kardinäle, eine feierliche Messe mit den neuen „Senatoren" der Kirche. Die sechs neuen Kardinälen kommen aus dem Libanon, Nigeria, Indien, Kolumbien, den Philippinen und den Vereinigten Staaten. Es war – das ist außergewöhnlich – das zweite Konsistorium in diesem Jahr und das erste seit Jahrzehnten, in dem kein Italiener unter den neuen Kardinälen ist. Das war zuletzt unter Pius XI. vor dem Zweiten Weltkrieg „passiert".

Bei den am Samstag ernannten neuen Kardinälen handelt es sich im einzelnen um Luis Antonio Tagle, Erzbischof der philippinischen Hauptstadt Manila; John Olorunfemi Onaiyekan, Erzbischof von Abuja in Nigeria; Ruben Salazar Gomez, Erzbischof der kolumbianischen Hauptstadt Bogota. Außerdem erhielten der maronitische Patriarch Bechara Rai aus dem Libanon und der syromalankarische Großerzbischof Baselios Cleemis Thottunkal aus Indien die Kardinalsinsignien. Auch der Amerikaner James Michael Harvey, bislang Präfekt des Päpstlichen Hauses, zog in das oberste Beratergremium des Papstes ein. Ihnen überreichte der Papst während der feierlichen Zeremonie am Samstag im Petersdom Kardinalshut, Ring und das Pergament mit ihrer Titelkirche.
(rv)

Vatikan: Sterbliche Hülle Johannes Pauls II. ausgebettet

Die sterbliche Hülle Papst Johannes Pauls II. ist an diesem Freitagmorgen aus der Päpstlichen Gruft unter dem Petersdom ausgebettet worden. Nach der Öffnung des Grabes hat Kardinal Angelo Comastri ein kurzes Gebet gehalten und zu den liturgischen Gesängen angestimmt. Während der Gesänge ist der Schrein zum Grab des Apostels Petrus gebracht und dort mit einem goldenen Grabtuch verhüllt worden. An der Zeremonie haben unter anderem auch Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone, Kardinal Giovanni Lajolo und der Erzbischof von Krakau, Kardinal Stanislao Dziwisz, teilgenommen. Der Schrein mit den sterblichen Überresten von Johannes Paul II. wird am Sonntagmorgen vor dem Hauptaltar zu seinem Gedenken für alle Gläubigen nach der Seligsprechung zugänglich sein. Bis dahin sind keine Besuche in den Päpstlichen Gruften möglich. Der Sarg, in dem Johannes Paul bestattet wurde, besteht aus einem Holzsarg, der mit einer Hülle aus Blei versiegelt ist. Die äußere Hülle ist wieder aus Holz gefertigt und in einem guten Zustand, weist aber auch schon einige Zeichen der Zeit auf. Der Marmorsarkophag, in dem der Sarg des Papstes bisher aufgebahrt war, wird in eine Kirche nach Krakau gebracht, die nach dem künftigen Seligen benannt ist. Die letzte Ruhestätte wird Johannes Paul II. voraussichtlich am Abend des 2. Mai unter dem Altar der neu restaurierten Kapelle des Heiligen Sebastian im zweiten rechten Seitenschiff des Petersdoms finden. (rv)

Papst feiert Chrisammesse – „Viele Menschen heute glaubensmüde“

Benedikt XVI. sieht bei vielen Christen heute eine Selbstgenügsamkeit: die Illusion, ohne Gott auszukommen. „Sind wir – das Volk Gottes – nicht weithin zu einem Volk des Unglaubens und der Ferne von Gott geworden?" Das fragte er in seiner Predigt bei der Chrisammesse im Petersdom. Umgeben von Tausenden von Priestern, beklagte der Papst, „dass der Westen, die Kernlande der Christenheit ihres Glaubens müde sind". Doch gebe es auch heute leuchtende Beispiele des Glaubens, etwa Johannes Paul II., der in zehn Tagen selig gesprochen wird.
Weiß, die Farbe der Messgewänder, dominierte im Petersdom an diesem Gründonnerstag-Morgen: Mehrere tausend Priester nahmen mit Benedikt XVI. und den Mitarbeitern der Kurie an der Chrisam-Messe teil. Die Messe heißt so, weil in ihrem Verlauf die Salböle geweiht werden, die dann im übrigen Kirchenjahr bei verschiedenen Weihehandlungen benutzt werden – bei Taufe und Firmung beispielsweise. Der Gründonnerstag ist der Geburtstag der Eucharistie und darum für Priester ein besonderer Tag: Im Pontifikat von Johannes Paul II. gab es deswegen an jedem Gründonnerstag einen Brief des Papstes an die Priester, ein Brauch, den Benedikt XVI. allerdings nicht fortgeführt hat. In St. Peter wiederholten die Geistlichen an diesem Morgen das Versprechen, das sie bei ihrer Priesterweihe abgelegt hatten. Was den Papst betrifft: Der kann dieses Jahr sein 60. Weihejubiläum feiern.
„Bitten wir den Herrn, dass wir nicht nur Christen heißen, sondern es sind": Dieser Satz gab in der Predigt des Papstes den Ton vor. „Gott sucht nach mir – will ich ihn erkennen? Von ihm gekannt, von ihm gefunden werden?", fragte Benedikt XVI. Und weiter: „Die Unruhe nach Gott, das Unterwegssein nach ihm, um ihn besser zu kennen, um ihn besser zu lieben, darf in uns nicht erlöschen!" Der Papst erinnerte an das berühmte Diktum des heiligen Augustinus: „Unruhig ist unser Herz, bis es ruht in dir". Und er fragte:
„Ja, der Mensch ist unruhig, weil alles Endliche zu wenig ist. Aber sind wir wirklich unruhig auf ihn hin? Haben wir uns nicht mit seiner Abwesenheit abgefunden und suchen uns selbst zu genügen? Lassen wir solche Verkleinerungen unseres Menschseins nicht zu!"
Der Mensch sei von seinem Wesen her „ein Wesen in Beziehung", sinnierte der Papst weiter: Wenn aber die „Grundbeziehung, die Beziehung zu Gott" gestört sei, dann sei „auch alles andere mit gestört". „Wenn unser Verhältnis zu Gott gestört ist, wenn die grundlegende Richtung unseres Seins verfehlt ist, dann können wir auch nicht wirklich an Leib und Seele gesund werden!"
„Von Anfang an ist in der Kirche die Berufung des Heilens gereift, die sorgende Liebe um Menschen, die an Leib und Seele bedrängt sind. Dies ist auch der Anlass, einmal den Schwestern und Brüdern zu danken, die über die weite Welt hin heilende Liebe zu den Menschen bringen, ohne nach Stand oder Konfession zu fragen. Von Elisabeth von Thüringen, Vinzenz von Paul, Louise de Marillac, Camillus von Lellis bis zu Mutter Teresa – um nur einige Namen zu nennen – geht eine Lichtspur von Menschen durch die Welt, die von Jesu Liebe zu den Leidenden und Kranken herkommt. Dafür danken wir in dieser Stunde dem Herrn."
Die Christen seien, so fuhr Benedikt XVI. fort, ein „priesterliches Volk für die Welt". Sie sollten „für die Welt den lebendigen Gott sichtbar machen, ihn bezeugen, zu ihm hinführen". Aber wenn sie von diesem gemeinsamen Auftrag sprächen, den sie als Getaufte haben, „dann ist es kein Grund, uns zu rühmen", so der Papst. Dieser Auftrag sei nämlich nicht nur eine freudige, sondern auch eine „beunruhigende Frage an uns":
„Sind wir wirklich Gottes Heiligtum in der Welt und für die Welt? Öffnen wir den Menschen den Zugang zu Gott oder verbergen wir ihn eher? Sind wir – das Volk Gottes – nicht weithin zu einem Volk des Unglaubens und der Ferne von Gott geworden? Ist es nicht so, dass der Westen, die Kernlande der Christenheit ihres Glaubens müde sind und, ihrer eigenen Geschichte und Kultur überdrüssig, den Glauben an Jesus Christus nicht mehr kennen wollen? Wir haben Grund, in dieser Stunde zu Gott zu rufen: Lass uns nicht zu einem Nichtvolk werden! Lass uns dich neu erkennen!"
Bei „aller Scham ob unseres Versagens" dürfe man aber auch nicht vergessen, „dass es auch heute leuchtende Beispiele des Glaubens gibt", so der Papst wörtlich. Auch heute gebe es Menschen, die „durch ihr Glauben und ihre Liebe der Welt Hoffnung schenken".
„Wenn am kommenden 1. Mai Papst Johannes Paul II. seliggesprochen wird, denken wir voller Dankbarkeit an ihn als einen der großen Zeugen Gottes und Jesu Christi in unserer Zeit, als einen vom Heiligen Geist erfüllten Menschen. Mit ihm denken wir an die große Zahl derer, die er selig- und heiliggesprochen hat und die uns die Gewissheit schenken, dass Gottes Verheißung und sein Auftrag auch heute nicht ins Leere fallen."
Am späten Nachmittag beginnt das so genannte Österliche Triduum: die Feier der drei Tage von Leid und Auferstehung Jesu, Höhepunkt des Kirchenjahres. Benedikt XVI. feiert in seiner Bischofskirche, der römischen Basilika San Giovanni in Laterano, den so genannten Abendmahlsgottesdienst: „in coena domini", am Tisch des Herrn. Die Feier erinnert an das Letzte Abendmahl Jesu vor seiner Passion, an die Einsetzung der Eucharistie sowie an die Einsetzung des Priesteramts. Dabei wäscht der Papst zwölf Priestern die Füße. Wir werden diese und die kommenden Feiern in Rom live mit deutschem Kommentar übertragen – auch über Partnersender. Im Internet können Sie unsere Übertragung in sehr guter technischer Qualität auf unserer Homepage mitverfolgen. (rv)

Vatikan: Transferierung vonPapst Innozenz XI.

Die sterbliche Hülle von Papst Innozenz XI. ist am vergangenen Freitagabend im Petersdom umgebettet worden. In Begleitung von liturgischen Gesängen wurden die Gebeine des seligen Papstes von der Kapelle des heiligen Sebastian zu seiner neuen Grablege im linken Seitenschiff von Sankt Peter unter dem Altar der Verklärung gebracht. Den Ritus zelebrierte Kardinal Angelo Comastri zusammen mit einigen Bischöfen und Mitgliedern der Dombauhütte. Zum Abschluss wurde die Umbettung durch eine Unterschrift notariell bestätigt. Innozenz macht gewissermaßen Platz für einen weiteren seligen Papst: Nach der Seligsprechung am 1. Mai sollen in der Sebastianskapelle die sterblichen Überreste von Johannes Paul II. ihre letzte Ruhestätte finden. Die Renovierungsarbeiten in der Kapelle, die am Eingang von St. Peter im rechten Seitenschiff liegt, sind in der vergangenen Woche beendet worden. (rv)

Vatikan: Transferierung des Leichams von Papst Johannes Paul II.

Die sterblichen Überreste von Papst Johannes Paul II. werden nach seiner Seligsprechung in die Sebastianskapelle des Petersdoms umgebettet. Das hat der Vatikan jetzt bestätigt. Die Vorbereitungen in der Kapelle, die nahe am Eingang in die Basilika liegt, sind demnach abgeschlossen. Der Vatikan präzisiert, dass der Sarg Johannes Pauls am 1. Mai, dem Tag seiner Seligsprechung, in den Petersdom vor den Hauptaltar überführt wird. In den Stunden davor ist er in den Vatikanischen Grotten unweit der jetzigen Grabstätte des polnischen Papstes zu sehen. Am Tag der Seligsprechung können die Gläubigen in St. Peter am Sarg des neuen Seligen beten; später findet der Sarg dann in der Sebastianskapelle seinen endgültigen Platz. (rv)

Zum Thema   >>Transferierung der Grabstätte

Vatikan: Maron-Statue am Petersdom

 Papst Benedikt XVI. hat eine neue Statue an der Außenwand des Petersdoms eingeweiht. Die Statue stellt den Mönchvater Maron dar, eines Eremiten aus Nordsyrien, der an der Schwelle des fünften Jahrhunderts lebte. Auf ihn berufen und nach ihm benennen sich die mit Rom verbundenen christlichen Maroniten. Die Feier fand am Mittwoch kurz vor der Generalaudienz statt. Das fünf Meter hohe Kunstwerk stammt von einem spanischen Bildhauer und ist aus Cararra-Marmor erstellt worden. An der kurzen Zeremonie an der Außenapsis der Vatikanbasilika nahmen der maronitische Patriarch Kardinal Nasrallah Sfeir, der libanesische Staatspräsident Michel Suleiman, mehrere Kurienkardinäle sowie Mitglieder des maronitischen Kollegs in Rom teil. Benedikt XVI. wird Suleiman am Donnerstag in Privataudienz empfangen. (rv)