18.10. 31.10. 01.11. 26.11.
1503 1503 1503 1503
         
Konklavedauer:   1 Tage  
             
Sedisvakanz: 39 Tage
   

Konklave vom 31.10. - 01.11.1503 zur Wahl von Papst Julius II.

 
 
 
 
 
 
 

 

 

 
 
 
 
 

 

Pius III.

u Sukzession  u

Julius II.

 

 
 
 
 
 
 
 

 

Francesco Nanni-Todeschini Piccolomini

 

Guiliano della Rovere

 

 

Todestag:  19.10.1503

Wahlort: Rom, Alt-St. Peter

Kardinalbischof von Ostia und Velletri

 

 

Todesort:  Rom

 

 

 

 
 
 
 
 
 
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sedisvakanz und Konklavedauer

Konklaveteilnehmer (38)

Guiliano della Rovere

Kardinalbischof von Ostia und Velletri,  Dekan des Hl. Kollegiums

Georges d´Amboise

Bischof von Rouen (Frankreich)

Jorge da Costa O.Cist

Bischof von Porto und Santa Rufina, Sub-Dekan des Hl.. Kollegiums

Amanieu d´Albret

Administrator von Oloron, Condom,Cominges (Frankreich)

Girolamo Basso della Rovere

Bischof von Palestrina

Petro Luis de Borja-Llancol de Romani

Erzbischof von Valencia (Spanien)

Oliviero Carafa

Bischof von Sabina

Jaime Serra

Erzbischof von Oristano

Antoniotto Pallavicini

Bischof von Frascati

Pietro Isualles (oder Isvalies)

Erzbischof von Reggio-Calabria

Lorenzo Cibo de Mari

Bischof von Albano

Francisco de Borja

Erzbischof von Cosenza und Bischof von Teano

Raffaele Sansoni Riario

Administrator von Viterbo, Diözese von Cuenca (Spanien)

Juan de Vera

Erzbischof von Salerno

Giovanni Colonna

Diakon von S. Maria in Aquiro

Ludovico Podocator

Erzbischof von Benevento

Ascanio Maria Sforza Visconti

Administrator von Pavia, Cremona, Novaro und Girgenti

(Giovanni) Antonio Trivulzio

Bischof von Como

Giovanni de`Medici

Diakon von S. Maria in Domnica

Marco Comaaro

 

Federico di Sanseverino

Diözese von Maillezais und Vienne (Frankreich)

Giovanni Stefano Ferrero

Erzbischof von Bologna

Giovanni Antonio di San Giorgio

Bischof von Parma

Juan Castellar

Erzbischof von Monreale

Bernadino López de Carvajal

Diözese von Sigüenza (Spanien), Administrator von Avellino und Frigento

Francesco Remolino

Erzbischof von Sorrento

Giuliano Cesarini

Administrator von Ascoli Piceno

Francesco Soderini

Bischof von Volterra

Domenico Grimani

Partriarch von Aquileia

Niccoló Fieschi

Bischof von Fréjus (Frankreich)

Alessandro Farnese

Administrator von Corneto und Montefiascone

Francisco Desprats (oder de Sprats)

Bischof von León (Spanien)

Ippolito d´Este

Administrator von Eger, Capua, Ferrara und Mailand

Adriano Castello de Corneto

Bischof von Hereford (England)

Luis de Aragón (d´Aragonia)

Administrator von Aversa, Capaccio, Policastro und Lecce

Jaime Casanova

 

Juan de Castro

Bischof von Agrigento

Francisco Lloris (oder Loriz oder Loris)

Bischof von Elne, Aragón, Administrator von Valence und Die (Frankreich), Erzbischof von Trani und Titularpatriarch von Konstantinopel

 

Das Konklave vom 31.10. - 01.11.1503

 

Inhaltsverzeichnis:

 

1. Der Tod Papst Pius III.

Dem Übergangspapst Pius III. war nur ein sehr kurzes Pontifikat beschieden. Wohl keiner hätte geahnt, dass dem neuen Kirchenoberhaupt nur 26 Tage Amtszeit zur Verfügung stünden. Pius III. war 1460 durch seinen Oheim Papst Pius II. zum Bischof von Siena geweiht und am 05.03.1460 zum Kardinal erhoben worden.

Bild vergrößern!

26 Tage Papst Pius III.

Trotz seiner schwer angeschlagenen Gesundheit hatte man dem Papst die Einberufung eines Konzils zugetraut doch nur 10 Tage nach seiner Krönung in Rom starb der neue Pontifex. Papst  Pius III. war ein sittenstrenger Kirchenmann gewesen dessen Lebensuhr zu schnell abgelaufen war um Reformen in der von Simonie angeschlagenen Kirche durchzusetzen. Papst Pius III. starb am 18.10.1503 in Rom und seine Ruhestätte findet man in der Kirche S. Andrea della Valle ebenfalls in Rom. Das Jahr  1503 wird in der Historie auch als das 3-Päpste-Jahr bezeichnet.       >zurück

2. Struktur des Kardinalskollegiums

Mit dem Tod von Papst Pius III. hatte sich das Heilige Kollegium in seiner Zahl nicht verändert. Die Amtszeit war einfach zu  kurz gewesen, um in einem Kardinalskonsistorium neue Kardinäle zu kreieren. Mit Beginn des Konklave am 31.10.1503 umfasste das Kollegium insgesamt 44 Purpurträger. Von diesen nahmen 38 Kardinäle ( siehe Konklaveteilnehmer oben ) am zweiten Konklave im Jahr 1503 teil. Folgende 6 Kardinäle fehlten beim Konklave:

  • Luis Juan Kardinal del Milá, Bischof von Lérida,
  • Raymond Kardinal Pérault, Bischof von Gurk,
  • Guillaume Kardinal Briconnet, Bischof von Saint-Malo und Erzbischof von Reims (Frankreich),
  • Philippe Kardinal de Luxembourg, Bischof von Le Mans und Terouanne (Frankreich),
  • Tamás Kardinal Bakócz, Erzbischof von Esztergom (Ungarn) und
  • Melchior Copis Kardinal von Meckau, Bischof von Brixen.

Die Wählerschaft dieser Papstwahl stammte aus folgenden Pontifikaten:

  • 1 Kardinal aus dem Pontifikat Papst Paul II.
  • 6 Kardinäle aus dem Pontifikat Papst Sixtus IV.
  • 4 Kardinäle aus dem Pontifikat Papst Innozent VIII. und
  • 27 Kardinäle aus dem Pontifikat Papst Alexander VI.

Wie schon im letzten Konklave war Oliviero Kardinal Carafa, der Bischof von Sabina das erfahrenste Konklavemitglied. Für ihn war dieses  Konklave das Fünfte in seinem Kardinalat.   >zurück

3. Konklavebestimmungen

Die Dekretalien ”In nomine Domini” vom 13.04.1059 von Papst Nikolaus II. und “Licet de vitanda” aus dem Jahr 1179 von Papst Alexander III. und die Beschlüsse “Compilationes” des 4. Laterankonzils aus dem Jahr 1215. Das Dekret “Quia frequenter” von Papst Innozenz IV. vom 1. Konzil von Lyon am 28.08.1245. Die wohl entscheidendste Dekretalie nach der von Papst Nikolaus II. wurde die beim 2. Konzil von Lyon erlassene Wahlverordnung von Papst Gregor X. am 16.07.1274 “Ubi periculum” (“Wo Gefahr ist”). Viele Details dieser Wahlverordung von Papst Gregor X. findet man noch heute, nach über 720 Jahren in der Apostolischen Konstitution von Papst  Johannes Paul II.“Universi Dominici Gregis“ vom 22.02.1996. Die Wahlverordung von Papst Gregor X. fand nur wenig Anklang. Bereits Papst Hadrian V. suspendierte sie mündlich und Papst Johannes XXI. hob sie mit der Konstitution “Licet” am 20.09.1276 auf, ohne jedoch für eine neue Wahlverordnung gesorgt zu haben. Erst 18 Jahre später, am 28.09.1294 setzt Papst Cölestin V. (“Engelspapst”) die gregorianische Wahlverordung “Ubi periculum”  wieder in Kraft. Papst Clemens V. verfügte am Konzil von Vienne 1311-1312 die Bulle “Ne Romani”, welche einige Zusätze zur gregorianischen Wahlverordnung brachte und im  siebten Buch des kirchlichen Rechtsbuches “Clementinen” Aufnahme fand. Papst Clemens VI. milderte durch die Bulle “Licet in constitutione” vom 06.12 .1351 die bisherige Konklaveordnung in einigen Punkten ab. Am 19.03.1378 erließ Papst Gregor XI. das Dekret “Periculis et detrimentis” (“In Gefahren und Missständen”). >zurück

4. Das Konklave

Das Heilige Kollegium wartete die Zeitspanne der Exequien ab und begann am 31.10.1503 mit dem Konklave im Vatikan. Nachdem das Kollegium identisch mit dem der  letzten Wahl war, mussten ähnliche Machtblöcke erwartet werden. Doch es kam ganz anders. Wieder war es Kardinal d´Amboise der einen Kandidaten favorisierte. Schon im ersten Wahlgang erhiel der “ Il terribile “ Giuliano Kardinal della Rovere alle verbliebenen 37 Stimmen. Der 60 jährige della Rovere war ein Neffe von Papst Sixtus IV. welcher ihn in seinem ersten Konsistorium am 16.12.1471 zum Kardinal kreiert hatte. Er galt als willensstark , gerecht in seinem Urteil, manchmal schroff und kühn. Leider muss man auch bei dieser Wahl von Simonie ausgehen. Das Konklave dauerte nur einen Tag und bereits am 01.11.1503 konnte den Bürgern von Rom der neue Papst Julius II. proklamiert werden. Della Rovere wurde nach einer Sedisvakanz von 39 Tagen am 26.11.1503 zu Papst Julius II. gekrönt.   

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Stand: 30.07.2004  

 

 

 

 

Quellenverzeichnis:

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Geschichte der Konzilien

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Illustrierte Papstgeschichte (Band 1-3)

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2004

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