Dan Burke zum Präsidenten und COO von EWTN News ernannt

IRONDALE, ALABAMA – Das EWTN Global Catholic Network hat bekanntgegeben, dass Daniel Burke zum President und Chief Operating Officer von EWTN News, Inc. ernannt worden ist.

Burke war bisher Geschäftsführer des „National Catholic Register“, der zu EWTN gehörenden katholischen Tageszeitung.

Die Ernennung tritt mit sofortiger Wirkung in Kraft. In seiner neuen Funktion wird Burke die weltweite Nachrichtenarbeit von EWTN leiten und koordinieren, darunter auch Sendungen und Produkte wie die „EWTN News Nightly“ mit Lauren Ashburn, „The World Over“ mit Raymond Arroyo, „EWTN Pro-Life Weekly“, „Force for Good“, das Büro und Produktionszentrum in Washington, D.C., die Zeitung „National Catholic Register“, die Catholic News Agency und Agenturen der ACI Gruppe, zu der auch CNA Deutsch gehört, die Seite „ChurchPop“ und das EWTN-Studio im Vatikan.

In einer Mitteilung sagte Burke, dass EWTN-Gründerin Mutter Angelika „das Gesicht des Katholizismus in Amerika verändert hat, als sie das Evangelium durch ihre Medienarbeit verbreitete“.

Heute setze sich das Vermächtnis von Mutter Angelika durch EWTN fort, so Burke weiter, und die katholische Nachrichtenarbeit des Medienhauses leiste einen Beitrag zur Mission von EWTN: Weltweite Evangelisierung.

„Ich fühle mich geehrt, eine kleine Rolle in diesem großen Werk Gottes zu spielen und freue mich darauf, der lebenswichtigen Mission von EWTN News zu dienen, während wir die Nachrichten des Tages durch die Linse der Lehre der Kirche betrachten.“

Burke ist direkt Michael Warsaw unterstellt, dem Chairman und Chief Executive Officer von EWTN, so die Pressemitteilung des Netzwerks.

„In den letzten Jahren hat EWTN große Anstrengungen unternommen, eine globale katholische Nachrichtenplattform über Fernsehen, Radio, Print und Digital zu schaffen“, sagte Warsaw in einer Erklärung.

„Dan Burke ist die perfekte Wahl, um diese Operationen zu leiten“.

Warsaw betonte, dass Burke wie kein anderer dazu fähig sei, die Kooperation und redaktionelle Zusammenarbeit zwischen unseren Niederlassungen zu erleichtern. „Ich bin zuversichtlich, dass dies zu einer deutlich stärkeren Position für alle unsere Nachrichtenaktivitäten führen wird.“

Burke ist seit dem Erwerb des „National Catholic Register“ im Jahr 2011 bei EWTN beschäftigt.

Vor seinem Einstieg beim „National Catholic Register“ arbeitete er in den Bereichen globale Strategieentwicklung, Organisationsentwicklung und Unternehmens- und Technologieberatung. Er hat 11 Bücher über katholische Spiritualität geschrieben oder herausgegeben, und er gründete das Avila Institute for Spiritual Formation, das Priester, Ordensleute und Laien geistlich bildet.

Das EWTN Global Catholic Network wurde 1981 von Mutter Angelika gegründet, einer Ordensfrau der Armen Klarissen der ewigen Anbetung. Das größte religiöse Mediennetzwerk der Welt erreicht mehr als 275 Millionen Fernsehhaushalte in mehr als 145 Ländern und Territorien.

Zu den EWTN-Plattformen gehören neben 11 Fernsehkanälen – darunter EWTN.TV in deutscher Sprache – sowie weiteren Sprachen auch Radioangebote über Kurzwellen- und Satellitenradio, SIRIUS/XM, iHeart Radio und über 500 AM & FM-Tochtergesellschaften. EWTN verlegt den „Nationale Catholic Register“, betreibt einen Katalog religiöser Güter und gründete im Jahr 2015 den EWTN Verlag in einem Joint Venture mit der „Sophia Institute Press“.

Auch die katholische Nachrichtenagentur CNA Deutsch gehört zur EWTN-Familie. (CNA Deutsch)

US-Bischöfe bitten Vatikan, den McCarrick-Skandal und weitere Fälle formal zu untersuchen

Apostolische Visitation soll auch weitere Zusammenhänge von Missbrauch, Vertuschung klären und Kriterien für den Umgang mit Bischöfen erarbeiten helfen.

WASHINGTON, D.C. – Die US-Bischofskonferenz möchte, dass der Vatikan die Vorwürfe sexuellen Missbrauchs und Vertuschung gegen Erzbischof Theodore McCarrick untersucht und neue Verfahren zur Meldung von Missbrauch sowie eine stärkere Einbeziehung von Laien bei der Bearbeitung von Missbrauchsfällen erarbeiten hilft.

„Wir befinden uns in einer geistlichen Krise, die nicht nur eine geistliche Bekehrung erfordert, sondern auch praktische Veränderungen, um die Sünden und Misserfolge der Vergangenheit zu vermeiden, die im jüngsten Bericht so offensichtlich sind“, sagte Kardinal Daniel DiNardo von Galveston-Houston, Vorsitzender der US-Bischofskonferenz, in einer Erklärung am 16. August.

Transparenz und Rechenschaftspflicht

„Stärkere Schutzmaßnahmen gegen Täter in der Kirche und jeden, der deren Verbrechen vertuschen würde“, sagte DiNardo.

Der Vorsitzende weiter: Es gehe um Schutzmaßnahmen, „die Bischöfe zu höchsten Standards der Transparenz und Rechenschaftspflicht verpflichten“.

Die Bischöfe laden den Vatikan formal zu einer offiziellen Apostolischen Visitation in den Vereinigten Staaten ein, um Fragen rund um Erzbischof McCarrick zu klären, in Absprache mit den Laien des Nationalen Prüfungsausschusses, betonte DiNardo.

In er Vergangenheit hätten die US-amerikanischen Bischöfe nicht „klargestellt, welchen Weg die Opfer selbst einschlagen sollten, wenn sie Missbrauch oder anderes sexuelles Fehlverhalten durch Bischöfe melden“, räumte DiNardo ein, der die Entwicklung von „zuverlässigen Mechanismen zur Berichterstattung durch Dritte“ forderte.

Zu den Zielen der Bischöfe gehöre es, die kirchenrechtlichen Verfahren für Beschwerden gegen Bischöfe „schneller, gerechter und transparenter“ zu gestalten und „festzulegen, welche Auflagen den Bischöfen in jeder Phase dieses Prozesses gemacht werden können“.

Kriterien für Umgang mit Bischöfen

DiNardo skizzierte drei Kriterien für den Umgang der Bischöfe mit vergangenem und zukünftigem Missbrauch: Unabhängigkeit von Voreingenommenheit oder unzulässiger Einflussnahme durch einen Bischof, substanzielle Beteiligung der Laien und Respekt vor der eigenen Autorität in der Kirche.

„Weil nur der Papst befugt ist, Bischöfe zu disziplinieren oder zu entfernen, werden wir sicherstellen, dass unsere Maßnahmen diese Autorität respektieren und die Schwachen vor dem Missbrauch der kirchlichen Macht schützen“, fügte die Erklärung hinzu.

Laien mit Fachkenntnissen in den Bereichen Strafverfolgung, Psychologie, Investigation und anderen relevanten Disziplinen sollen ebenfalls einbezogen werden.

In einer Sitzung Anfang dieser Woche skizzierte das Exekutivkomitee der US-Bischöfe „diese notwendigen Änderungen“ und sagte, dass sie ihre Ziele dem Vatikan und allen US-Bischöfen während der Herbsttagung der USCCB im November vorstellen werden.

DiNardo beendete die Erklärung der Bischöfe mit einer Entschuldigung:

„Ich entschuldige mich und bitte Sie demütig um Vergebung für das, was mein Bruder Bischöfe und ich getan haben und nicht getan haben. Was auch immer sich in Bezug auf Erzbischof McCarrick oder die vielen Missbräuche in Pennsylvania (oder anderswo) herausstellen mag: Wir wissen bereits, dass eine der Hauptursachen das Scheitern der bischöflichen Führung ist. Das Ergebnis war, dass viele geliebte Kinder Gottes zumindest einem Machtmissbrauch ausgesetzt wurden. Das ist eine moralische Katastrophe. Es ist auch Teil dieser Katastrophe, dass so viele treue Priester, die nach Heiligkeit streben und mit Integrität dienen, von diesem Scheitern befleckt werden.“

DiNardo weiter: „Wir sind fest entschlossen, es mit Hilfe der Gnade Gottes niemals zu wiederholen. Ich mache mir keine Illusionen darüber, wie sehr das Vertrauen in die Bischöfe durch diese vergangenen Sünden und Misserfolge beschädigt wurde. Es braucht Arbeit, um dieses Vertrauen wiederherzustellen. Was ich hier skizziert habe, ist nur der Anfang; weitere Schritte werden folgen.“

Übersetzt und redigiert aus dem Englischen von AC Wimmer. (CNA Deutsch)