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Victor II.

Papstwappen

 

 

 

Biografische Daten: Papst Victor II.

Aliasname:

     --

Lfd. Nr. m. GP:

     170

Lfd. Nr. o. GP:

     154

Lfd. Nr. GP:

     --

Pontifikat

Von bis:

     1055 - 1057

Pontifikatdauer:

     2 Jahre, 3 Monate, 16 Tage

Wahltag:

     September 1054 (Mainz)

Inthronisation:

     13.04.1055 (GrĂŒndonnerstag in der Peterskirche in Rom)

Entthronisation:

     --

Papstlistenrang:

     208

Sedisvakanz in Tagen bis zur folgend. Inthronisation:

     6

Papstwahl

Art der Wahl:

     Durch Kaiser Heinrich III.

Beginn und Ende:

     --

Wahlort:

     Mainz

Dauer der Wahl in Tagen:

     --

KardinÀle im Konklave:

     --

Kirchliche VITA

Ämter und Funktionen:

     Zögling der Domschule in Regensburg, Domkanoniker, 1042 Bischof von EichstĂ€tt.

Persönliche VITA

Geburtsname:

     Gebhard Graf von Calw

Geburtsdatum:

     um 1020

Geburtsort:

     Schwaben

Herkunftsland:

     Deutschland

Todestag:

     28.07.1057

Todesort:

     Arezzo (Tuscien)

Todesart:

     Fieberanfall

Beisetzungsort:

     Ravenna, S. Maria Rotonda (Grab ist verschwunden).

Informationen

Victor II. war der fĂŒnfte deutsche Papst.

zur ausfĂŒhrlichen Biographie

 

 

Kardinalskreierungen im Pontifikat: Gesamt 4

 

 

 

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Dom zu EichstÀtt mit derm Erinnerungsdenkmal von Papst Victor II.

Erinnerungsdenkmal Papst Victor II. im Dom zu EichstÀtt.

Abbildung Papst Victor II. in einem Deckenfresco im Kloster Vallombrosa O.S.B. in der NĂ€he von Florenz.

 

 

 

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Siegel von Papst Victor II.

Papst Victor II.

Wappen (Bischof Rackl) auf dem Erinnerungsdenkmal im Dom zu EichstÀtt.

 

GrabstÀtte: Papst Victor II.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 

 

Ort(e) der GrabstÀtte(n):

 

Reihenfolge der GrabplÀtze ( event. Translationen):

 

 

 

Rom

 

                          1. Grab: Alt St. Peter

 

 

 

 

 

                          2. Grab: St. Peter (seit 1605)

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Lageplan und Kirche:

 

Zum Lagplan!

 

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Ravenna (1. Grab?)

 

Grabmal Theoderichs nach einem Stich von Pietro Santi (1776).

 

S.Maria Rotonda in Ravenna (Stich von V. Coronelli, ca. 1705).

Grabmal Theoderichs: Nekropole mit Sarkophagen.

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

GrabstÀtte(n):

 

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Gesamtansicht des Erinnerungsdenkmals fĂŒr Papst Victor II. im Dom zu EichstĂ€tt.

 

Detailansicht des Erinnerungsdenkmals (Oberteil).

 

Detailansicht des Erinnerungsdenkmals (Mittelteil).

 

 

Detailansicht des Erinnerungsdenkmals (Unterteil).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Inschriftensockel des Erinnerungsdenkmals.

 

 

 

 

 

 

 

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Informationen:

 

Papst Victor II. starb am 28.07.1057 in der bischöflichen Residenz zu Arezzo. Von hier sollte der Leichnam in sein Heimatbistum EichstĂ€tt transportiert werden, Ă€hnlich wie schon bei Papst Clemens II. (1046-1047). Der Überlierferung nach, wurde der pĂ€pstliche Leichnam von den Ravennatern geraubt und im Mausoleum des Theoderich vor den Mauern von Ravenna bestattet. Zu dieser Überlieferung gibt es tatsĂ€chlich nur eine einzige Quelle “De gestis episcoporum Eistetensium ab initio usque ad Gundekarum (II) episcopum”, den sogenannten Anonymus Haserensis (Anonymus von Herrieden). Niedergeschrieben wohl im Jahr 1078, also sehr zeitnah nur 21 Jahre nach dem Tod von Papst Victor II. Der Anonymus Haserensis berichtet zu dem Raub des Papstleichnams folgendes:

„Huius uenerabile corpus cum nostrates ad Eystatensem toparchiam perducere uellent, in uia per dolum a Rauennatibus inhumanissime spoliati sunt et, sepulto tam glorioso papa foras muros Rauennatis urbis in basilica sancte Marie, ad similitudinem Romane Pantheon formata, piissimo desolati domino summa onerati tristitia repatriare contendunt.“

„Als die Unsrigen seinen ehrwĂŒrdigen Leichnam zum EichstĂ€tter Bischofssitz ĂŒberfĂŒhren wollten, wurden sie unterwegs durch eine List von den Bewohnern Ravennas auf menschenunwĂŒrdige Weise beraubt, und nachdem der so ruhmvolle Papst vor den Mauern der Stadt Ravenna in der Kirche der heiligen Maria, einer Nachahmung des römischen Pantheons, bestattet worden war, suchten sie, verlassen von ihrem lieben Herrn und von tiefer Trauer bedrĂŒckt, eiligst in die Heimat zurĂŒckzugelangen.“

Alle Berichterstattungen des Mittelalters und der Neuzeit zum Tod Victors grĂŒnden auf dieser Schrift. Was tatsĂ€chlich in Ravenna geschehen ist, bleibt unklar. Nach diesem angeblichen Leichenraub gibt es keine einzige Quelle, die eine GrabstĂ€tte Papst VictorII. am Grabmal Theoderichs bezeugt.

Das Mausoleum des Theoderich (+ 30. August 526) stammt aus dem 6. Jahrhundert. Dank Robert Heidenreich und Heinz Johannes des Deutschen ArchĂ€ologischen Instituts wurden 1938/1939 Untersuchungen am Mausoleum sowie archĂ€ologische Grabungen im unmittelbaren Umfeld des Grabmals durchgefĂŒhrt. Basierend auf frĂŒheren Forschungsergebnissen erschien 1971 ihr Buch „Das Grabmal Theoderichs zu Ravenna“. Ihre Grabungen haben bewiesen, dass im Mittelalter eine kleine Kirche an das Mausoleum angebaut war (siehe Bild oben). Benediktinermönche hatten hier ein Kloster gegrĂŒndet und das Grabmal des Theoderich in eine Kirche namens S. Maria Rotonda (siehe Bild oben) umgewandelt. Diese KlostergrĂŒndung fand unter Erzbischof Johannes (850-878) von Ravenna statt. In der spĂ€teren Zeit befand sich um das Mausoleum herum eine Nekropole. Diese Tatsache beweisen auch die Grabungsergebnisse der ArchĂ€ologen.  Heidenreich/Johannes schrieben hierzu:

„Das Pantheon hat nicht nur wie das Grabmal Theoderichs einen runden Raum, beide Bauten haben in ihrer spĂ€teren Geschichte einen Zug gemeinsam, der vielleicht bei dem Namenswechsel eine Rolle spielte. Im Pantheon wurden nicht nur riesige Mengen von MĂ€rtyrergebeinen beigesetzt, es bildete auch bis in die Renaissance und selbst bis in die Neuzeit hinein die RuhestĂ€tte berĂŒhmter MĂ€nner. Vielleicht war es die Absicht, dies nachzuahmen, wenn die Ravennaten um das Grabmal herum eine Nekropole anlegten. Zwar sind, wie oben berichtet wurde, schon ziemlich frĂŒh die Leichname der Mönche ringsherum bestattet worden. Auch die alten Grabungsberichte erzĂ€hlen von Grabfunden, die auf den PlĂ€nen eingezeichnet sind. Aber es sieht doch wie eine Nachahmung des Gebrauches im Pantheon aus, wenn die Ravennaten im Jahre 1057 den Leichnam des Papstes Viktor II., der nach EichstĂ€tt gebracht werden sollte, rauben ließen und ihn beim Grabmal beisetzten.“

Heidenreich und Johannes Grabungsergebnisse liefern leider keinen Hinweis auf ein mögliches Grab von Papst Victor II. am Mausoleum Theoderichs in Ravenna. Einzig und allein der Hinweis unseres Anonymus Haserensis bleibt als einzigste Quelle bestehen. Trotz intensivem Studium der Ravennatischen Quellen ist es mir nicht gelungen auch nur eine Referenzquelle, die die Angaben des Anonymus Haserensis bestĂ€tigen wĂŒrde, zu finden. So gesehen ist und bleibt der Ort des BegrĂ€bnisses von Papst Victor II. mysteriös und unklar. Seine Schilderung des Leichenraubes ist zweifellos möglich, aber aufgrund von fehlenden BestĂ€tigungsquellen doch anzuzweifeln. Auch fehlt jeglicher Hinweis auf einen spĂ€teren Besuch des Grabes oder einer Gedenkfeier in S. Maria Rotonda in Ravenna.

Ein Grabmal von Papst Victor II. ist somit in Ravenna heute nicht oder nicht mehr zu finden. Zu seinem GedÀchtnis existiert heute lediglich in seinem ehemaligen Bistum EichstÀtt ein Erinnerungsdenkmal (siehe Bilder oben). Das Denkmal stammt von der akademischen Bildhauerin Johanna Fischl und wurde 1045/46 fertiggestellt. Das Denkmal ruht auf einem Socke mit der Inschrift:

„A℩ IVBILAEI MDCCCCXLV PRAEDECESSORI

QVEM NULLA OBSCVRABIT OBLIVIO DEDICAVIT

HOC MONVMENTVM MICHAEL SANCTAE AVREA

TENSIS ECCLESIAE EPISCOPVS LXXVII“

Übersetzung:

„Michael der 77. Bischof der heiligen Kirche von EichstĂ€tt hat im JubilĂ€umsjahr 1945 dieses Denkmal seinem VorgĂ€nger gewidmet, der nicht in dunkle Vergessenheit geraten soll.“

Das abgebildete Wappen ist nicht von Gehard I./Victor II. sondern von Bischof Dr. Michael Rackl (1935-1948).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Quellen:

 

1. Borgolte, Michael, Petrusnachfolge und Kaiserimitation, Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen, 1989, S. 139f.

 

 

 

2. Weinfurter Stefan, Die Geschichte der EichstÀtter Bischöfe des Anonymus Haserensis, Regensburg, 1987, S. 66-67, 94-95.

 

 

 

3. Heidenreich und Johannes, Das Grabmal des Theoderich zu Ravenna, Dt. ArchÀologisches Institut, Wiesbaden, 1971, S. 90-91.

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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