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Geschichte der Konzilien

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Burkle-Young, Dr.Francis A.

Passing the Keys, The Cardinals of the Holy Roman Church

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2002

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Illustrierte Papstgeschichte (Band 1)

Frechen

1965

Del Re Niccoló

Vatikan Lexikon

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1998

Denzler Georg

Das Papsttum

München, Beck

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Funk F. X.

Lehrbuch der Kirchengeschichte

Paderborn

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Gelmi Josef

Die Päpste in Lebensbildern

Graz

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Johnson Paul

Das Papsttum

Stuttgart

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Lexikon der Päpste und des Papsttums

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2001

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Kirchengeschichte in Daten und Fakten

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Die Papstmacher

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Das Konklave

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Sede Vacante

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Die Geschichte der Päpste

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Reese Thomas J.

Im Inneren des Vatikan

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Schelle Klaus

Das Konstanzer Konzil 1414-1418

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Schimnelpfennig Bernhard

Das Papsttum

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Schmidt / Ruhbach Kurt Dietrich / G.

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Seppelt /Löffler Franz Xaver / K.

Papstgeschichte von den Anfängen bis zur Gegenwart

München

1933

Wurm Herman J. Dr.

Die Papstwahl, Ihre Geschichte und Gebräuche

Köln

1902

Konklaveteilnehmer (9):

Rinaldo dei Conti di Segni (oder dei Signori di Ienne)

Kardinalbischof von Ostia

Ottaviano Ubaldini

Diakon Von S. Maria in Via Lata

Stefano Vancza (oder Vancha)

Bischof von Palestrina

Giovanni Gaetano Orsini

Diakon von S. Nicola in Carcere Tulliano

John of Toledo O.Cist.

Titel von S. Lorenzo in Lucina

Guglielmo Fieschi dei Conti di Lavagna

Diakon von S. Eustachio

Hughes de Saint-Cher (oder de San Caro) O.P.

Titel von S. Sabina

Ottobono Fieschi dei Conti di Lavagna

Diakon von S. Adriano

Riccardo Annibaldeschi di Molaria O.S.B.

Diakon von S. Angelo in Pescheria

 

 

 

Das Konklave vom 08.12. - 12.12.1254

 

 

 

 

 

 

 

Inhaltsverzeichnis:

 

1. Der Tod Papst Innozenz IV.

Der Juristenpapst Innozenz IV. verstarb in Neapel am 07.12. 1254. Seine Grabstätte ist im Dom von Neapel in S. Gennaro. Sein gut 11-jähriges Pontifikat  war geprägt von den politischen Auseinandersetzungen mit dem Staufer Friedrich II. und hatte im Kardinalskollegium eine Gegenpartei dieser Politik entstehen lassen. Für die Fortsetzung der scharfen politischen Richtung von Papst Innozenz, war der Diakon von S. Maria in Via Lata Ottaviano Kardinal Ubaldini verantwortlich. Anno 1250 war der Stauferkaiser in Apulien gestorben und Papst Innozenz bannte seinen Sohn Konrad IV. der aber ebenfalls bereits im Mai des selben Jahres verstarb. Kurz vor Innozenz Tod im Dezember, wagte Manfred der Halbbruder von Konrad  IV. einen Aufstand und besiegte das päpstliche Heer.          >zurück

2. Struktur des Kardinalskollegiums

Papst Innozenz IV. hatte in seinem Pontifikat in zwei Kardinalskonsistorien am

  • 28.05.1244 ( 12 Kardinäle ) und
  • im Dezember 1251 (3 Kardinäle )

kreiert. An seinem Todestag bestand das Kardinalskollegium aus insgesamt 12 Kardinälen   aus welchen 3 künftige Päpste hervorgehen sollten. Aus dem Pontifikat von Papst Honorius III. stammten zwei Kardinäle, aus dem von Papst Gregor IX. zwei Eminenzen und acht Purpurträger waren Kreaturen von Papst Innozenz IV.       >zurück

3. Konklavebestimmungen

 Die Dekretalien “ In nomine Domini ” vom 13.04.1059 von Papst Nikolaus II. und “ Licet de vitanda ” aus dem Jahr 1179 von Papst Alexander III. und die Beschlüsse “ Compilationes ” des 4. Laterankonzils aus dem Jahr 1215 (siehe hierzu die Konklavebestimmungen des Konklaves von Papst Honorius III.) sowie das Dekret “ Quia frequenter ” von Papst Innozenz IV. vom 1. Konzil von Lyon am 28.08.1245 mit folgenden Verfügungen:

“Nach der Beerdigung des Papstes sollen die am Orte anwesenden Kardinäle die vom Recht festgesetzte Zeit auf die abwesenden warten und ohne Spaltung und Gewalttätigkeit von seiten der Laien den Papst wählen; ein Kardinal, der sich entfernt, verliert das Wahlrecht; derjenige ist als gewählt anzusehen, welcher zwei Drittel der anwesenden Stimmen erhält, seine eigene nicht mitgerechnet”.         >zurück

4. Das Konklave 

Als Innozenz zu Neapel verstorben war, wollten die Kardinäle aus Furcht vor Manfred aus der Stadt fliehen, doch die Neapolitaner sperrten sie am 08.12.1254 ein und zwangen sie zum sofortigen Konklave. Zu diesem Zeitpunkt waren nur neun der zwölf Kardinäle ( siehe Konklaveteilnehmer oben ) in Neapel anwesend. An dem Zwangskonklave haben nicht teilgenommen, da nicht in Neapel:

  • der Diakon von Ss. Cosma und Damiano Gil Kardinal Torres
  • der Bischof von Frascati und Zisterzienser Odon Kardinal de Châteauroux
  • sowie der Diakon von S. Giorgio in Velabro Pietro Kardinal Capocci.  

Die von Papst Innozenz IV. in Lyon verfügte Dekretalie “Quia frequenter” war unter den gegebenen Konklaveumständen, zumindest in Teilen, schon zum Scheitern verurteilt. Zum wiederholten Male, hatte man das Wahlkollegium gegen seinen Willen und entgegen aller gebührenden Ehr festgesetzt. Der glänzende Kardinal Ottaviano Ubaldini hätte bei normalem Wahlverlauf sicher die besten Chancen gehabt, dass Konklave als neuer Papst zu verlassen. Seine unterstützende Haltung zur Politik von Papst Innozenz IV. brachte ihm jedoch eine stärke Gegenpartei ein. Um ihn von der Tiara fernzuhalten, entschloss man sich zur Kompromisswahl und bestimmte Ottoviano Kardinal Ubaldini zum Kompromissar. Die Beschlüsse “Compilationes” des 4. Laterankonzils von 1215 schloßen die Wahl eines Kompromissars (Vertrauensmann) automatisch aus. Am fünften Tag des Konklave, am 12.12. 1254 wurde einstimmig der Neffe von Papst Gregor IX. ( 1227-1241 ) der Kardinalbischof von Ostia und Dekan des Heiligen Kollegiums Rinaldo Kardinal dei Conti di Segni gewählt und nannte sich Alexander IV. Seine Krönung folgte kurz vor Weihnachten, am 20.12.1254 und beendete somit nach schon 13 Tagen die Sedisvakanz des Heilgen Stuhles.

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Stand: 12.01.2003

 

 

 

 

 

 

 

Konklave vom 08.12. - 12.12.1254 zur Wahl von Papst Alexander IV.

 
 
 
 
 
 
 

 

Bild vergrößern!

 

 
 
 
 
 

 

Innozenz IV.

u Sukzession  u

Alexander IV.

 

 
 
 
 
 
 
 

 

  Sinibaldo Fieschi

 

  Rinaldo dei Conti die Segni

 

 

Todestag:  07.12.1254

Wahlort: Neapel

  Kardinalbischof von Ostia

 

 

Todesort:  Neapel

 

 

 

 
 
 
 
 
 
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sedisvakanz und Konklavedauer

07.12. 08.12. 12.12. 20.12.
1254 1254 1254 1254
         
Konklavedauer: 4 Tage  
           
Sedisvakanz: 13 Tage
   

Quellenverzeichnis:

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Alexander IV.

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