02.10. 12.10. 05.02. 15.02.
1264 1264 1265 1265
           
Konklavedauer:   116 Tage  
           
Sedisvakanz: 136 Tage
   

Quellenverzeichnis:

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Die Papstmacher

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Das Konklave

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Die Geschichte der Päpste

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Im Inneren des Vatikan

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Schelle Klaus

Das Konstanzer Konzil 1414-1418

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1996

Schimnelpfennig Bernhard

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Seppelt /Löffler Franz Xaver / K.

Papstgeschichte von den Anfängen bis zur Gegenwart

München

1933

Wurm Herman J. Dr.

Die Papstwahl, Ihre Geschichte und Gebräuche

Köln

1902

Konklave vom 12.10.1264 - 05.02.1265 zur Wahl von Papst Clemens IV.

 
 
 
 
 
 
 

 

Bild vergrößern!

 

 
 
 
 
 

 

Urban IV.

u Sukzession  u

Clemens IV.

 

 
 
 
 
 
 
 

 

Jasques Pantaléon

 

Gui Fulcodi

 

 

Todestag:  02.10.1264

Wahlort: Perugia

 Kardinalbischof von Sabina

 

 

Todesort:  Perugia

 

 

 

 
 
 
 
 
 
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sedisvakanz und Konklavedauer

Konklaveteilnehmer (19):

Gui Fulcodi

Kardinalbischof von Sabina

Annibale Annibaldeschi de Molaria O.P.

Titel von Ss. XII Apostoli

Enrico Bartolomei de Susa

Bischof von Ostia und Velletri,, Dekan des Heiligen Kollegiums

Riccardo Annibaldeschi di Molaria O.S.B.

Diakon von S. Angelo in Pescheria

Odon de Châteauroux O.Cist.

Bischof von Frascati

Ottaviano Ubaldini

Diakon von S. Maria in Via Lata

John od Toledo O.Cist.

Bischof von Porto und Santa Rufina

Giovanni Gaetano Orsini

Diakon von S. Nicola in Carcere Tulliano

Stefan Vancza

Bischof von Palestrina

Ottobono Fieschi dei Conti di Lavagna

Diakon von S. Adriano

Raoul Grosparmi

Bischof von Albano

Uberto Coconati dei Conti d´Elci

Diakon von S. Eustachio

Ancher Pantaleon

Titel von S. Prassede

Giacomo Savelli

Diakon von S. Maria in Cosmedin

Guillaume de Bray

Titel von S. Marco

Goffredo da Alatri

Diakon von S. Giorgio in Velabro

Matteo Rosso Orsini

Diakon von S. Maria in Portico

Giordano dei Conti Pironti da Terracina

Diakon von Ss. Cosma und Damiano

Guy de Bourgogne O.Cist

Titel von S. Lorenzo in Lucina

 

 

 

Das Konklave vom 12.10.1264 - 05.02.1265

 

 

 

 

 

 

 

Inhaltsverzeichnis:

1. Der Tod Papst Urban IV.

Papst Urban IV. hatte anfangs in Viterbo residiert und verlegte die Kurie anschließend nach Orvieto.

Orvieto, Bild vergrößern!
In seinem Pontifikat kreierte er in zwei Konsistorien, am 17.12. 1261 und am 22.05.1262 vierzehn Kardinäle, darunter auch sechs Franzosen. Aus diesen Kreierungen sollten in der Zukunft drei Päpste hervorgehen, ein Italiener Giacomo Kardinal Savelli als Papst Honorius IV., zwei Franzosen Gui Kardinal Fulcodi als Papst Clemens IV. und Simon Kardinal de Brion als Papst Martin IV. Im Jahr vor seinem Tod bot er Karl von Anjou die Krone von Neapel und Sizilien an. Dieser nahm an und ließ sich noch zum Senator von Rom wählen. Durch die Verstärkung des Heiligen Kollegiums mit französischen Kardinälen und die politische Bindung an Frankreich hat Papst Urban IV., ja selbst französischer Abstammung, die drückende Abhängigkeit des Papsttums von Frankreich herbeigeführt, die letztendlich in die “Babylonische Gefangenschaft” führen sollte. Er reformierte die mittelalterliche Inquisition und dehnte 1264 das Fronleichnamsfest auf die ganze Kirche aus Er starb am 02.10.1264 in Perugia und ist hier im Dom begraben.       >zurück

 

2. Struktur des Kardinalskollegiums

Am Todestag von Papst Urban IV. setzte sich das Heilige Kollegium aus insgesamt 21 Kardinälen zusammen. Riccardo Kardinal Annibaldeschi di Molaria O.S.B. war der erfahrenste Wahlteilnehmer und stammte als einzigster noch aus dem Pontifikat von Papst Gregor IX. ( 1227-1241). Er hatte bereits an vier Konklaven teilgenommen:

  • 1241 Wahl von Papst Cölestin IV.
  • 1243 Wahl von Papst Innozenz IV.
  • 1254 Wahl von Papst Alexander IV.
  • 1261 Wahl von Urben IV.

Aus dem Pontifikat von Papst Innozenz IV. nahmen sechs Kardinäle und aus der Regierungszeit von Papst Urban IV. 11 Kardinäle am Konklave teil. Mit Beginn des Konklave am 12.10.1264 zogen 18 Kardinäle ( siehe Konklaveteilnehmer oben ) in das Konklave in Perugia ein. Die drei fehlenden Eminenzen, ein Italiener und zwei Franzosen:

  • Simone Kardinal Paltineri, Titel von Ss. Silvestro und Martino ai Monti
  • Simon Kardinal Monpitie di Brion, Titel von S. Cecilia und
  • Gui Kardinal Fulcodi, Kardinalbischof von Sabina

nahmen am Konklave in Perugia nicht teil. Aus dem Patriziergeschlecht der Orsini waren zwei Kardinäle im Wahlkollegium. Der später zum Papst Nikolaus III. erhobene Kardinal Giovanni Gaetano Orsini und sein Neffe Kardinal Matteo Rosso Orsini. Der letztgenannte ist übrigens nicht der gleichnamige römische Senator des “Schreckenskonklave” von 1241 im Septizonium, doch entstammen beide dem gleichen Stammbaum der Orsini.    >zurück

3. Konklavebestimmungen

Die Dekretalien “ In nomine Domini ” vom 13.04.1059 von Papst Nikolaus II. und “ Licet de vitanda ” aus dem Jahr 1179 von Papst Alexander III. und die Beschlüsse “ Compilationes ” des 4. Laterankonzils aus dem Jahr 1215 (siehe hierzu die Konklavebestimmungen des Konklaves von Papst Honorius III.) sowie das Dekret “ Quia frequenter ” von Papst Innozenz IV. vom 1. Konzil von Lyon am 28.08.1245 mit folgenden Verfügungen:

“Nach der Beerdigung des Papstes sollen die am Orte anwesenden Kardinäle die vom Recht festgesetzte Zeit auf die abwesenden warten und ohne Spaltung und Gewalttätigkeit von seiten der Laien den Papst wählen; ein Kardinal, der sich entfernt, verliert das Wahlrecht; derjenige ist als gewählt anzusehen, welcher zwei Drittel der anwesenden Stimmen erhält, seine eigene nicht mitgerechnet”.     >zurück

4. Das Konklave

Nach den Exsequien zur Beisetzung von Papst Urban IV. begaben sich die 18 anwesenden Kardinäle, am 12.10.1264 ins Konklave. Perugia war zum zweiten Mal zum Wahlort eines Konklave geworden. Wahlgang für Wahlgang brachte keinen eindeutigen Erfolg. Das Heilige Kollegium konnte sich auf keinen der beteiligten Purpurträger einigen. Erst nach 116 Tagen im Konklave einigten sich die Kardinäle auf einen neuen Papst. Am 05.02.1265 wählten sie in einer Kompromisswahl einen der nicht am Wahlgeschehen beteiligten Kardinal zum neuen Apostelfürsten der Kirche. Gui Kardinal Fulcodi nahm die bis zum 05.02. 1265 durch das Wahlkollegium geheimgehaltene Wahl an und nannte sich fortan Papst Clemens IV. . Der Gewählte befand sich zur Zeit des Konklave auf dem Rückweg von einer Legation in England, mit der er noch vom verstorbenen Papst Urban IV. beauftragt worden war. Kardinal Gui Fulcodi, wie sein Vorgänger Franzose, war um 1200 in Saint-Gilles in der Provence geboren. Er war anfangs Advokat, verheiratet und hatte zwei Töchter. Nach dem Tod seiner Frau wurde er Priester, schloss sich dem Kartäuser Orden (O.Cart.) an, wurde 1257 Bischof von Le Puy, 1259 Erzbischof von Narbonne und am 17.12.1261 Kardinalbischof von Sabina. Zehn Tage nach seiner Wahlannahme, am 15.02.1265 erfolgte seine Inthronisation und beendete nach über vier Monaten eine Sedisvakanz von 136 Tagen.  

>zurück                                                                                                                   

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 Stand: 18.01.2003

 

 

 

 

 

 

 

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Clemens IV.

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